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 <title>Travail.Suisse - Weiterbildung</title>
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 <title>Weiterbildungsgesetz: Für mehr Chancengleichheit!</title>
 <link>http://www.allocations-familiales.ch/de/node/3023</link>
 <description>Im Mai 2006 stimmte das Volk mit einer Mehrheit von über 87 Prozent dem Bildungsartikel in der Verfassung zu. Es gab damit den Startschuss zu einer umfassenden Neuausrichtung aller Bildungsbereiche auf nationaler Ebene: Harmos, Harmos-Konkordat, «Plan d’étude romand» und Lehrplan 21, Berufsbildung und das im September vom Parlament verabschiedete Hochschulförderungsgesetz HFKG. Noch ausstehend sind das Stipendien-Konkordat, das die Kantone noch nicht ratifiziert haben, und ein Weiterbildungsgesetz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Heute bestehen bei der Weiterbildung grosse Ungleichheiten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebenslanges Lernen ist von zentraler Bedeutung in einer Welt, die sich wirtschaftlich schnell wandelt und in der Wissen und technologischer Fortschritt, aber auch Fragen im Zusammenhang mit der Globalisierung, der Umwelt und der Energie eine immer wichtigere Rolle spielen. Deshalb muss die ganze Bevölkerung die Möglichkeit haben, sich weiterzubilden und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, beruflich aktiv zu bleiben. Heute bestehen im Weiterbildungsmarkt, der in der Schweiz auf über 5,3 Milliarden Franken pro Jahr geschätzt wird, grosse Ungleichheiten zwischen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Personen, die bereits über eine sehr gute Grundausbildung verfügen, häufig auf Tertiärstufe, und die freiwillig regelmässig Weiterbildungen absolvieren (sie machen 75 Prozent der Personen aus, die sich weiterbilden).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Wenig qualifizierten Personen, die teilweise die Grundkompetenzen im Laufe der Jahre verloren haben, eher von Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichen Veränderungen betroffen sind und deshalb das Weiterbildungsangebot nicht nutzen können. &lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;br /&gt;
Das vom Bundesrat vorgeschlagene Rahmengesetz berücksichtigt nach zahlreichen Diskussionen in den Kommissionen des National- und Ständerats und verschiedenen parlamentarischen Vorstössen bis zu einem gewissen Grad diese Zielgruppen, die vom Staat (Bund und Kantone) gezielt und bewusst angesprochen werden müssen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Es profitiert die Gesellschaft als Ganzes&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus unserer Sicht muss dieses Gesetz die Chancengleichheit verbessern und es ermöglichen, wirksam für die Integration der ganzen Bevölkerung in die heutige Wissensgesellschaft und die Berufswelt zu kämpfen. Grundpfeiler dieses künftigen Gesetzes müssen eine Auffrischung der Grundkenntnisse und eine Anerkennung des im Berufsleben erworbenen Wissens unter anderem für folgende Zielgruppen sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Erwachsene, die aus irgendwelchen Gründen nicht direkt nach der obligatorischen Schule eine Berufsbildung abgeschlossen haben; &lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Personen, die aufgrund von Schicksalsschlägen Sozialhilfe beziehen, wenig qualifizierte Arbeitskräfte, die derzeit arbeitslos sind und Frauen, die nach einer Familienphase wieder ins Erwerbsleben einsteigen möchten; &lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Migrantinnen und Migranten, deren Abschlüsse in unserem Bildungssystem nicht anerkannt sind oder die wenig qualifiziert sind.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Zielgruppen muss es das Gesetz ermöglichen, wieder in einen Lernprozess einzusteigen und damit auch das Selbstvertrauen zu stärken. Wenn dies gelingt, profitiert die ganze Gesellschaft.&lt;br /&gt;
</description>
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 <category domain="http://www.allocations-familiales.ch/de/taxonomy/term/603">Josiane Aubert</category>
 <category domain="http://www.allocations-familiales.ch/de/taxonomy/term/679">Vizepräsidentin Travail.Suisse</category>
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 <pubDate>Mon, 05 Dec 2011 10:38:00 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Therese Schmid</dc:creator>
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</item>
<item>
 <title>„Mehr gute Arbeit“:  Avenir Suisse zur Zukunft der Arbeit</title>
 <link>http://www.allocations-familiales.ch/de/node/3012</link>
 <description>Unter dem Titel „Fragwürdige Dreiteilung des Lebens“ macht sich der Direktor von Avenir Suisse Gedanken zur Verteilung von Arbeit, Ausbildung und Freizeit auf das gesamte (Erwerbs)Leben und kommt dabei zu folgender Schlussfolgerung: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Wäre nicht ein Lebensentwurf sinnvoller, der Ausbildung zur Daueraufgabe machte, der im ganzen, immer längeren Leben Arbeit, Ausbildung und Freizeit in unterschiedlichem Ausmass mischen würde? Ein Weg, der den Menschen schon in der Mitte des Lebens neben der Arbeit mehr Platz liesse für Familie und Freizeit und der ihnen umgekehrt erlaubte, auch mit 70 oder 76 (in Teilzeit) einer Arbeit nachzugehen? Natürlich passt ein solches Modell nicht auf alle Berufe und für alle Menschen, aber es dürfte einer grossen Mehrheit besser entsprechen als die Dreiteilung des Lebens.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das tönt alles vernünftig, bleibt aber sehr unverbindlich. Was es braucht, damit ein solcher Lebensentwurf für breite Kreise Wirklichkeit werden kann, lässt Gerhard Schwarz offen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Travail.Suisse konkretisiert Avenir Suisse&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Travail.Suisse hat sich die Mühe genommen, konkrete Vorschläge zur Überwindung der „Dreiteilung des Lebens“ zu erarbeiten und hat im Kongressdokument 2011 „Mehr gute Arbeit“ die entsprechenden Forderungen verabschiedet:&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;
&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Ausbildung als Daueraufgabe:&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; Ausbildung als Daueraufgabe heisst nichts anderes als kontinuierliche Weiterbildung für alle Arbeitnehmenden. Heute ist aber Weiterbildung in der Schweiz sehr ungleich verteilt. Insbesondere tief qualifizierte Arbeitnehmende und ältere Arbeitnehmende werden vernachlässigt. Damit Ausbildung als Daueraufgabe für alle Arbeitnehmenden Realität wird, braucht es ein Weiterbildungsobligatorium. Nur ein Obligatorium stellt sicher, dass für alle Arbeitnehmenden Ausbildung zur Daueraufgabe wird.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;In der Mitte des Lebens neben der Arbeit mehr Platz für Familie und Freizeit: &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;Mehr Platz heisst mehr Zeit. Mehr Zeit für die Familie würden ein Vaterschaftsurlaub und ein Elternurlaub schaffen. Nach der Kleinkinderphase sind Teilzeitstellen auf allen Hierarchieebenen nötig. Damit nicht nur die Familie, sondern auch die Freizeit nicht zu kurz kommt, brauchen die Arbeitnehmenden mehr Ferien, zum Beispiel eine Woche mehr Ferien, so wie das die Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ von Travail.Suisse will.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Mit 70 oder 76 (in Teilzeit) einer Arbeit nachgehen: &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;Heute sind mit 63 Jahren noch gerade 50 Prozent der Arbeitnehmenden erwerbstätig. Der grösste Teil der anderen Hälfte ist entweder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeitsfähig oder arbeitslos. Damit die Menschen auch mit 70 oder 76 noch arbeiten können und wollen, müssen sie fit und motiviert bleiben. Gesundheitsschutz und Erholung sind zentral für die langfristige Leistungsfähigkeit. Aber auch lebenslanges Lernen, horizontale Karrieren und altersgerechte Arbeitsmodelle, bei welchen es um viel mehr geht als nur um die Arbeitszeit, sind nötig, damit diese Vision auch nur den Hauch einer Chance hat, Wirklichkeit zu werden. &lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Dieses Modell ist nicht für alle Berufe gleich möglich: &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;Auch mit den besten Arbeitsbedingungen und mit mehr Erholung und Gesundheitsschutz wird es immer Berufe und Branchen geben, in welchen die Menschen bereits vor 65 nicht mehr in der Lage sind, mitzuhalten. Dies gilt insbesondere in Berufen und Branchen mit tiefen Löhnen. Deshalb braucht es ein flexibles Rentenalter für alle Arbeitnehmenden. Also eines, das sich auch die Arbeitnehmenden mit kleinem Einkommen leisten können.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;br /&gt;
Bis hierher lässt sich festhalten, dass zwischen den Schlussfolgerungen des Direktors von Avenir Suisse und den Forderungen von Travail.Suisse grosse Übereinstimmung besteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Unverständliche Engführung auf Rentenalter&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider erfolgt dann im letzten Abschnitt des Artikels die in rechtsbürgerlichen und wirtschaftsnahen Kreisen übliche „Engführung“ des ganzen, eigentlich sehr breiten Themas der „Dreiteilung des Lebens“ auf das gesetzliche Rentenalter bzw. auf die Erhöhung desselben. Das ist nun wirklich Mumpitz und aufgrund der vorangehenden, intelligenten Gedanken und Schlussfolgerungen auch enttäuschend. Denn in Bezug auf das Rentenalter muss wieder einmal festgehalten werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;dass erstens die richtigen Anreize sehr wohl gegeben sind. Die AHV-Rente kann bis 70 aufgeschoben werden und sie steigt um 30 Prozent, wenn das jemand macht.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;dass zweitens die Menschen in der Schweiz sehr motiviert und gesundheitlich „gut zwäg“ sind, bevor Gesundheit und Motivation durch die Arbeitsbedingungen zerstört werden. Mit 63 sind nur noch die Hälfte der Menschen erwerbstätig, dafür fast 9 Prozent arbeitslos und ein Drittel aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr erwerbstätig.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Humanisierung der Arbeit im Zentrum&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptproblem der „Dreiteilung des Lebens“ ist nicht das Rentenalter, sondern die Zerstörung von Gesundheit und Motivation der Arbeitnehmenden durch die Arbeit selbst. Wenn jemals 80 Prozent der 63-Jährigen erwerbstätig wären, dann würde sich auch die Diskussion über das Rentenalter ganz von selbst verändern. Damit das aber möglich wird, muss zuerst das Arbeitsmodell Wirklichkeit werden, dass Gerhard Schwarz vorangehend skizziert. Anstelle des gesetzlichen Rentenalters müsste für Avenir Suisse also die Humanisierung der Arbeit ins Zentrum rücken, mit allen politischen Konsequenzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Fall wären vielleicht sogar interessante Koalitionen von Zukunft und Arbeit in der Schweiz denkbar. Alles andere hingegen ist das Pferd am Schwanz aufgezäumt und wird nie politische Mehrheiten finden.
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 <pubDate>Mon, 21 Nov 2011 11:57:48 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Therese Schmid</dc:creator>
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</item>
<item>
 <title>Problem des Zugangs zur Weiterbildung bleibt ungelöst</title>
 <link>http://www.allocations-familiales.ch/de/node/2996</link>
 <description>&lt;p&gt;
Das vom Bundesrat vorgeschlagene Weiterbildungsgesetz baut auf dem Prinzip der Selbstverantwortung auf. Subsidiäre Massnahmen von Bund und Kantonen sollen die Selbstverantwortung stärken und damit die Weiterbildungsbeteiligung erhöhen. Travail.Suisse ist skeptisch, ob der eingeschlagene Weg Wirkung zeigen wird. Der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden wird sich weiter dafür einsetzen, dass die parlamentarische Initiative Fasel „Obligatorische Weiterbildung“ (07.459) ins Weiterbildungsgesetz aufgenommen wird. Die Hürden sind auch mit den subsidiären Massnahmen für viele zu hoch, um an einer Weiterbildung teilnehmen zu können.  
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ein zentrales Problem der jetzigen Situation in der Weiterbildung ist deren ungleiche Verteilung. Heute bilden sich die gut ausgebildeten, Vollzeit arbeitenden Männer weiter. Deutlich weniger bis fast keine Weiterbildung betreiben hingegen Arbeitnehmende mit Teilzeitpensen, Frauen und insbesondere tief qualifizierte Arbeitnehmende. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Weiterbildung für alle ist indes ein zentraler Erfolgsfaktor für die Schweizer Wirtschaft. Nur wenn es gelingt, das Wissen und Können aller Arbeitnehmenden laufend den neuen Anforderungen anzupassen, können wir in der Schweiz unseren hohen Lebensstandard auch in Zukunft halten. Damit die Weiterbildung für alle Arbeitnehmenden zum Standard wird, fordert Travail.Suisse seit längerem ein Weiterbildungsobligatorium von mindestens 3 Tagen. Nur mit einem Obligatorium können wir sicherstellen, dass in der Schweiz auch zukünftig ein grosser Teil der Arbeitnehmenden über das nötige hohe und aktualisierte Bildungsniveau verfügt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Travail.Suisse freut sich hingegen, dass der Vorschlag des Bundesrates vorsieht, Erwachsenen den Erwerb von fehlenden Grundkompetenzen zu ermöglichen. Ebenso begrüssen wir die Regelung, dass gesamtschweizerische Organisationen der Weiterbildung bei Erfüllung klarer Kriterien unterstützt werden können.
&lt;/p&gt;
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 <category domain="http://www.allocations-familiales.ch/de/taxonomy/term/275">Bruno Weber-Gobet</category>
 <pubDate>Wed, 09 Nov 2011 15:31:03 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Maja Tanner</dc:creator>
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</item>
<item>
 <title>Mehr gute Arbeit als zentrales Thema für das Parlament</title>
 <link>http://www.allocations-familiales.ch/de/node/2992</link>
 <description>&lt;p&gt;
Die BDP und die glp sind die grossen Wahlsieger. Dieser Erfolg verpflichtet und bürdet den beiden Parteien grosse Verantwortung für das Wohl der Schweiz auf. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170&#039;000 Arbeitnehmenden, erwartet von BDP und glp, dass sie dringende politische Fragen aufnehmen, sachliche Positionen beziehen und so wirtschafts-, sozial- und umweltpolitisch konstruktiven und mehrheitsfähigen Lösungen zum Durchbruch verhelfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Travail.Suisse gehört der zukünftige Arbeitskräftenotstand zu den dringendsten Problemen der Schweiz. Nur mit einer Stärkung der Arbeitnehmenden können wir den Wohlstand und die Lebensqualität in der Schweiz aufrecht erhalten. Nötig dazu sind insbesondere: 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Löhne und Arbeitsbedingungen: Bonisteuer, Mindestlöhne, Demografie&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Gegen die Explosion der hohen Löhne braucht es eine Bonisteuer und zur Verhinderung von Hungerlöhnen branchenweite und regionale Mindestlöhne. Zudem müssen die flankierenden Massnahmen zum freien Personenverkehr massiv verstärkt werden. Die Arbeitsbedingungen müssen auf die demografische Entwicklung ausgerichtet werden. Das Parlament muss sich also fragen, was es braucht, damit die Menschen in der Schweiz bis zum ordentlichen Rentenalter arbeiten können und wollen. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Altersvorsorge: Flexibles Rentenalter, Ausschluss der Lebensversicherer aus 2. Säule &lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Um den heutigen Realitäten im Arbeitsmarkt und der Gesundheitssituation der älteren Arbeitnehmenden gerecht zu werden, braucht es ein flexibles Rentenalter, das für alle Einkommensschichten finanziell tragbar ist. Die Lebensversicherer sind aus der 2. Säule auszuschliessen und das Geschäft ist den Sozialpartnern zu übergeben. Damit können die 600 Mio. Franken, die jährlich an das Management und die Aktionäre fliessen, für höhere Altersrenten eingesetzt werden.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Familien: Höhere Kinderzulagen, Vaterschaftsurlaub, Lohngleichheit&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Für die finanzielle Besserstellung der Familien in der Schweiz müssen einerseits die Kinderzulagen erhöht werden. Andererseits ist für die Familien die Verwirklichung der Lohngleichheit zentral. Nur mit gleichem Lohn für gleiche Arbeit haben partnerschaftliche Familienmodelle eine reelle Chance. Zudem muss die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert werden. Dazu gehört die Einführung eines bezahlten Vaterschaftsurlaubs von mindestens 20 Tagen. Im Weiteren müssen Betreuungseinrichtungen für Kinder und für ältere Menschen die volle Anerkennung als Service public finden.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;strong&gt;Bildung: Chancengleichheit das ganze Leben lang&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Bildung erfolgt von der Wiege bis zur Bahre. Mit der frühen Förderung der Landessprache und integrativen Schulen müssen die Startchancen aller Kinder erhöht werden. Die Berufsbildung muss allen Jungen offen stehen und attraktiv sein. Dazu muss die Allgemeinbildung in der Lehre gestärkt und mit einer Revision des Berufsbildungsgesetzes dafür gesorgt werden, dass die Studierenden der höheren Berufsbildung nicht mehr bezahlen müssen als Studierende an Hochschulen. Zudem muss das Parlament im neuen Weiterbildungsgesetz drei Tage Weiterbildungsobligatorium verankern, damit Weiterbildung auch für ältere und/oder wenig qualifizierte Arbeitnehmende zur Normalität wird.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Energiewende: Cleantech, Förderung alternative Energie, Gebäudesanierungsprogramm&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Mit dem Ausstieg aus der Kernenergie hat das Parlament einen richtungsweisenden Entscheid gefällt. Jetzt müssen aber auch die Konsequenzen gezogen werden. Das heisst, Energiesparen und alternative Energien sind zu fördern. Die Unterstützung der von Travail.Suisse mitlancierten Cleantech-Initiative, die Aufstockung des Gebäudesanierungsprogrammes sowie die volle Finanzierung aller eingereichten Gesuche um Unterstützung alternativer Energien gehören dazu.&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;
&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Mon, 07 Nov 2011 11:11:46 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Therese Schmid</dc:creator>
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 <title>Obligatorische Weiterbildung: Chance oder Problem? (Zweiter Teil)</title>
 <link>http://www.allocations-familiales.ch/de/node/2724</link>
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 <pubDate>Tue, 29 Mar 2011 08:46:18 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Maja Tanner</dc:creator>
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 <title>Obligatorische Weiterbildung: Chance oder Problem? </title>
 <link>http://www.allocations-familiales.ch/de/node/2683</link>
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 <title>Der Wert des Obligatoriums</title>
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 <title>Minimales Obligatorium  als Basis für eine zukunftsgerichtete Weiterbildungspolitik</title>
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 <title>Es fehlen quantitative Ziele</title>
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 <title>Lernfestival: Anstoss zur politischen Diskussion</title>
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