Angriff auf die Unfallversicherung stoppen

Die Unfallversicherung ist eine finanziell gesunde, tadellos funktionierende Sozialversicherung. Nun soll sie nach dem Willen der Sozialkommission des Nationalrates verschlechtert und verteuert werden. Für Travail.Suisse ist klar, dass eine solche Revision zum Scheitern verurteilt ist. Der unabhängige Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden fordert deshalb vom Nationalrat in der kommenden Herbstsession den Übungsabbruch und die Rückweisung der Vorlage an den Bundesrat. 02.09.2010, Matthias Kuert Killer

BVG: Bundesrat muss höheren Mindestzins festlegen

Eine Mehrheit der BVG-Kommission will den Mindestzins auf dem Tiefststand von 2 Prozent halten. Dabei stützt sie sich auf verschiedene Formeln. Offenbar aber immer auf diejenige, welche gerade einen möglichst tiefen Mindestzins ergibt. Anders ist nicht zu verstehen, warum dem Bundesrat ein so tiefer Zinssatz empfohlen wird. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Rendite einer Pensionskasse betrug für die letzten 12 Monate gemäss einem Performancevergleich des Pensionskassenverbands ASIP 7.9 Prozent. Travail.Suisse, der Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, fordert vom Bundesrat, dass er bei der Festlegung des Mindestzinssatzes die erzielte Performance der Pensionskassen und die Interessen der versicherten Arbeitnehmenden berücksichtigt und somit den unfair tiefen Zinssatz nach oben korrigiert. 31.08.2010, Matthias Kuert Killer

Gegen den unseriösen Schuldenabbau und die reine Kostenverschiebung in der Arbeitslosenversicherung

Die Flexibilität des Arbeitsmarktes und die guten Leistungen einer solid finanzierten Arbeitslosenversicherung stellen ein sorgfältig austariertes Gleichgewicht dar. Die 4. AVIG-Revision zerstört dieses Gleichgewicht durch einen mutwilligen Leistungsabbau und die Gefährdung der finanziellen Sicherheit. Dazu kommt, dass ein grosser Teil der vermeintlich erzielten Einsparungen als Kosten bei den Kantonen und Gemeinden anfallen. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, lehnt die 4. AVIG-Revision deshalb entschieden ab. 17.08.2010, Martin Flügel

Die Bundespräsidentin streut den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern Sand in die Augen

Heute hat Bundespräsidentin Doris Leuthard den Abstimmungskampf zur 4. AVIG-Revision eröffnet. Erwartungsgemäss hat sie dabei den ungenügenden Schuldenabbau nicht erwähnt. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband von 170’000 Arbeitnehmenden, ist die Arbeitslosenversicherung das Gegenstück zum flexiblen Arbeitsmarkt in der Schweiz. Dazu muss sie solid finanziert sein. Wenn es 18 Jahre braucht, um die heutigen Schulden zu sanieren, ist das nicht der Fall. 06.08.2010, Martin Flügel

Gute Lohnerhöhungen liegen drin!

Gute Lohnerhöhungen liegen drin! Die Schweizer Wirtschaft ist auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Die Lohnrunde 2011 steht im Zeichen der wirtschaftlichen Erholung. Travail.Suisse und die angeschlossenen Verbände Syna, transfair und Hotel & Gastro Union fordern gute Lohnerhöhungen für die Arbeitnehmenden. Das ist wirtschaftlich möglich und konjunkturpolitisch sinnvoll. 02.08.2010, Susanne Blank

Wie viele Ferien stehen mir zu? Travail.Suisse lanciert online-Tool „Ferienrechner“

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Pünktlich zum Ferienbeginn wartet Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation von 170’000 Arbeitenehmenden, mit dem „Ferienrechner“ auf. Er ermittelt heute geltende Ferienansprüche und erlaubt durch Veränderung gewisser Angaben wie Branche etc. die vergleichende Perspektive. Das umfangreiche online-Tool zu den Ferienansprüchen umfasst über 220 Vertragswerke mit mehr als 1'330'000 unterstellten Arbeitnehmenden. 02.07.2010, Eva Linder

Beitragserhöhung in der Arbeitslosenversicherung: Bessere Lösung als 4. AVIG-Revision

Mit dem heute gefällten Entscheid nutzt der Bundesrat seinen Spielraum bezüglich Beitragserhöhung in der Arbeitslosenversicherung voll aus. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden mit 170'000 Mitgliedern, ist dieses Vorgehen ganz klar die bessere Lösung als die 4. AVIG-Revision. Es bringt eine solide Finanzierung der Arbeitslosenversicherung und verzichtet auf unangebrachten Leistungsabbau. 30.06.2010, Susanne Blank

11. AHV-Revision: Weiterhin kein substanzieller sozialer Ausgleich beim flexiblen Rentenalter

Die SGK des Nationalrates will während zehn Jahren 400 Mio. Franken für ein flexibles Rentenalter für kleine Einkommen einsetzen. Die Mehrheit der Sozialkommission des Nationalrates ist damit nicht bereit, einen substanziellen und unbefristeten sozialen Ausgleich für Arbeitnehmende mit geringen Einkommen zu leisten, die nicht bis zum ordentlichen Rentenalter arbeiten können. Für Travail.Suisse genügt das Modell nicht. Anstatt ein Systemwechsel vorzunehmen in Richtung flexibles Rentenalter für alle, wurde eine reine Übergangslösung gewählt. Travail.Suisse bezweifelt, dass damit die Revision bei einem allfälligen Referendum bestehen würde. Der Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden fordert das Parlament auf, das Modell nachzubessern oder die Übung abzubrechen. 25.06.2010, Matthias Kuert Killer

UVG-Revision: Haarsträubender Angriff auf Unfallversicherung muss gestoppt werden

Ohne Not will die Sozialkommission des Nationalrates die Leistungen der Unfallversicherung verschlechtern und verteuern. Bei gleichzeitiger Prämienerhöhung sollen Leistungen abgebaut werden. Die Entscheide sind das Resultat der Interessenpolitik der Privatversicherer. Diese wollen die Rahmenbedingungen festschreiben, welche ihre Gewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden und Arbeitgeber erhöhen. Die am effizientesten arbeitende SUVA soll dagegen zurück gebunden werden. Für Travail.Suisse ist es nicht tolerierbar, dass eine tadellos funktionierende und ohne Bundeshilfe finanzierte Sozialversicherung so geschwächt wird. Es ist klar, dass das Parlament einen Richtungswechsel vornehmen muss. Ansonsten wird die Revision mit grosser Sicherheit ein Referendum nach sich ziehen und einen Scherbenhaufen hinterlassen. 25.06.2010, Matthias Kuert Killer