Die ersten bezahlten Ferientage gehen auf die 1930er-Jahre zurück, die geltenden 4 Wochen Ferien wurden 1984 im Obligationenrecht verankert. Auf 5 Wochen Ferien haben nur unter 20-Jährige und Lehrlinge einen gesetzlichen Anspruch. Die Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ verlangt 6 Wochen Ferien für alle, unabhängig von Alter, Branche und Ausbildung.
07.02.2012, Josiane Aubert, Vizepräsidentin Travail.Suisse
Die Ferienstatistik 2010 zeigt Unterschiede beim Ferienanspruch zwischen Branchen, Altersgruppen und Einkommen auf. Folgende Ungerechtigkeiten fallen ins Auge: Vor allem Kader und Personen mit höherem Einkommen profitieren von überdurchschnittlich viel Ferien. Klarer Handlungsbedarf in Sachen Ferientagen besteht bei der mittleren Altersgruppe. Diese braucht eine Erhöhung ihres Ferienanspruches, wenn die Wirtschaft auch noch in den kommenden zwanzig Jahren auf ihre Leistungsfähigkeit und Motivation zählen will. Die Travail.Suisse-Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ schafft klare Verbesserungen.
07.02.2012, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik
Der Nein-Anteil von 55 Prozent zeigt, dass die mit viel Geld betriebene, rein destruktive Angstmacherei der Gegner angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung offenbar gewirkt hat. Die Umfrage bestätigt aber auch, dass die Stimmberechtigten den Stress am Arbeitsplatz als zu hoch empfinden und damit das Hauptargument von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden unterstützen. Die Kampagne von Travail.Suisse und allen angeschlossenen Verbänden und unterstützenden Organisationen steht erst am Anfang. Wir sind überzeugt, dass wir mit grosser Präsenz auf der Strasse und direkt bei den Leuten das Ruder herumreissen werden. 03.02.2012, Martin Flügel
Ganz nach dem Motto „Wer hat, dem wird gegeben“ profitieren vor allem Kader und Personen mit höherem Einkommen von überdurchschnittlich viel Ferien. Klarer Handlungsbedarf in Sachen Ferientagen besteht bei der mittleren Altersgruppe. Diese brauchen eine Erhöhung ihres Ferienanspruches, wenn die Wirtschaft auch noch in den kommenden zwanzig Jahren auf ihre Leistungsfähigkeit und Motivation zählen will. Die Travail.Suisse-Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ schafft klare Verbesserungen. 27.01.2012, Martin Flügel
Hektik und Stress in der Arbeitswelt haben in den letzten 20 Jahren massiv zugenommen. Die Grenzen der Belastung sind erreicht oder überschritten. Viele Arbeitnehmende macht die Arbeit krank. Zudem belastet die Arbeit auch das Familienleben immer stärker. Damit sind angesichts der demografischen Entwicklung zentrale Faktoren einer zukunftsfähigen Schweiz betroffen. Mehr Ferien ermöglichen eine vollständige Erholung. So bleiben wir eher gesund. Mehr Ferien verbessern die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie und entsprechen einem starken Bedürfnis der Bevölkerung. Die Initiative ist heute der einzige Weg zu einer gesünderen Arbeitswelt.
23.01.2012, Martin Flügel, Präsident Travail.Suisse
Bundesrätin Sommaruga anerkennt die Wichtigkeit von Erholung und Wohlbefinden auf die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmenden. Das hat sie an ihrer heutigen Medienkonferenz zur Abstimmung vom 11. März 2012 unterstrichen. Leider hat es der Bundesrat aber versäumt, Alternativen zur Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ auszuarbeiten. Die Initiative von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, bleibt der einzige Weg zu einer gesünderen Arbeitswelt mit effizienten und motivierten Arbeitnehmenden. 17.01.2012, Susanne Blank
Drei Viertel der Bevölkerung und fast 90 Prozent der Erwerbstätigen wünschen sich mehr Ferien als die heute gesetzlichen vier Wochen. Besonders stark ist der Wunsch nach mehr Ferien bei den Familien mit Kindern (83%), bei Personen mit mittleren Einkommen (88%) und bei den Jungen (89%). Die Zustimmung zur Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ liegt trotz Krisenstimmung stabil bei ungefähr 60 Prozent.
08.01.2012, Martin Flügel, Susanne Blank
Die Schweizer Hoteliers erklären den Kampf gegen mehr Ferien zu einem politischen Schwerpunkt. Da kann Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden und Träger der Volksinitiative „6 Wochen Ferien für alle“, nur den Kopf schütteln. Denn damit sägen die Hoteliers am Ast, auf dem sie sitzen. Ob das die Branche weiter bringt, ist mehr als fraglich. Schliesslich gilt im Tourismus mehr als sonst überall: Ferien schaffen Arbeit. 20.12.2011, Martin Flügel
In der neuesten Ausgabe von Avenirsuisse Aktuell argumentiert Gerhard Schwarz gegen die „Dreiteilung“ des Lebens (Ausbildung, Erwerbsarbeit, Pension) und plädiert folgerichtig für mehr Freizeit und Ausbildung in den mittleren Lebensjahren. Werden seine Schlussfolgerungen konkretisiert, ergibt sich eine hohe Übereinstimmung mit den Forderungen von Travail.Suisse für „Mehr gute Arbeit“ (Kongress 2011).
21.11.2011, Martin Flügel