Josiane Aubert: Die Weiterbildung leistet einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren des Sozialstaates

Bildung und Weiterbildung spielen eine zentrale Rolle, um Selbständigkeit, Anpassungsfähigkeit und Innovationsfähigkeit zu bewirken: alles wichtige Kompetenzen, um Personen eine gute Integration in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Gut ausgebildete Arbeitnehmende sind fähig, sich den Entwicklungen ihres Berufes anzupassen oder sogar eine grundsätzliche berufliche Neuorientierung vorzusehen, ohne dabei den Boden unter den Füssen zu verlieren.
Die Weiterbildung muss sich an alle richten, auch an Personen ohne Grundbildung. Die ganze Gesellschaft ist Gewinnerin, wenn alle am lebenslangen Lernen partizipieren und so die beruflichen Veränderungen zu meistern vermögen. Investitionen in die Bildung und die Weiterbildung zahlen sich in der Zukunft aus.
Der Sozialstaat wird dadurch entlastet. Denn Personen, die sich weiterbilden, sind weniger in der Gefahr, arbeitslos zu werden und unterstützen durch ihre Beiträge die Sozialversicherungen.
Der Bundesrat soll sich unverzüglich dem Verfassungsartikel 64a über die Weiterbildung annehmen und dem Parlament baldmöglichst  ein Weiterbildungsgesetz unterbreiten.
Wir fordern ihn auf, sich umhegend an die Arbeit zu machen und in breiter Zusammenarbeit mit der Wirtschaft die notwendigen Investionen für eine generelle Weiterbildung vorzusehen.

Josiane Aubert, Nationalrätin, SP, Präsidentin 2008 der WBK

22.10.2008