Thèmes – Travail – Conditions de travail

Stopp der Salamitaktik

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170’000 Arbeitnehmenden, lehnt eine Lockerung des Sonntags- und Nachtarbeitsverbots für Tankstellenshops ab. Dieser unnötige Liberalisierungsschritt bringt keinen ökonomischen Mehrwert und geht voll zu Lasten des Verkaufspersonals. Zudem weckt dieser Schritt nur die Gelüste anderer Branchen auf bewilligungsfreie Beschäftigungszeiten und gefährdet damit die Gesundheit sowie das Sozial- und Familienleben von immer mehr Arbeitnehmenden. mehr

Arbeitnehmende, die über längere Zeit Nachtarbeit leisten, haben mehr gesundheitliche Probleme. Für Travail.Suisse hat der Gesundheitsschutz der Arbeitnehmenden Vorrang. Ebenfalls Tatsache ist, dass Nacht- und Sonntagsarbeit negative Auswirkungen auf das Sozial- und Familienleben hat. Geregelte gemeinsame Tages-, Nacht-, und Wochenrhythmen haben für das gesellschaftliche und familiäre Zusammenleben einen hohen Wert, den es zu erhalten gilt.

Salamitaktik verhindern

Die Ausweitung der bewilligungsfreien Beschäftigung von Personal in Tankstellenshops hat keinen volkswirtschaftlichen Mehrwert. Einmal mehr wird einfach der Margendruck im Detailhandel auf das bereits schlecht bezahlte und oft auf Abruf arbeitende Verkaufspersonal abgewälzt. Zudem ist klar, dass dieser Schritt bei weiteren Betrieben und Branchen die Lust auf eine Lockerung der Arbeitszeiten weckt. Damit stehen bald die Gesundheit sowie das Sozial- und Familienleben von allen Arbeitnehmenden zur Disposition. Travail.Suisse wird sich dieser Salamitaktik mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln entgegen stellen.

11 janvier 2012, Martin Flügel, Président

Zehn Thesen zur Demografie – Ein Manifest für die Arbeit

24 mai 2011, Martin Flügel, Président

Stopp der Salamitaktik

In Zukunft sollen Tankstellenshops bei Autobahnraststätten und an Hauptverkehrsstrassen rund um die Uhr, an sieben Tagen pro Woche, geöffnet haben können. Damit planen die Bürgerlichen eine weitere Verwässerung des Nacht- und Sonntagsarbeitsverbots. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, wehrt sich gegen diesen neuen, unnötigen Liberalisierungsschritt. Er bringt keinen ökonomischen Mehrwert, schwächt den Arbeitnehmerschutz und geht voll zu Lasten des Verkaufspersonals.

16 mai 2011, Susanne Blank, Responsable politique économique

Arbeitslosenzahlen im Januar 2011: Immer mehr Ausgesteuerte

Im November 2010, rund zwei Jahre nach Ausbruch der Wirtschaftskrise, ist die Zahl der Ausgesteuerten auf 3‘100 Personen angestiegen. Dieser Trend wird sich in den nächsten Monaten fortsetzen. Doch damit nicht genug: Mit der Einführung der 4. Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes am 1. April 2011 werden auf einen Schlag rund 12’000 Erwerbslose ihre Anspruchsberechtigung auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung verlieren. mehr

3.8 Prozent betrug die Arbeitslosenquote im Januar 2011. Über ein Viertel davon sind Langzeitarbeitslose.

Zwei Jahre nach Ausbruch der Krise – Zahl der Ausgesteuerten steigt

Im Herbst 2008 wurde auch die Schweizer Wirtschaft von der Weltwirtschaftskrise ergriffen, viele Stellen wurden abgebaut und die Zahl der Arbeitslosen schoss in die Höhe. Zwei Jahre später, im November 2010 nach Ablauf der 24-monatigen Rahmenfrist für den Bezug von Arbeitslosenleistungen, ist die Zahl der Aussteuerungen auf 3‘100 Personen angestiegen. Eine Entspannung ist nicht in Sicht, im Gegenteil: In den kommenden Monaten wird die Zahl der Aussteuerungen wohl noch weiter steigen, da viele Erwerbslose zum Beginn der Krise ihre Stelle verloren haben und ihr Anspruch auf Taggelder ausläuft.

Einführung der 4. Revision führt zu Aussteuerungswelle

Die Situation wird per 1. April 2011 noch weiter verschärft: An diesem Datum wird die 4. Revision der Arbeitslosenversicherung in Kraft treten. Ab dann wird der Taggeldbezug verkürzt respektive die Beitragszeiten verlängert, für Schulabgänger/innen und Wiedereinsteiger/innen werden die Wartefristen erhöht und bei den Jungen die Leistungen zusammengestrichen. Dies führt dazu, dass rund 8 Prozent der Erwerbslosen – das sind auf heute umgerechnet rund 12’000 Personen – ihre Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosenleistungen verlieren.

Ausgesteuerte haben schlechte Karten auf dem Arbeitsmarkt

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, ist besorgt über diese Entwicklung. Denn für Ausgesteuerte ist es schwierig, wieder eine Stelle zu finden, die Arbeitsbedingungen sind öfters prekär und der Lohn tiefer.

08 février 2011, Susanne Blank, Responsable politique économique

Ladenöffnungszeiten rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, braucht es nicht

Soll es nach der nationalrätlichen Kommission für Wirtschaft und Abgaben gehen, werden in der Schweiz bald 1‘200 Läden rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche geöffnet haben. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, wehrt sich gegen diesen neuen, unnötigen Liberalisierungsschritt. Der Kampf um Marktanteile im Detailhandel bringt keinen ökonomischen Mehrwert und geht voll zu Lasten des Verkaufspersonals.

08 novembre 2010, Susanne Blank, Responsable politique économique

RSS | D | F | Info juridiques | Impressum | Sitemap | Full Site | LOGIN