Das Erwerbsleben ist kein Sprint, sondern ein Marathon

Nur gesunde Mitarbeitende können die hohen Leistungen erbringen, die nötig sind, um im Wettbewerb zu bestehen. Das bedingt einen neuen Ausgleich zwischen Arbeitsbelastung und Erholung. Mehr Ferien tragen massgeblich zu diesem Ausgleich bei. 06.09.2010, Martin Flügel

Gegen den unseriösen Schuldenabbau und die reine Kostenverschiebung

Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden, ist die Arbeitslosenversicherung das Gegenstück zum fle-xiblen Arbeitsmarkt in der Schweiz. Damit die Arbeitslosenversicherung diese Rolle übernehmen kann, muss sie gute Leistungen bieten und solid finanziert sein. Mit der 4. AVIG-Revision werden aber die Schulden unseriös abgebaut und ein grosser Teil der Kosten wird nur auf die Kantone und die Gemeinden abschoben. 23.08.2010, Martin Flügel

Gegen den unseriösen Schuldenabbau und die reine Kostenverschiebung in der Arbeitslosenversicherung

Die Flexibilität des Arbeitsmarktes und die guten Leistungen einer solid finanzierten Arbeitslosenversicherung stellen ein sorgfältig austariertes Gleichgewicht dar. Die 4. AVIG-Revision zerstört dieses Gleichgewicht durch einen mutwilligen Leistungsabbau und die Gefährdung der finanziellen Sicherheit. Dazu kommt, dass ein grosser Teil der vermeintlich erzielten Einsparungen als Kosten bei den Kantonen und Gemeinden anfallen. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, lehnt die 4. AVIG-Revision deshalb entschieden ab. 17.08.2010, Martin Flügel

Die Bundespräsidentin streut den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern Sand in die Augen

Heute hat Bundespräsidentin Doris Leuthard den Abstimmungskampf zur 4. AVIG-Revision eröffnet. Erwartungsgemäss hat sie dabei den ungenügenden Schuldenabbau nicht erwähnt. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband von 170’000 Arbeitnehmenden, ist die Arbeitslosenversicherung das Gegenstück zum flexiblen Arbeitsmarkt in der Schweiz. Dazu muss sie solid finanziert sein. Wenn es 18 Jahre braucht, um die heutigen Schulden zu sanieren, ist das nicht der Fall. 06.08.2010, Martin Flügel

Globalisierung des Arbeitsmarktes macht Stärkung der Arbeitnehmenden nötig

Die Globalisierung verändert das Angebot und die Nachfrage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt. Zum einen erhöht sie die Konkurrenz zwischen den Arbeitnehmenden. Das führt zu steigendem Druck auf Löhne und Arbeitsbedingungen und macht flankierende Massnahmen notwendig. Zum anderen beschleunigt die Globalisierung den Strukturwandel, was zu einer steigenden Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitnehmenden mit höherem Qualifikationsniveau führt. Damit das vorhandene Arbeitsangebot dieser Entwicklung folgen kann, brauchen wir in der Schweiz ein Weiterbildungsobligatorium. Die Globalisierung macht also eine Stärkung der Arbeitnehmenden nötig. 21.06.2010, Martin Flügel

Managerlöhne 2009: Lerneffekt gleich Null

Die Krise wirkte sich auf die Managerlöhne höchstens kurzfristig dämpfend aus. Gemäss der Managerlohnstudie von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden, öffnet sich die Lohnschere weiter: Im letzten Jahr um durchschnittlich 18 Prozent, in den sieben Jahren seit 2002 um sage und schreibe 70 Prozent. Die stetig ansteigenden Managerlöhne gefährden das wirtschaftliche Erfolgsmodell Schweiz. Es braucht daher grundlegende Veränderungen. Die Stärkung der Aktionäre reicht nicht aus. Um das Lohnkartell aufzubrechen, braucht es eine Personalvertretung im Verwaltungsrat. 21.06.2010, Martin Flügel, Susanne Blank

Bundesrat blauäugig und zynisch

Die hohe Arbeitsbelastung macht heute viele Arbeitnehmende krank und reduziert deren langfristige Leistungsfähgikeit markant. Dadurch entstehen volkswirtschaftliche Kosten von 10 Mia. Franken pro Jahr. Mit seinem Nein zu einer Verbesserung der Ferienregelung weigert sich der Bundesrat, dieses Problem zur Kenntnis zu nehmen. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband von 170’000 Arbeitnehmenden, ist das zynisch gegenüber den Arbeitnehmenden und wirtschaftspolitisch blauäugig. 18.06.2010, Martin Flügel, Susanne Blank