Zukunft 2. Säule: Umfassende Ausgleichsmassnahmen statt Leistungskahlschlag

Travail.Suisse begrüsst die breite Auslegeordnung zur beruflichen Vorsorge, welche der Bundesrat im Bericht zur Zukunft der 2. Säule vornimmt. Im Kern geht es letztlich aber um die Höhe des Mindestumwandlungssatzes und damit um die Höhe der künftigen Renten. Für Travail.Suisse ist eine Senkung des Umwandlungssatzes nur diskutabel, wenn die Rentenhöhen mit substanziellen Ausgleichsmassnahmen gesichert werden. Zudem müssen die überrissenen Gewinne der Lebensversicherer in der 2. Säule gestoppt und die überhöhten Vermögensverwaltungskosten der Finanzindustrie gesenkt werden. 23.01.2012, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik

2. Säule: Senkung des Umwandlungssatzes nur mit substanziellen und umfassenden Ausgleichsmassnahmen

Travail.Suisse begrüsst, dass der Bundesrat im Bericht zur Zukunft der 2. Säule eine umfassende Auslegeordnung zu verschiedenen Themen der Altersvorsorge vornimmt. Im Kern geht es letztlich aber um die Höhe des Mindestumwandlungssatzes. Für Travail.Suisse ist eine Senkung des Umwandlungssatzes nur diskutabel, wenn die Rentenhöhen mit substanziellen Ausgleichsmassnahmen gesichert werden. Zudem müssen die überrissenen Gewinne der Lebensversicherer in der 2. Säule gestoppt und die überhöhten Vermögensverwaltungskosten der Finanzindustrie gesenkt werden. 04.01.2012, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik

Es braucht eine Familienpolitik, die ihren Namen verdient

Das neue Parlament steht in der Familienpolitik vor zentralen Herausforderungen. Sollen Geburtenrate und Erwerbsbeteiligung als Antwort auf die demographische Entwicklung gesteigert werden, braucht es ein verstärktes und durchdachtes familienpolitisches Engagement des Bundes. Dieses muss finanzielle und zeitliche Entlastungsmassnahmen sowie eine erhöhte Vereinbarkeit von Familie und Beruf enthalten. 19.12.2011, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik

„Die vergessenen Milliarden – Die Gewinne der Lebensversicherungen in der 2. Säule“

Die Analyse der Gewinne der Lebensversicherungsgesellschaften in der beruflichen Vorsorge zeigt: Jährlich schöpfen die gewinnorientierten Lebensversicherer rund 600 Mio. CHF aus dieser Sozialversicherung ab. Selbst wenn man eine Gewinnorientierung in einer Sozialversicherung akzeptiert, sind diese garantierten Gewinne viel zu hoch. Sie widersprechen der Absicht des Parlaments, welches die Gewinne mit der Mindestquoten-Regelung („Legal quote“) klar begrenzen wollte. Die Gewinne werden hauptsächlich durch stark überhöhte Prämien für Invalidität und Todesfall genährt. 21.11.2011, Matthias Kuert Killer

Warum sich mehr Ferien lohnen

Ein viel gehörtes Argument gegen mehr Ferien ist dasjenige, dass sich die Arbeit während den Ferien aufstaut und der Stress nach der Rückkehr um so grösser ist. Was heute im Einzelfall vielleicht tatsächlich so ist, stimmt nicht mehr, wenn alle Arbeitnehmenden mehr Ferien haben. Denn wenn alle mehr Ferien haben, dreht das Hamsterrad für alle weniger schnell. 07.11.2011, Matthias Kuert Killer

Bundesrat untergräbt das Vertrauen in die berufliche Vorsorge

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, nimmt den heute vom Bundesrat gefällten Entscheid, den Mindestzins in der 2. Säule auf 1,5 Prozent zu senken, enttäuscht zur Kenntnis. Er hat sich damit einmal mehr über die Interessen der versicherten Arbeitnehmenden hinweggesetzt. 02.11.2011, Matthias Kuert Killer

Eine Kind, eine Zulage - dank Travail.Suisse

Heute hat der Bundesrat die Verordnung zum geänderten Familienzulagengesetz vorgestellt. Ab 2013 erhalten neu auch Kinder von Selbständigerwerbenden in der ganzen Schweiz Kinderzulagen. Dank dem hartnäckigen Einsatz von Travail.Suisse – dem unabhängigen Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden – gilt nun endlich der Grundsatz „Ein Kind, eine Zulage“. Das zeigt: Sozialer Fortschritt ist machbar. Gleichzeitig ist klar, dass die Höhe der Kinderzulagen die durch Kinder verursachten Kosten nach wie vor nicht deckt. Der Kongress von Travail.Suisse fordert deshalb eine Erhöhung der Familienzulagen auf 350 Franken (Kinderzulagen) und 500 Franken (Ausbildungszulagen). 26.10.2011, Matthias Kuert Killer

Erhöhung des Frauenrentenalters: Realitätsfremder Angriff auf die AHV

Die beiden Sozialkommissionen des Parlaments wollen das Frauenrentenalter erhöhen, bevor überhaupt die Vorschläge des Bundesrates zur 12. AHV-Revision auf dem Tisch liegen. Damit liegt ein weiterer unreflektierter Schnellschuss vor, der an der Realität des Arbeitsmarktes vorbei zielt. Heute sind bereits vor der Pensionierung nur noch 40 Prozent der Frauen erwerbstätig. Mit der Erhöhung des Rentenalters wird am falschen Ort angesetzt. Travail.Suisse fordert Massnahmen, die es den Arbeitnehmenden erlauben, überhaupt bis zum ordentlichen Rentenalter zu arbeiten. 24.10.2011, Matthias Kuert Killer

2. Säule: Es braucht vertrauensfördernde Massnahmen

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation von 170‘000 Arbeitnehmenden, fordert von der Politik, dass sie im Bereich der 2. Säule die nötigen Massnahmen ergreift, um ungerechtfertigte Geldflüsse in Richtung der Lebensversicherer und Vermögensverwalter zu stoppen und die Renten zu sichern. Die Delegierten von Travail.Suisse haben heute an ihrem Kongress in Bern eine entsprechende Resolution verabschiedet. Sie sind überzeugt, dass die Politik nur so aus der Vertrauenskrise in der zweiten Säule finden kann. 10.09.2011, Matthias Kuert Killer