Die Schwerpunkte von Travail.Suisse

Die Schwerpunkte der Arbeit von Travail.Suisse liegen vor allem in jenen Themenbereichen, welche für die Arbeitnehmenden von besonderer Wichtigkeit sind. Unter jedem der hier aufgeführten Themen finden Sie Stellungnahmen, fundierte Hintergrundpapiere, Argumentarien usw. dazu.

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege: Zeit, Geld und Infrastruktur als Voraussetzung

Die Delegierten von Travail.Suisse, der unabhängigen Dachorganisation von 170‘000 Arbeitnehmenden, fordern eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenbetreuung. Das haben sie heute an ihrer Versammlung in Bern mit einer Resolution unterstrichen. Mit einer zweiten Resolution fordern sie das Parlament auf, die flankierenden Massnahmen zum freien Personenverkehr zu verschärfen und damit dem steigenden Druck auf die Löhne und Arbeitsbedingungen einen Riegel zu schieben. 11.05.2012, Therese Schmid

Finanzierung der Weiterbildung als Knackpunkt

Familienfrauen, die nach einem langjährigen Erwerbsunterbruch wieder ins Berufsleben zurückkehren wollen, haben oft einen Bedarf an beruflich-fachlicher Weiterbildung. Oft verfügen sie nicht über die finanziellen Ressourcen, um eine Weiterbildung selbst zu finanzieren. Nur eine Minderheit kann für eine beschränkte Dauer Leistungen der Arbeitslosenversicherung beziehen. Bei der Mehrheit der Kantone ist diese Gruppe nicht stipendienberechtigt und die Finanzierung über Stiftungsgelder ist aufwändig. Viele Frauen verzichten deshalb auf eine Weiterbildung und nehmen letztlich eine Stelle unter ihren erworbenen Qualifikationen an. 07.05.2012, Angela Zihler, Co-Leiterin Projekt Expérience ReProf

Widersprüche beseitigen, Renten sichern

In der 2. Säule ist die Frage des Mindestumwandlungssatzes wieder auf dem Tisch. Soll in der beruflichen Vorsorge eine politische Blockade verhindert werden, muss das künftige Rentenniveau der Arbeitnehmenden auch bei einer Senkung des Mindestumwandlungssatzes gesichert werden. Dafür notwendige Beitragserhöhungen sind aber nur akzeptabel und durchsetzbar, wenn die grossen Abflüsse zugunsten der Versicherungsindustrie massiv reduziert werden. Travail.Suisse verlangt vom Arbeitgeberverband, dass auch er sich diesen Diskussionen stellt, statt mit der Rentenaltersdiskussion ein politisches Ausweichmanöver zu starten, welches die Lösungssuche nur verzögert. 07.05.2012, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik

Mehr gute Arbeit als zentrales Thema für das Parlament

In den nächsten vier Jahren werden sich die Auswirkungen der Demografie auf dem Arbeitsmarkt akzentuieren. Der Arbeitskräftenotstand ist für Travail.Suisse die grösste Herausforderung der demografischen Entwicklung. Nur mit einer Stärkung der Arbeitnehmenden – mit mehr guter Arbeit also – wird die Schweiz Wohlstand und Lebensqualität erhalten können. Travail.Suisse erwartet von der BDP und der glp, dass sie ihre neue Verantwortung wahrnehmen und mithelfen, konstruktiven und mehrheitsfähigen Lösungen zum Durchbruch zu verhelfen. 07.11.2011, Martin Flügel

Flankierende Massnahmen: Wirksame Verbesserungen beschliessen!

In der Bevölkerung nimmt das Unbehagen gegenüber der Personenfreizügigkeit zu. Travail.Suisse begrüsst die Beschlüsse der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates (WAK-NR), die flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit zu verschärfen. Besonders wichtig ist die Einführung der Solidarhaftung von General- gegenüber ihren Subunternehmen. Zusätzlich fordert Travail.Suisse eine markante Erhöhung der Bussen und mehr verbindliche Mindestlöhne in Tieflohnbranchen. 23.04.2012, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik

Mangelnde Anerkennung der Rolle der Arbeitnehmenden

Der neuen Strategie Nachhaltige Entwicklung 2012-2015 kommt besondere Bedeutung zu, denn sie ist ein wichtiger Beitrag der Schweiz zur UNO-Konferenz für nachhaltige Entwicklung, die im Juni 2012 in Rio de Janeiro stattfindet (Rio+20). In der Strategie werden der Wert der Arbeit und die Rolle der Sozialpartner für die Herbeiführung von nachhaltigeren Produktionsmethoden zu wenig berücksichtigt. 07.02.2012, Denis Torche, Leiter Umweltpolitik

Ein neuer EWR ist der beste Weg für die Arbeitnehmenden

Immer deutlicher zeigt sich, dass der bilaterale Weg als Ansatz für unsere Beziehungen zur EU nicht mehr weiter führt. Travail.Suisse befürwortet eine Lösung in der Art des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR). Die Arbeitnehmenden würden von den sozial- und arbeitsrechtlichen Errungenschaften in der EU profitieren, die Schweizer Unternehmen von einem sicheren, umfassenderen Zugang zum EU-Markt. 02.04.2012, Denis Torche, Leiter Aussenpolitik