Der Pressedienst von Travail.Suisse

Travail.Suisse bedient die Medien, Behörden, Politikerinnen und Politiker, aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des Pressedienstes regelmässig mit fundierten Stellungnahmen zu aktuellen Themen. Dieser Pressedienst erscheint alle 14 Tage (ausser im Juli und August) in deutscher und französischer Sprache. Die Beiträge sind zur Veröffentlichung bestimmt und nicht kostenpflichtig. Belegexemplare sind willkommen.

Das Erwerbsleben ist kein Sprint, sondern ein Marathon

Nur gesunde Mitarbeitende können die hohen Leistungen erbringen, die nötig sind, um im Wettbewerb zu bestehen. Das bedingt einen neuen Ausgleich zwischen Arbeitsbelastung und Erholung. Mehr Ferien tragen massgeblich zu diesem Ausgleich bei. 06.09.2010, Martin Flügel

Statt einem Abbau braucht es einen bedürfnisgerechten Umbau der AHV

In der Herbstsession wird entschieden, wohin es mit der AHV geht. Einem Abbau von Leistungen im Umfang von rund 1 Milliarde Franken steht bis jetzt kein genügender Fortschritt gegenüber. Nebst der Erhöhung des Frauenrentenalters beinhaltet die Vorlage eine Regelung, welche die Anpassung der Renten an die Teuerung gefährdet und damit einen Kaufkraftverlust der AHV-Rentnerinnen und –rentner in Kauf nimmt. Gleichzeitig wurde verpasst, ein flexibles Rentenalter für alle zu ermöglichen. Travail.Suisse wehrt sich gegen diesen Abbau. Soll die 11. AHV-Revision eine Chance haben, braucht es einen substanziellen sozialen Ausgleich beim flexiblen Rentenalter. 06.09.2010, Matthias Kuert Killer

Stärkere Integration in die EU im Interesse der Arbeitnehmenden

Der bilaterale Weg, auf dem die Schweiz bisher ihre Beziehungen mit der EU regeln konnten, wird zusehends steiniger. Deshalb müssen wir andere Optionen wie EWR oder EU-Beitritt erörtern. Schieben wir diese Diskussion zu lange auf, ist zu befürchten, dass die Schweiz ihre Interessen in Zukunft weniger gut vertreten kann. 06.09.2010, Denis Torche

Lernfestival: Anstoss zur politischen Diskussion

Am 10./11. September 2010 findet zum sechsten Mal das Lernfestival in der Schweiz statt. Es ist ein wichtiger Promotionsanlass für die Weiterbildung. Travail.Suisse gratuliert den Veranstaltern für ihr langjähriges und konsequentes Engagement zugunsten der Weiterbildung. Das Lernfestival kann allerdings nicht die innovative, politische Arbeit im Weiterbildungsbereich ersetzen, welche die Schweiz braucht. 06.09.2010, Bruno Weber-Gobet

Validierung von Bildungsleistungen: Für Jugendliche keine Alternative zur Berufslehre

Ein Validierungsverfahren, das zu einem Berufsabschluss führt, ist keine Alternative zur ordentlichen Lehre für Jugendliche. Die Befürchtung, Jugendliche könnten nach der Schule den direkten Einstieg in die Arbeitswelt suchen und erst nach fünf Jahren Berufspraxis mit einem Validierungsverfahren einen Abschluss nachholen, ist unbegründet. Das Validierungsverfahren ist ein Bildungsangebot, das sich an Erwachsene richtet und hohe Anforderungen an die Selbstkompetenz und Reflexionsfähigkeit stellt. 06.09.2010, Angela Zihler

Gegen den unseriösen Schuldenabbau und die reine Kostenverschiebung

Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden, ist die Arbeitslosenversicherung das Gegenstück zum fle-xiblen Arbeitsmarkt in der Schweiz. Damit die Arbeitslosenversicherung diese Rolle übernehmen kann, muss sie gute Leistungen bieten und solid finanziert sein. Mit der 4. AVIG-Revision werden aber die Schulden unseriös abgebaut und ein grosser Teil der Kosten wird nur auf die Kantone und die Gemeinden abschoben. 23.08.2010, Martin Flügel

Soziale Integration und berufliche Eingliederung: Ausbildung vor Integration!

Ausbildung vor Integration: Dieser Schluss zog Travail.Suisse aus dem im Mai 2009 veröffentlichten Bericht des Büro BASS über die gesellschaftlichen Kosten der Ausbildungslosigkeit in der Schweiz. Dabei wurde das erhöhte Risiko für Armut und soziale Ausgrenzung bei Menschen ohne Berufsbildung aufgezeigt. Im Laufe des letzten Jahres wurden alle parlamentarischen Vorstösse zu dieser Problematik abgelehnt, ohne dass das Grundproblem gelöst wäre. Travail.Suisse hat deshalb am 12. August 2010 mit Interesse Kenntnis von der Studie des SECO mit dem Titel «Arbeitslosenversicherung und Sozialhilfe: Zusammenarbeit bei der Arbeitsvermittlung» Kenntnis genommen. 23.08.2010, Josiane Aubert

Das Unfallversicherungsgesetz in die Sackgasse gekarrt!

Leistungen verschlechtert, Prämien erhöht, administrativer Aufwand vergrössert, Suva geschwächt: Dieses Fazit ergibt sich nach den Beratungen der nationalrätlichen Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-N) zum Unfallversicherungsgesetz. Vom Nationalrat werden in der kommenden Herbstsession deutliche Korrekturen erwartet. 23.08.2010, Hugo Gerber

Globalisierung des Arbeitsmarktes macht Stärkung der Arbeitnehmenden nötig

Die Globalisierung verändert das Angebot und die Nachfrage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt. Zum einen erhöht sie die Konkurrenz zwischen den Arbeitnehmenden. Das führt zu steigendem Druck auf Löhne und Arbeitsbedingungen und macht flankierende Massnahmen notwendig. Zum anderen beschleunigt die Globalisierung den Strukturwandel, was zu einer steigenden Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitnehmenden mit höherem Qualifikationsniveau führt. Damit das vorhandene Arbeitsangebot dieser Entwicklung folgen kann, brauchen wir in der Schweiz ein Weiterbildungsobligatorium. Die Globalisierung macht also eine Stärkung der Arbeitnehmenden nötig. 21.06.2010, Martin Flügel