Altersvorsorge umbauen statt abbauen

Die Altersvorsorge ist in der Schweiz gut ausgebaut. Dabei bildet die AHV das Fundament, an dem nicht gepickelt werden darf. Gleichzeitig muss die AHV immer wieder neuen gesellschaftlichen Entwicklungen angepasst werden. Umbau statt Abbau ist deshalb für Travail.Suisse bei allen Revision das Ziel In der anstehenden Revision der AHV muss zusätzlich zur Flexibilisierung des Altersrücktritts für alle Arbeitnehmenden eine Überbrückungsrente ab 62 Jahren für Versicherte mit tiefen und mittleren Einkommen eingeführt werden. Die Überbrückungsrente ist aus dem Einsatz aller Einsparungen auf der Leistungsseite zu finanzieren. Das bedeutet Umbau statt Abbau. Zur mittelfristigen Sicherung der Finanzierung ist rechtzeitig eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zu beschliessen.

Mehr gute Arbeit als zentrales Thema für das Parlament

In den nächsten vier Jahren werden sich die Auswirkungen der Demografie auf dem Arbeitsmarkt akzentuieren. Der Arbeitskräftenotstand ist für Travail.Suisse die grösste Herausforderung der demografischen Entwicklung. Nur mit einer Stärkung der Arbeitnehmenden – mit mehr guter Arbeit also – wird die Schweiz Wohlstand und Lebensqualität erhalten können. Travail.Suisse erwartet von der BDP und der glp, dass sie ihre neue Verantwortung wahrnehmen und mithelfen, konstruktiven und mehrheitsfähigen Lösungen zum Durchbruch zu verhelfen. 07.11.2011, Martin Flügel

Erhöhung des Frauenrentenalters: Realitätsfremder Angriff auf die AHV

Die beiden Sozialkommissionen des Parlaments wollen das Frauenrentenalter erhöhen, bevor überhaupt die Vorschläge des Bundesrates zur 12. AHV-Revision auf dem Tisch liegen. Damit liegt ein weiterer unreflektierter Schnellschuss vor, der an der Realität des Arbeitsmarktes vorbei zielt. Heute sind bereits vor der Pensionierung nur noch 40 Prozent der Frauen erwerbstätig. Mit der Erhöhung des Rentenalters wird am falschen Ort angesetzt. Travail.Suisse fordert Massnahmen, die es den Arbeitnehmenden erlauben, überhaupt bis zum ordentlichen Rentenalter zu arbeiten. 24.10.2011, Matthias Kuert Killer

Jetzt sind Finanzierungsvorschläge statt Schwarzmalerei gefragt

Die AHV hält sich trotz der weithin betriebenen Schwarzmalerei der bürgerlichen Parteien sehr gut. Ihre Finanzierung ist auch ohne Leistungskürzungen tragbar. Anstatt reflexartig das Damokles-Schwert des AHV-Bankrotts herbeizureden, sollten Bundesrat und Parlament nun endlich über Finanzierungsvorschläge ohne Leistungsabbau nachdenken. Dazu gehört der von Travail.Suisse vorgeschlagene Finanzierungs-Automatismus. 16.05.2011, Matthias Kuert Killer

Die AHV steht auf solidem Fundament, die Finanzierung ist tragbar

Die neuen Finanzierungsperspektiven zeigen es: Die AHV ist gesund und auf solidem Fundament. Und sie zeigen auch, dass selbst der Bund bisher Schwarzmalerei betrieb. Die möglicherweise in 15 bis 20 Jahren benötigten Mittel sind moderat, volkswirtschaftlich unbedenklich und tangieren die Lebensqualität der Bevölkerung nicht. Die Finanzierung der AHV ohne Leistungsabbau ist also eine tragbare Aufgabe. Weil die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz nicht sinkt, ist der Mehrbedarf sogar nur vorübergehender Natur. 04.05.2011, Matthias Kuert Killer

AHV: Trotz gesunder Finanzen haarsträubender FDP-Angriff auf die AHV

Die neueren Prognosen zur AHV und die heute präsentierten Zahlen zeigen: Die AHV ist gesund. Auch 2010 hat sie fast zwei Milliarden Überschüsse gemacht. Es mutet grotesk an, dass ebenfalls heute in der Sozialkommission des Ständerates ein weiterer Anlauf genommen wird, die AHV zu desavouieren. Während BR Burkhalter zumindest eingesehen hat, dass weder Chancen noch Dringlichkeit für einen Leistungsabbau bestehen, versuchen ausgerechnet seine Parteikollegen im Ständerat die AHV zu schwächen. Sie scheuen dabei auch vor Falschaussagen nicht zurück. Ihre Begründung, die Beiträge deckten bereits heute die Ausgaben der AHV nicht mehr, ist schlicht falsch. Ungeachtet der Tatsachen wird weiter schwarz gemalt. Wir fordern die politischen Parteien auf, die Fakten zur Kenntnis zu nehmen anstatt weiter ideologisch schwarz zu malen. 31.03.2011, Matthias Kuert Killer

Technische Revision der AHV: Leistungen dürfen nicht angetastet werden

Bundesrat Burkhalter will die technischen Teile der gescheiterten 11. AHV-Revision rasch ins Parlament zu schicken. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden, ist damit einverstanden, solange die bürgerlichen Parteien nicht versuchen, auf diesem Weg das Frauenrentenalter zu erhöhen oder die Rentenanpassung anzugreifen. 03.12.2010, Martin Flügel, Matthias Kuert Killer

Den Übungsabbruch für einen bedürfnisgerechten Umbau der AHV nutzen

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, begrüsst den Übungsabbruch in der 11. AHV-Revision. Die Energie ist nun auf einen mehrheitsfähigen und ausgewogenen Vorschlag zum Umbau der AHV zu verwenden. Die Leistungs- und Finanzierungsseite müsse dabei gleichwertig behandelt werden. Travail.Suisse fordert den Bundesrat auf, rasch eine Arbeitsgruppe unter Einbezug der Sozialpartner einzusetzen. 01.10.2010, Matthias Kuert Killer

11. AHV-Revision vor Referendum

Der Nationalrat hat es heute verpasst, ein flexibles Rentenalter für alle zu ermöglichen. Es fehlt dazu ein substanzieller sozialer Ausgleich für tiefe und mittlere Einkommen im Falle eines Rentenvorbezugs. Gleichzeitig wurde ein Leistungsabbau von rund 1 Milliarde Franken beschlossen. Das ist für Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation von 170‘000 Arbeitnehmenden, nicht akzeptabel. 15.09.2010, Matthias Kuert Killer

Statt einem Abbau braucht es einen bedürfnisgerechten Umbau der AHV

In der Herbstsession wird entschieden, wohin es mit der AHV geht. Einem Abbau von Leistungen im Umfang von rund 1 Milliarde Franken steht bis jetzt kein genügender Fortschritt gegenüber. Nebst der Erhöhung des Frauenrentenalters beinhaltet die Vorlage eine Regelung, welche die Anpassung der Renten an die Teuerung gefährdet und damit einen Kaufkraftverlust der AHV-Rentnerinnen und –rentner in Kauf nimmt. Gleichzeitig wurde verpasst, ein flexibles Rentenalter für alle zu ermöglichen. Travail.Suisse wehrt sich gegen diesen Abbau. Soll die 11. AHV-Revision eine Chance haben, braucht es einen substanziellen sozialen Ausgleich beim flexiblen Rentenalter. 06.09.2010, Matthias Kuert Killer

11. AHV-Revision: Weiterhin kein substanzieller sozialer Ausgleich beim flexiblen Rentenalter

Die SGK des Nationalrates will während zehn Jahren 400 Mio. Franken für ein flexibles Rentenalter für kleine Einkommen einsetzen. Die Mehrheit der Sozialkommission des Nationalrates ist damit nicht bereit, einen substanziellen und unbefristeten sozialen Ausgleich für Arbeitnehmende mit geringen Einkommen zu leisten, die nicht bis zum ordentlichen Rentenalter arbeiten können. Für Travail.Suisse genügt das Modell nicht. Anstatt ein Systemwechsel vorzunehmen in Richtung flexibles Rentenalter für alle, wurde eine reine Übergangslösung gewählt. Travail.Suisse bezweifelt, dass damit die Revision bei einem allfälligen Referendum bestehen würde. Der Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden fordert das Parlament auf, das Modell nachzubessern oder die Übung abzubrechen. 25.06.2010, Matthias Kuert Killer