Mehr Familienzeit für Väter

Die Arbeitgeber messen der Vaterschaft so gut wie keinen Stellenwert bei und nur wenige gewähren einen Vaterschaftsurlaub. Deshalb sind Väter in einer entscheidenden und in vielfacher Hinsicht intensiven Phase der Familienbildung grösstenteils abwesend. Travail.Suisse fordert eine echte Wahlfreiheit der Eltern bei der Aufgabenteilung in der Familie, die eine gleichberechtigte Verteilung der Berufs- und Familienarbeit ermöglicht. Hierzu sind heute insbesondere auch Massnahmen für die Väter notwendig, wie zum Beispiel die Einführung eines bezahlten Vaterschaftsurlaubs von mindestens 20 Tagen oder die Verbreitung von Teilzeitstellen für erwerbstätige Väter auf allen Hierarchiestufen und in allen Berufsfeldern.

Gleiche Rechte für Eltern, die ein Kind adoptieren

Heute werden Familien, die ein Kind adoptieren, doppelt bestraft: Es ist nicht nur schwierig, ein Kind zu adoptieren, sondern die betroffenen Eltern können auch nicht dieselben Rechte beanspruchen wie Familien, die das Glück haben, eigene Kinder zu bekommen. Mit einer Motion will Nationalrat Marco Romano (CVP/TI) dieser Ungleichbehandlung ein Ende setzen. Travail.Suisse, die unabhängige Organisation von 170'000 Arbeitnehmenden, unterstützt den Vorschlag vorbehaltlos. 19.03.2012, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik

Es braucht eine Familienpolitik, die ihren Namen verdient

Das neue Parlament steht in der Familienpolitik vor zentralen Herausforderungen. Sollen Geburtenrate und Erwerbsbeteiligung als Antwort auf die demographische Entwicklung gesteigert werden, braucht es ein verstärktes und durchdachtes familienpolitisches Engagement des Bundes. Dieses muss finanzielle und zeitliche Entlastungsmassnahmen sowie eine erhöhte Vereinbarkeit von Familie und Beruf enthalten. 19.12.2011, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik

Bereits über 500 Personen nutzen die «mamagenda»

Die digitale Agenda «mamagenda» ist seit Juni im Internet aufgeschaltet. Die Besucherstatistik zeigt, dass dieses neuartige Tool von über 500 Personen konkret genutzt wird, wobei die Zahl der registrierten Mitarbeiterinnen doppelt so hoch ist wie jene ihrer Vorgesetzten. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation von 170'000 Arbeitnehmenden, stellt befriedigt fest, dass die «mamagenda» beim Zielpublikum ankommt und dass die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer Monat für Monat steigt. Dank der offiziellen Unterstützung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) dürften noch mehr von Mutterschaft am Arbeitsplatz betroffene Unternehmen und Personen erreicht werden. 05.12.2011, Valérie Borioli Sandoz

Mehr gute Arbeit als zentrales Thema für das Parlament

In den nächsten vier Jahren werden sich die Auswirkungen der Demografie auf dem Arbeitsmarkt akzentuieren. Der Arbeitskräftenotstand ist für Travail.Suisse die grösste Herausforderung der demografischen Entwicklung. Nur mit einer Stärkung der Arbeitnehmenden – mit mehr guter Arbeit also – wird die Schweiz Wohlstand und Lebensqualität erhalten können. Travail.Suisse erwartet von der BDP und der glp, dass sie ihre neue Verantwortung wahrnehmen und mithelfen, konstruktiven und mehrheitsfähigen Lösungen zum Durchbruch zu verhelfen. 07.11.2011, Martin Flügel

Bezahlter Vaterschaftsurlaub – eine überholte Forderung?

Seit mehreren Jahren fordert Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation von 170'000 Arbeitnehmenden, die Einführung eines bezahlten Vaterschaftsurlaubs von 20 Tagen. Anfang Mai rief Travail.Suisse an einer Medienkonferenz zusammen mit der Nationalrätin Marianne Streiff-Feller und den Nationalräten Roger Nordmann und Luc Barthassat die Gründe für dieses Engagement in Erinnerung. Die Forderung nach einem Vaterschaftsurlaub ist nicht nur nicht überholt, sondern ein unerlässlicher Schritt auf dem Weg zu einem Elternurlaub. 16.05.2011, Valérie Borioli Sandoz

Vaterschaftsurlaub: eine wichtige Etappe auf dem Weg zum Elternurlaub

Die Ergebnisse der jährlichen Befragung von Travail.Suisse bei den Arbeitgebern der öffentlichen Hand (Kantone und grosse Städte) zu Elternurlauben und Familienzulagen wurden heute an einer Medienkonferenz in Bern vorgestellt. Die Nationalräte Luc Barthassat (CVP) und Roger Nordmann (SP) und Nationalrätin Marianne Streiff-Feller (EVP) riefen bei dieser Gelegenheit die Gründe in Erinnerung, die sie veranlassen, sich weiterhin für einen einheitlichen bezahlten Vaterschaftsurlaub einzusetzen. Gemeinsam mit Travail.Suisse, der unabhängigen Dachorganisation von 170‘000 Arbeitnehmenden, fordern sie einen bezahlten, durch die Erwerbsersatzordnung finanzierten Vaterschaftsurlaub. 05.05.2011, Valérie Borioli Sandoz

Rolle des Vaters anerkennen, Vaterschaftsurlaub einführen

Am kommenden Sonntag ist Vatertag. Wir sollten aber nicht nur an einem einzigen Tag pro Jahr an die Rechte und die Bedürfnisse der Väter denken. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation von 170‘000 Arbeitnehmenden, ruft das Parlament auf, am 14. Juni einem Vorstoss zuzustimmen, um mehr über die günstigen Auswirkungen eines Vaterschaftsurlaubs zu erfahren. 03.06.2010, Valérie Borioli Sandoz

Vaterschaftsurlaub: Europa weist den Weg

Travail.Suisse, die unabhängige Organisation der Arbeitnehmenden, ist überzeugt, dass ein Vaterschaftsurlaub eine sinnvolle Investition für die Schweizer Gesellschaft ist. Diese Überzeugung wird durch die auf europäischer Ebene laufenden Debatten noch bestärkt. In Europa wollen Rat und Parlament die erforderlichen Massnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie treffen. Dieser Wille entspricht auch den demografischen Erfordernissen. 22.02.2010, Valérie Borioli Sandoz

Der Vaterschaftsurlaub ist in den Kantonsverwaltungen auf dem Vormarsch

Der Vaterschafts- und der Adoptionsurlaub sind in den Kantonsverwaltungen auf dem Vormarsch. Das ergibt die dritte Erhebung von Travail.Suisse, der unabhängigen Organisation der Arbeitnehmenden, die für einen bezahlten Vaterschaftsurlaub von 20 Tagen eintritt. Die kantonalen öffentlichen Arbeitgeber gewähren zwar nicht soviel, stehen aber an der Spitze der Entwicklung im Bereich des Mutterschaftsurlaubs. 08.02.2010, Valérie Borioli Sandoz

Vaterschaftsurlaub: Wenn sich die politische Rechte vor dem Föderalismus fürchtet

Die Kantone sollen nicht die Möglichkeit haben, einen Vaterschaftsurlaub für ihre Bevölkerung einzuführen: So entschied der Nationalrat am 21. September mit der Ablehnung der parlamentarischen Initiative Hodgers. Die vorgebrachten Argumente wirken dogmatisch und missachten die Behandlungsgleichheit, die Realität und den gesunden Menschenverstand. Der Vaterschaftsurlaub gehört zu einer effizienten Familienpolitik, aber die Parlamentarier ignorieren dies und stempeln die Massnahme als Modeerscheinung ab. Die Befürchtung, einen Präzedenzfall zu schaffen, war Grund für die Ablehnung. Einige Nationalräte geben nicht auf und schlagen eine neue Stossrichtung vor: Militärische Wiederholungskurse (WK) sollen durch einen Vaterschaftsurlaub ersetzt werden. 05.10.2009, Valérie Borioli Sandoz