Mehr gute Arbeit ist die richtige Antwort auf die Krise

Mehr Schutz, mehr Lohn und mehr Rente – oder anders gesagt – mehr gute Arbeit: Das ist es, wofür wir dieses Jahr am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, auf die Strasse gegangen sind. Und das, unser Einsatz für mehr gute Arbeit, ist dringend notwendig. 07.05.2012, Martin Flügel, Präsident

Widersprüche beseitigen, Renten sichern

In der 2. Säule ist die Frage des Mindestumwandlungssatzes wieder auf dem Tisch. Soll in der beruflichen Vorsorge eine politische Blockade verhindert werden, muss das künftige Rentenniveau der Arbeitnehmenden auch bei einer Senkung des Mindestumwandlungssatzes gesichert werden. Dafür notwendige Beitragserhöhungen sind aber nur akzeptabel und durchsetzbar, wenn die grossen Abflüsse zugunsten der Versicherungsindustrie massiv reduziert werden. Travail.Suisse verlangt vom Arbeitgeberverband, dass auch er sich diesen Diskussionen stellt, statt mit der Rentenaltersdiskussion ein politisches Ausweichmanöver zu starten, welches die Lösungssuche nur verzögert. 07.05.2012, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik

Finanzierung der Weiterbildung als Knackpunkt

Familienfrauen, die nach einem langjährigen Erwerbsunterbruch wieder ins Berufsleben zurückkehren wollen, haben oft einen Bedarf an beruflich-fachlicher Weiterbildung. Oft verfügen sie nicht über die finanziellen Ressourcen, um eine Weiterbildung selbst zu finanzieren. Nur eine Minderheit kann für eine beschränkte Dauer Leistungen der Arbeitslosenversicherung beziehen. Bei der Mehrheit der Kantone ist diese Gruppe nicht stipendienberechtigt und die Finanzierung über Stiftungsgelder ist aufwändig. Viele Frauen verzichten deshalb auf eine Weiterbildung und nehmen letztlich eine Stelle unter ihren erworbenen Qualifikationen an. 07.05.2012, Angela Zihler, Co-Leiterin Projekt Expérience ReProf

Flankierende Massnahmen: Wirksame Verbesserungen beschliessen!

In der Bevölkerung nimmt das Unbehagen gegenüber der Personenfreizügigkeit zu. Travail.Suisse begrüsst die Beschlüsse der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates (WAK-NR), die flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit zu verschärfen. Besonders wichtig ist die Einführung der Solidarhaftung von General- gegenüber ihren Subunternehmen. Zusätzlich fordert Travail.Suisse eine markante Erhöhung der Bussen und mehr verbindliche Mindestlöhne in Tieflohnbranchen. 23.04.2012, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik

Veradministrierung der Fachhochschulen: Die Politik muss endlich tätig werden

Schon vor vier Jahren hat Travail.Suisse mit dem Fachhochschuldozierendenverband FH-CH auf das Problem der Veradministrierung der Fachhochschulen hingewiesen. Leider ist seither von der Politik nichts unternommen worden, um dieses Problem zu entschärfen. Im Gegenteil: Travail.Suisse muss leider feststellen, dass die Veradministrierung bei den Fachhochschulen weiter fortgeschritten ist. 23.04.2012, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik

Langsam, aber stetig mehr für die Chefs von Post, Swisscom und Ruag

Die Lohnscheren bei Post, Swisscom und Ruag sind in diesem Jahr nicht oder nur sehr wenig aufgegangen. Überblickt man aber eine etwas längere Zeitspanne, zeigt sich folgendes Bild: Während der Tiefstlohn in der untersuchten Periode durchschnittlich um 10 Prozent gestiegen ist, ist die durchschnittliche Vergütung der Konzernleitungsmitglieder um 39 Prozent und die der Verwaltungsratsmitglieder um 34 Prozent angestiegen. 23.04.2012, Stéphanie Bäumler, Projektmitarbeiterin Managerlöhne

Nachdiplomstudien: Bitte den ganzen Tertiärbereich beachten!

Der Ständerat möchte die Anerkennung und den Titelschutz für Weiterbildungsmaster an Fachhochschulen beibehalten. Und der Nationalrat möchte einen Bericht darüber haben. Gleichzeitig versucht aber der Bundesrat über das Weiterbildungsgesetz die Anerkennung und den Titelschutz der Nachdiplomstudien der Höheren Fachschulen abzuschaffen. Viel Verwirrung! Und die Verliererin ist wieder einmal die höhere Berufsbildung. Travail.Suisse fordert daher, dass der ganze Tertiärbereich in die Überlegungen zu den Nachdiplomstudien einbezogen wird und für alle Anbieter im Tertiärbereich gleichwertige Regeln gelten sollen. 02.04.2012, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik

Managerlöhne in der Chemie- und Pharmabranche: Es geht auf hohem Niveau weiter

Die Löhne in der Pharmabranche sind viel zu hoch oder steigen gar weiter an. Bei Novartis werden Stellen abgebaut, während die oberste Etage mehr verdient. In der Lonza werden die Konzernleitungslöhne erhöht und gleichzeitig müssen die Mitarbeitenden für den gleichen Lohn mehr Stunden leisten. 02.04.2012, Stéphanie Bäumler, Projektmitarbeiterin Managerlöhne

Berufsbildung macht handlungsfähig

Mit Berufsbildungsprojekten ermöglicht das Hilfswerk Brücke • Le pont Jugendlichen in Lateinamerika den Start ins Berufs- und Erwerbsleben. In seiner Mai-Aktion 2012 unterstreicht es die Bedeutung der Berufsbildung und bittet um Unterstützung dafür. 02.04.2012, Brücke • Le pont