Médias – Communiqués de presse

Communiqués de presse récents

Axa bestätigt schlechtes Preis-Leistungsverhältnis der Vollversicherung

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, nimmt den Ausstieg der Axa aus dem Markt mit BVG-Vollversicherungen zur Kenntnis. Offenbar erhofft sich die Axa noch mehr Gewinne mit teilautonomen Lösungen. mehr

Mit dem heute angekündigten Rückzug aus dem BVG Geschäftsbereich Vollversicherungen bestätigt die Axa, dass die Vollversicherung für die versicherten Arbeitnehmenden unattraktiv ist. Das Hohelied der Versicherer auf die Verlässlichkeit der Vollversicherung als die einzige Lösung für die KMU gilt offenbar nicht mehr. Jedenfalls erhofft sich die Axa noch mehr Gewinne mit teilautonomen Lösungen. So oder so bleiben hohe Gewinne in einer Sozialversicherung problematisch. Für KMU gibt es genügend verlässliche Alternativen bei nicht gewinnorientierten, unabhängigen Sammelstiftungen.

Travail.Suisse wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass in der beruflichen Vorsorge die Gewinne von gewinnorientierten Anbietern reduziert werden. Das gilt auch für die teilautonomen Lösungen der Axa. Denn Gewinne reduzieren die Mittel, welche für Renten zur Verfügung stehen.

Für mehr Informationen:
Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik, Tel. 079 777 24 69

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2018 04 10 MM Ausstieg AXA.docx 40 KB

10 avril 2018, Matthias Kuert Killer, Responsable politique sociale Drucker-icon

Steuervorlage 17: Steuerausfälle bleiben zu hoch, die Gegenfinanzierung der Wirtschaft zu tief

Der Bundesrat präsentiert nach Ansicht von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, mit seiner Botschaft zur Steuervorlage 17 (SV 17) keine ausgewogene Steuerreform. Die SV 17 muss der klaren Ablehnung der Unternehmenssteuerreform III (USR II) im Februar 2017 besser Rechnung tragen, indem sie die Steuerausfälle deutlicher reduziert und eine stärkere Gegenfinanzierung der Wirtschaft vorsieht. Das Parlament muss die Vorlage des Bundesrates verbessern. Ansonsten droht die Steuervorlage erneut am Referendum zu scheitern. mehr

Die SV 17 muss die Steuerausfälle starker begrenzen und die Gegenfinanzierung der Wirtschaft erhöhen. Gemäss des jetzt vorliegenden Vorschlags beläuft sich der Beitrag der Wirtschaft mit der Dividendenbesteuerung und der Erhöhung der Kinderzulagen auf 700 Millionen Franken. Das genügt bei weitem nicht, da die SV 17 beim Bund Steuerausfälle von fast einer Milliarde Franken verursacht. Für die Kantone und die Gemeinden resultieren aufgrund der vorgesehenen Senkungen der Gewinnsteuersätze sogar Steuerausfälle von mindestens einer bis zwei Milliarden Franken.

Im Hinblick auf eine ausgewogene SV 17 und eine Begrenzung der Steuerausfälle auf ein für die Bevölkerung akzeptables Niveau schlägt Travail.Suisse folgende Massnahmen vor:

• Begrenzung der Steuerausfälle für den Bund auf 400 Millionen Franken, indem ein Teil der strukturellen Überschüsse des Ausgleichskontos der Schuldenbremse verwendet werden. Dies erfordert eine Revision des Gesetzes zur Schuldenbremse.
• Besteuerung der Dividenden zu 100 Prozent in den Kantonen und nicht nur zu 70 Prozent. Damit wird die in mehreren Kantonen bereits eingeführte oder geplante starke Senkung der Unternehmensgewinnsteuersätze stärker kompensiert.
• Erhöhung der Familienzulagen um 60 Franken (nicht nur 30 Franken).
• Teilfinanzierung im Umfang von 200 Millionen Franken durch die Arbeitgeber eines 20-tägigen Vaterschaftsurlaubs nach dem Vorbild der Volksinitiative von Travail.Suisse.
• Soziale Ausgleichsmassnahmen in den Kantonen, die ihre Unternehmensgewinnsteuersätze nach dem Vorbild des Kantons Waadt senken, z.B. durch zusätzliche Erhöhungen der Familienzulagen, stärkere Prämienverbilligungen und zusätzliche Mittel für die Aus- und Weiterbildung.

Abschaffung der Heiratsstrafe bei der direkten Bundessteuer: nicht zu diesem Preis!

Travail.Suisse ist mit dem Grundsatz, die Ungleichbehandlung zwischen verheirateten und unverheirateten Paaren zu beseitigen, einverstanden, allerdings nicht auf Kosten von Einnahmenausfällen von rund 1,15 Milliarden Franken. Um die Steuerausfälle zu begrenzen, müssen die Steuersätze der Direkten Bundessteuer überprüft werden. Grundsätzlich steht Travail.Suisse einer Neuausgestaltung des Steuersystems auf der Grundlage der individuellen Besteuerung positiv gegenüber, weil diese den gesellschaftlichen Veränderungen und der Gleichstellung von Mann und Frau Rechnung trägt und auch positiv für den Arbeitsmarkt ist. Eine solche Weiterentwicklung des Steuersystems ist aber nur akzeptabel, wenn sich die Steuerausfälle in Grenzen halten.

Für weitere Informationen:

Adrian Wüthrich, Präsident, Tél. 031 370 21 11, Mobile 079 287 04 93
Denis Torche, Leiter Finanz- und Steuerpolitik, Tel. 031 370 21 11, Mobile 079 846 35 19

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2018 03 22 MM Steuervorlage17docx.docx 42 KB

21 mars 2018, Adrian Wüthrich, Président et Denis Torche, Responsable politique environnementale, fiscale et extérieure Drucker-icon

Änderung der VIntA und VZAE: Alle Akteure müssen in den Integrationsprozess einbezogen werden

Die Vernehmlassung zur Verordnung über die Integration von Ausländern (VIntA) und zur Verordnung über die Zulassung, den Aufenthalt und die Erwerbstätigkeit (VZAE) läuft am 19. März aus. Mit diesen Gesetzestexten wird der im Ausländergesetz (AuG) festgeschriebene Grundsatz des „Förderns und Forderns“ umgesetzt. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, unterstreicht die Bedeutung der Sozialpartner im Integrationsprozess und die Notwendigkeit einer besseren Zusammenarbeit zwischen Behörden und zivilgesellschaftlichen Akteuren. mehr

Ende 2016 hat das Parlament das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und die Integration verabschiedet. Die Verordnungen VIntA und VZAE legen die Integrationskriterien näher fest und definieren die Rolle und die Aufgaben des Bundes im Bereich der Integration. In diesem Zusammenhang weist Travail.Suisse nochmals darauf hin, wie wichtig es ist, die Sozialpartner und anderen Akteure der Zivilgesellschaft ausdrücklich in den Informationsaustausch zwischen den Behörden und den Regelstrukturen einzubeziehen. Werden die verschiedenen Akteure, die für die Integration von Ausländerinnen und Ausländer wichtig sind, nicht adäquat berücksichtigt, könnte das die Wirksamkeit der geplanten Massnahmen negativ beeinflussen. „Die Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern hat angesichts der politischen Bestrebungen, das inländische Arbeitskräftepotenzial besser zu nutzen, eine besondere Bedeutung“, unterstreicht Hélène Agbémégnah, Leiterin Migrationspolitik bei Travail.Suisse. Mit einer engeren Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure können die Kontrolle und Transparenz der Arbeitsbedingungen verstärkt werden.

Für weitere Informationen:
Hélène Agbémégnah, Leiterin Migrationspolitik, Tel. 078 760 93 73

Die Vernehmlassung von Travail.Suisse finden Sie unter www.travailsuisse.ch/aktuell/vernehmlassungen (nur in französischer Sprache verfügbar)

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2018 03 15 Verordnungen AuG d.docx 40 KB

15 mars 2018, Hélène Agbémégnah, Responsable politique de migration et questions juridiques Drucker-icon

EL-Revision: Nationalrat kürzt Mietzinsmaxima zusammen

Der Nationalrat hat heute die lange in Aussicht gestellte Anhebung der Mietzinsmaxima in den Ergänzungsleistungen (EL) abgeschmettert. Und nicht nur das. Neu ist es sogar möglich, dass gewisse Kantone kleinere Mietzinsmaxima gewähren können als bisher. „Damit hat sich die bürgerliche Mehrheit trotz aller Sonntagsreden entlarvt. Sparen um jeden Preis lautet die Devise. Und das beim ärmsten Teil der Bevölkerung“, sagt Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik bei Travail.Suisse. mehr

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden verurteilt diesen Entscheid aufs schärfste und findet: Es reicht! Klar ist, dass Travail.Suisse die die bürgerlichen Sparpolitikinnen und -politiker daran erinnern wird, wenn sie bei der nächsten Revision der Altersvorsorge auf die Ergänzungsleistungen verweisen wollen, wenn es um die Existenzsicherung geht.

Für weitere Informationen:
Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Travail.Suisse, Mobile: 079 777 24 69

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2018 03 14 MM NR Ergaenzungsleistungen So-nicht d.docx 39 KB

14 mars 2018, Matthias Kuert Killer, Responsable politique sociale Drucker-icon

Banken und Pharma: Managerlöhne steigen munter weiter

Erste Ergebnisse der Pharma- und Bankenbranche deuten auch für 2017 auf deutlich steigende Entschädigungen in den Chefetagen und folglich auf eine weitere Öffnung der Lohnschere hin. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist die Problematik der überrissenen Managerlöhne auch fünf Jahre nach Annahme der Abzockerinitiative ungelöst. Griffige Regelungen in der kommenden Aktienrechtsrevision wären der erste notwendige Schritt. mehr

Travail.Suisse untersucht in seiner Managerlohnstudie seit 2003 die Entwicklung der Managerlöhne in ausgesuchten Schweizer Unternehmen. Die vollständigen Ergebnisse werden jeweils im Juni publiziert. Schon jetzt deutet sich an, dass mit der anziehenden Wirtschaftslage die nächste Bonirunde eingeläutet wird. Für Travail.Suisse ist klar, dass es in der kommenden Aktienrechtsrevision zusätzliche Massnahmen zur Eindämmung der überrissenen Managerlöhne braucht. Weiter braucht es mehr Transparenz bei den Managementvergütungen und eine zusätzliche Besteuerung der sehr hohen Entschädigungen, um den Nutzen dieser für die Allgemeinheit zu vergrössern.

Banken: Chefs kassieren trotz Sparmassnahmen und Stellenabbau

Die UBS hat ihre Zahlen bereits letzte Wochen veröffentlicht. Die Bezüge von CEO Sergio Ermotti wurden im Vergleich zum Vorjahr um über eine halbe Million Franken erhöht und betrugen gesamthaft über 14.2 Millionen Franken. Der Geschäftsbericht der CS wird zwar erst noch publiziert, doch ist zu erwarten, dass auch CEO Tidjane Thiam deutlich an der Bonispirale drehen wird. Zwar wird der dritte Verlust in Folge verkündet werden, aber dieser liegt tiefer als erwartet. Mit Sparmassnahmen (Lohnkosten -4 Prozent) und Stellenabbau (Personalbestand beinahe -5000 Stellen) bezahlt das Personal den turnaround der Bank – die Chefetage profitiert von zusätzlicher Boniausschüttung.

Pharma: Gutes Ergebnis lässt Boni explodieren

Trotz eines durchzogenen Geschäftsjahres kann sich die Konzernleitung von Roche über eine Erhöhung ihrer Boni um rund 2.7 Prozent freuen. Die Gesamtentschädigung für CEO Severin Schwan stieg damit auf über 14.4 Millionen Franken. Geradezu explodiert sind die Boni beim zweiten Big Player Novartis. Der abtretende CEO Joseph Jimenez legte in seinen Bezügen um satte 9.3 Prozent zu. Das letzte Jahr an der Spitze von Novartis wurde ihm also mit einem Plus von gut 1.1 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr vergütet.

Mehr Informationen:
Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Travail.Suisse, Mobile: 076 412 30 53

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2018 03 13 MM Banken-und-Pharma Managerloehne-steigen-weiter d.docx 41 KB

13 mars 2018, Gabriel Fischer, Responsable politique économique Drucker-icon