Travail.Suisse nimmt regelmässig an Kampagnen im Vorfeld von eidgenössischen Volksabstimmungen teil, informiert die Arbeitnehmenden über die Vor- und Nachteile von entsprechenden Vorlagen und beschliesst eine Abstimmungsempfehlung.
Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, lehnt alle drei Vorlagen, die am 17. Juni 2012 zur Abstimmung kommen, ab. Das hat der Vorstand an seiner Sitzung vom 18. April 2012 in Bern beschlossen.
19.04.2012, Martin Flügel
Die Stimmbevölkerung hat am 11. März die Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ abgelehnt. Travail.Suisse ist von diesem Ergebnis zwar enttäuscht, aber keineswegs entmutigt. Die kostspielige Angstmacherkampagne der Gegner hat in der unsicheren wirtschaftlichen Situation offenbar gewirkt. Dank der Initiative wurden aber erstmals die Arbeitsbelastung und deren negative gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen breit diskutiert und anerkannt. Mit dem Nein sind diese Probleme nicht vom Tisch. Bundesrat und Arbeitgeber bleiben gefordert.
19.03.2012, Martin Flügel, Präsident
Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden, bedauert das Nein der Stimmbevölkerung zur Initiative „6 Wochen Ferien für alle“. Das Problem der zu hohen Ar-beitsbelastung und der negativen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen ist damit aber nicht vom Tisch. Der ungünstige Zeitpunkt der Abstimmung und die Angstmacherkampagne der Gegner haben heute einen ersten Schritt zur Lösung verhindert. Somit bleiben Bundesrat und Arbeitgeber gefordert.
11.03.2012, Martin Flügel, Susanne Blank
Der Nein-Anteil von 55 Prozent zeigt, dass die mit viel Geld betriebene, rein destruktive Angstmacherei der Gegner angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung offenbar gewirkt hat. Die Umfrage bestätigt aber auch, dass die Stimmberechtigten den Stress am Arbeitsplatz als zu hoch empfinden und damit das Hauptargument von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden unterstützen. Die Kampagne von Travail.Suisse und allen angeschlossenen Verbänden und unterstützenden Organisationen steht erst am Anfang. Wir sind überzeugt, dass wir mit grosser Präsenz auf der Strasse und direkt bei den Leuten das Ruder herumreissen werden. 03.02.2012, Martin Flügel
Ganz nach dem Motto „Wer hat, dem wird gegeben“ profitieren vor allem Kader und Personen mit höherem Einkommen von überdurchschnittlich viel Ferien. Klarer Handlungsbedarf in Sachen Ferientagen besteht bei der mittleren Altersgruppe. Diese brauchen eine Erhöhung ihres Ferienanspruches, wenn die Wirtschaft auch noch in den kommenden zwanzig Jahren auf ihre Leistungsfähigkeit und Motivation zählen will. Die Travail.Suisse-Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ schafft klare Verbesserungen. 27.01.2012, Martin Flügel
Hektik und Stress in der Arbeitswelt haben in den letzten 20 Jahren massiv zugenommen. Die Grenzen der Belastung sind erreicht oder überschritten. Viele Arbeitnehmende macht die Arbeit krank. Zudem belastet die Arbeit auch das Familienleben immer stärker. Damit sind angesichts der demografischen Entwicklung zentrale Faktoren einer zukunftsfähigen Schweiz betroffen. Mehr Ferien ermöglichen eine vollständige Erholung. So bleiben wir eher gesund. Mehr Ferien verbessern die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie und entsprechen einem starken Bedürfnis der Bevölkerung. Die Initiative ist heute der einzige Weg zu einer gesünderen Arbeitswelt.
23.01.2012, Martin Flügel, Präsident Travail.Suisse
Bundesrätin Sommaruga anerkennt die Wichtigkeit von Erholung und Wohlbefinden auf die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmenden. Das hat sie an ihrer heutigen Medienkonferenz zur Abstimmung vom 11. März 2012 unterstrichen. Leider hat es der Bundesrat aber versäumt, Alternativen zur Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ auszuarbeiten. Die Initiative von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, bleibt der einzige Weg zu einer gesünderen Arbeitswelt mit effizienten und motivierten Arbeitnehmenden. 17.01.2012, Susanne Blank
Drei Viertel der Bevölkerung und fast 90 Prozent der Erwerbstätigen wünschen sich mehr Ferien als die heute gesetzlichen vier Wochen. Besonders stark ist der Wunsch nach mehr Ferien bei den Familien mit Kindern (83%), bei Personen mit mittleren Einkommen (88%) und bei den Jungen (89%). Die Zustimmung zur Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ liegt trotz Krisenstimmung stabil bei ungefähr 60 Prozent.
08.01.2012, Martin Flügel, Susanne Blank
Travail.Suisse hat die Veränderungen der Ferienansprüche in Gesamtarbeitsverträgen und bei der öffentlichen Hand analysiert. Das Ergebnis ist ernüchternd. Viel Stillstand, ein paar Verschlechterungen für Arbeitnehmende unter 40 Jahre und nur wenige Verbesserungen für ältere Arbeitnehmende ab 60 Jahren.
28.12.2011, Martin Flügel, Susanne Blank