Enttäuscht, aber keineswegs entmutigt

Die Stimmbevölkerung hat am 11. März die Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ abgelehnt. Travail.Suisse ist von diesem Ergebnis zwar enttäuscht, aber keineswegs entmutigt. Die kostspielige Angstmacherkampagne der Gegner hat in der unsicheren wirtschaftlichen Situation offenbar gewirkt. Dank der Initiative wurden aber erstmals die Arbeitsbelastung und deren negative gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen breit diskutiert und anerkannt. Mit dem Nein sind diese Probleme nicht vom Tisch. Bundesrat und Arbeitgeber bleiben gefordert. 19.03.2012, Martin Flügel, Präsident

Überbelastung am Arbeitsplatz nicht vom Tisch

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden, bedauert das Nein der Stimmbevölkerung zur Initiative „6 Wochen Ferien für alle“. Das Problem der zu hohen Ar-beitsbelastung und der negativen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen ist damit aber nicht vom Tisch. Der ungünstige Zeitpunkt der Abstimmung und die Angstmacherkampagne der Gegner haben heute einen ersten Schritt zur Lösung verhindert. Somit bleiben Bundesrat und Arbeitgeber gefordert. 11.03.2012, Martin Flügel, Susanne Blank

Ungesunde Belastung ist Realität – Angstmacherei ist irreführend

Die Kampagne für die „6 Wochen Ferien für alle“ läuft auf Hochtouren. In vielen persönlichen Gesprächen während Aktionen auf der Strasse bestätigt sich der ungesunde Druck am Arbeitsplatz. Die Leute wissen genau, wovon wir reden und warum mehr Ausgleich eine absolute Notwendigkeit ist. Das gilt auch wirtschaftlich, denn gute, gesunde und motivierte Arbeitnehmende sind die wichtigste Stärke der Schweizer Wirtschaft im internationalen Konkurrenzkampf. 05.03.2012, Martin Flügel, Präsident

Angstmacherei wirkt

Der Nein-Anteil von 63 Prozent zeigt, dass die Angstmacherei der Gegner wirkt. Dabei ist die in einer Flut von Plakaten und Inseraten verbreitete Drohung mit Arbeitsplatzabbau schlicht falsch. Gesunde und motivierte Menschen sind der zentrale Erfolgsfaktor der Schweizer Wirtschaft, mehr Erholung als Ausgleich zum Druck am Arbeitsplatz sind eine ökonomische Notwendigkeit. Das Anliegen der Initiative ist richtig und wichtig und die Kampagne von Travail.Suisse und der angeschlossenen Verbänden läuft auf Hochtouren. 29.02.2012, Martin Flügel, Susanne Blank

Mehr Ferien für mehr Arbeitsplätze

Der wichtigste Standortvorteil der Schweizer Wirtschaft sind gesunde und motivierte Arbeitnehmende. Nur dank motivierten Arbeitnehmenden sind Schweizer Firmen erfolgreich, nur dank leistungsfähigen Arbeitnehmenden kann die Wirtschaft in der Schweiz Arbeitsplätze schaffen. Die Frage der Arbeitsplätze in der Schweiz ist nicht eine Frage der Löhne und Ferien, sondern eine Frage von Einstellung und Qualität. Damit die Schweizer Wirtschaft floriert, müssen die Menschen gepflegt und gefördert werden, die den Wohlstand erarbeiten. 20.02.2012, Martin Flügel, Präsident

Initiative «6 Wochen Ferien» für alle: nötiger denn je

Die ersten bezahlten Ferientage gehen auf die 1930er-Jahre zurück, die geltenden 4 Wochen Ferien wurden 1984 im Obligationenrecht verankert. Auf 5 Wochen Ferien haben nur unter 20-Jährige und Lehrlinge einen gesetzlichen Anspruch. Die Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ verlangt 6 Wochen Ferien für alle, unabhängig von Alter, Branche und Ausbildung. 07.02.2012, Josiane Aubert, Vizepräsidentin Travail.Suisse

Ferientage in der Schweiz: Ungerecht und ungenügend

Die Ferienstatistik 2010 zeigt Unterschiede beim Ferienanspruch zwischen Branchen, Altersgruppen und Einkommen auf. Folgende Ungerechtigkeiten fallen ins Auge: Vor allem Kader und Personen mit höherem Einkommen profitieren von überdurchschnittlich viel Ferien. Klarer Handlungsbedarf in Sachen Ferientagen besteht bei der mittleren Altersgruppe. Diese braucht eine Erhöhung ihres Ferienanspruches, wenn die Wirtschaft auch noch in den kommenden zwanzig Jahren auf ihre Leistungsfähigkeit und Motivation zählen will. Die Travail.Suisse-Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ schafft klare Verbesserungen. 07.02.2012, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik

Druck am Arbeitsplatz bestätigt – Kampagne läuft erst an

Der Nein-Anteil von 55 Prozent zeigt, dass die mit viel Geld betriebene, rein destruktive Angstmacherei der Gegner angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung offenbar gewirkt hat. Die Umfrage bestätigt aber auch, dass die Stimmberechtigten den Stress am Arbeitsplatz als zu hoch empfinden und damit das Hauptargument von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden unterstützen. Die Kampagne von Travail.Suisse und allen angeschlossenen Verbänden und unterstützenden Organisationen steht erst am Anfang. Wir sind überzeugt, dass wir mit grosser Präsenz auf der Strasse und direkt bei den Leuten das Ruder herumreissen werden. 03.02.2012, Martin Flügel

Ferientage in der Schweiz: Ungerecht und ungenügend

Ganz nach dem Motto „Wer hat, dem wird gegeben“ profitieren vor allem Kader und Personen mit höherem Einkommen von überdurchschnittlich viel Ferien. Klarer Handlungsbedarf in Sachen Ferientagen besteht bei der mittleren Altersgruppe. Diese brauchen eine Erhöhung ihres Ferienanspruches, wenn die Wirtschaft auch noch in den kommenden zwanzig Jahren auf ihre Leistungsfähigkeit und Motivation zählen will. Die Travail.Suisse-Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ schafft klare Verbesserungen. 27.01.2012, Martin Flügel