Themen – Arbeit – Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmangel ist so hoch wie noch nie

Im Februar lag die Arbeitslosenquote gemäss seco-Statistik unverändert bei 4.1 Prozent. Effektiv ist der Arbeitsmangel mit rund 255’000 fehlenden Vollzeitstellen so hoch wie noch nie. Insbesondere Langzeitarbeitslose und Ausgesteuerte finden kaum mehr Anschluss an den Arbeitsmarkt. Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert, dass die Situation der Ausgesteuerten nicht vernebelt wird. Ein Massnahmenkatalog zur Reintegration in den ersten Arbeitsmarkt muss ausgearbeitet und umgesetzt werden.

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11. April 2005, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Ausdehnung der Sonntagsarbeit: Kein zusätzlicher Nutzen für die Volkswirtschaft

Mit der Ausdehnung der Sonntagsarbeit sollen aus den Bahnhöfen Einkaufsparadiese gemacht werden. Das schleppende Wachstum der Schweizer Volkswirtschaft wird damit allerdings nicht angekurbelt. Die Verwässerung des Arbeitsgesetzes führt vielmehr zu Verteilungs- und Verdrängungskämpfen im Detailhandel und zu einer Verschlechterung der Lohn- und Arbeitsbedingungen auf dem Arbeitsmarkt. Deshalb wehrt sich Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, gegen die Liberalisierung der Sonntagsarbeit.

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11. April 2005, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Arbeitsmangel so hoch wie noch nie

Im März verharrte die saisonbereinigte Arbeitslosenquote gemäss seco-Statistik unverändert bei 3.8 Prozent. Diese Zahl beschönigt die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Effektiv haben wir in der Schweiz zurzeit einen so hohen Arbeitsmangel wie nie zuvor. Dies wird sich nicht ändern, solange die Firmen ihre Rekordgewinne durch Restrukturierungsprogramme, Arbeitsplatzabbau und Anstellungsstopps erwirtschaften. Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert eine aktive Personal- und Einstellungspolitik der Unternehmen und des Staates. mehr

Der effektive Arbeitsmangel geht weit über die seco-Zahl hinaus. Zu den im März 155’000 registrierten Erwerbslosen kommen rund 70’000 registrierte Stellensuchende im Zwischenverdienst, in Weiterbildungs- und Beschäftigungsprogrammen dazu. Monat für Monat werden zudem rund 3’000 Personen ausgesteuert und viele von ihnen zur Fürsorge weitergereicht.

255’000 Vollzeitstellen fehlen
Die grosse Masse der Unterbeschäftigten und Stellensuchenden wird nicht in der seco-Statistik erfasst: Es sind potentielle Wiedereinsteiger/innen, Ausgesteuerte und Fürsorgeempfänger/innen sowie Arbeitnehmende, die ihr Teilzeitpensum aufstocken wollen. Insgesamt fehlen auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt rund 255’000 Vollzeitstellen, oder anders ausgedrückt 556’000 Personen bzw. 13.4 Prozent der Erwerbsbevölkerung haben keine oder nur ungenügend Arbeit .

Forderungen von Travail.Suisse
Eine anhaltend hohe Erwerbslosen- und Unterbeschäftigungsquote schwächt das langfristige Wachstumspotenzial der schweizerischen Volkswirtschaft.

- Unternehmen, die Rekordgewinne erwirtschaften, dürfen nicht weiter Arbeitsplätze abbauen, sondern sind angehalten, eine aktive Personal- und Einstellungspolitik zu betreiben.

- Der Bund soll zusammen mit den Kantonen eine gezielte Aus- und Weiterbildungsoffensive für Langzeiterwerbslose und Ausgesteuerte lancieren, um sicherzustellen, dass diese Personen den Anschluss an das Erwerbsleben nicht verlieren.

- Es braucht gezielte Beschäftigungsmassnahmen und Praktikumsplätze für jugendliche Erwerbslose zur Erhaltung ihrer Arbeitsmarktfähigkeit.

07. April 2005, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Referendum gegen die Ausweitung der Sonntagsarbeit zustande gekommen: Ja, am Sonntag. Denn da haben wir frei!

Am 25. Januar 2005 hat Travail.Suisse, gemeinsam mit dem SGB, das Referendum gegen die Ausweitung der Sonntagsarbeit eingereicht. Es gibt gute rechtliche, soziale und wirtschaftliche Gründe, sich gegen mehr Sonntagsarbeit zu wehren. In erster Linie jedoch sind die Unterschriften zusammengekommen, weil eine Mehrheit der Bevölkerung den Sonntag als kollektiven Ruhe-, Freizeit- und Familientag beibehalten will.

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PD Am Sonntag haben wir frei.doc 33 KB

14. Februar 2005, Arno Kerst, Vizepräsident Syna Drucker-icon

Praktikumsplätze und Qualifizierungsmassnahmen für alle arbeitslosen Jugendlichen

Die hohe Jugendarbeitslosigkeit ist wirtschaftlich und gesellschaftlich betrachtet eine Zeitbombe. Jetzt gilt es zuallererst kurzfristige Massnahmen zur Ent-schärfung der Situation zu ergreifen. Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert, dass die im Rahmen der Arbeitslosenversicherung angebotenen Praktikumsplätze und Qualifizierungsprogramme für Jugendliche massiv ausgebaut werden.

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PD Praktikumsplätze und Qualifizierunsmassnahmen für alle erwerbslosen Jugendlichen.doc 41 KB

14. Februar 2005, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon