Thèmes – Travail

Löhne 2008: Wirtschaft boomt – jetzt sind die Löhne dran

Die Wirtschaft läuft auf Hochtouren, kein Wölkchen trübt den Konjunkturhimmel. Die Unternehmen haben volle Auftragsbücher und die Managergilde hat im letzten Jahr wiederum kräftig abgesahnt. Vor diesem Hintergrund fordert Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, die längst fälligen Lohnerhöhungen für die Arbeitnehmenden. mehr

Travail.Suisse und die Gewerkschaften Syna, Hotel & Gastro Union und transfair fordern substanzielle Lohnerhöhungen. Dies aus folgenden Gründen

Partizipation: Die Wirtschaft läuft auf Hochtouren und die Konjunkturaussichten sind hervorragend. Die Arbeitsproduktivität steigt. Es ist jetzt nur gut und recht, dass die Arbeitnehmenden an dem von ihnen getragenen Aufschwung teilhaben.

Nachholbedarf: Der Aufschwung ist bis anhin spurlos an den Arbeitnehmenden vorbeigegangen. In den letzten drei Jahren gab’s nur Nullrunden. Deshalb sind jetzt je nach Branchen und Unternehmenssituation und unter Berücksichtigung der Resultate der vergangenen Lohnrunden Lohnerhöhungen von 2 bis 4 Prozent nominal gerechtfertigt.

Fairness: Die Lohnschere öffnet sich immer mehr. Die Bandbreite zwischen Höchst- und Tiefstlöhnen muss verkleinert, die Löhne der Arbeitnehmenden müssen angehoben werden. Die Abzockerei muss gestoppt werden.

Generelle Lohnerhöhungen: Es muss bei individuellen Lohnmassnahmen Zurückhaltung geübt werden zugunsten von generellen Lohnerhöhungen. Boni sind nicht lohn- und rentenbildend und deshalb nicht nachhaltig. Entlöhnungssysteme mit intransparenten Leistungslohnkomponenten führen zu Ungerechtigkeiten und zu einer Entsolidarisierung unter den Arbeitnehmenden.

Erfolgsmodell Sozialpartnerschaft: Durch Gesamtarbeitsverträge kann man den branchenspezifischen Gegebenheiten Rechnung tragen und erreicht gleich lange Spiesse für alle. Eine Aushöhlung und Aufkündigung der Sozialpartnerschaft leistet der Verwilderung der Arbeitsbedingungen Vorschub.

06 août 2007, Susanne Blank, Responsable politique économique

Die Löhne müssen rauf, aber nach welchen Kriterien?

Der Wirtschaftsboom hält an, die Löhne jedoch stagnieren. Jetzt müssen die Arbeitnehmenden endlich vom Aufschwung profitieren. Es braucht Lohnerhöhungen! Nach welchen Kriterien sollen diese erfolgen? Variable Boni und Einmalzahlungen sind trügerisch, denn sie sind weder lohn- noch rentenbildend. Der Leistungslohn führt zu einer Öffnung der Lohnschere. Travail.Suisse fordert generelle Lohnerhöhungen. Zudem hat die Lohnpolitik auch Sozialkriterien zu genügen. Alle Arbeitnehmenden müssen einen anständigen Lohn erhalten, welcher es ermöglicht, ein menschenwürdiges Leben zu führen.

14 mai 2007, Susanne Blank, Responsable politique économique

Wundermittel Leistungslohn mit gefährlichen Nebenwirkungen

In letzter Zeit kommt das Wunderrezept des Leistungslohns immer öfter zur Anwendung. Doch die möglichen Nebenwirkungen sind beträchtlich. Es besteht die Gefahr, dass durch das System des Leistungslohnes die eigentliche Motivation der Mitarbeitenden für ihre Arbeit ersetzt wird und eine Fokussierung auf rein materielle Anreize stattfindet. Der Leistungslohn kann zu prekären Arbeitsformen führen, eine Neidkultur erzeugen sowie das Betriebsklima vergiften. Er ist nicht zuletzt mit verantwortlich, dass sich die Lohnschere in den Unternehmen immer weiter öffnet.

30 avril 2007, Susanne Blank, Responsable politique économique

Endlich mehr Lohn für Arbeitnehmende

Laut den heute veröffentlichten Berechnungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) ist der Reallohn im letzten Jahr um gerade mal 0.1 Prozent gestiegen. Dies obwohl die Firmengewinne sprudeln und die Löhne in den Chefetagen rasant steigen. Viele Unternehmen verdienen sich auf Kosten der hart arbeitenden Angestellten eine goldene Nase. Travail.Suisse verlangt, dass die Produktivitätsgewinne der letzten Jahre endlich den Weg ins Lohnköfferchen der Arbeitnehmenden finden. mehr

Vom wirtschaftlichen Aufschwung scheinen heute vor allem zwei Gruppen zu profitieren: die Manager und die Aktionäre. Die Aktionäre profitieren von der gesteigerten Rentabilität der Unternehmen und erhalten Rekorddividenden ausbezahlt. Die Teppichetage der grossen schweizerischen Unternehmen ihrerseits gönnt sich exorbitante Lohnerhöhungen. So stieg beispielsweise die Durchschnittsentlöhnung für ein Geschäftsleitungsmitglied bei der Lonza im letzten Geschäftsjahr um sage und schreibe 133 Prozent! Dies ist beileibe kein Einzelfall. Lohnerhöhungen in zweistelligen Prozentbereich scheinen in vielen Unternehmen zum guten Ton zu gehören. Auch die ehemaligen Staatsbetriebe machen davor keinen Halt. Die Postgeschäftsleitungsmitglieder kriegen durchschnittlich 11 Prozent mehr Lohn, bei der Ruag sind es gar 13 Prozent.

Lohnschere öffnet sich weiter
Von Lohnsteigerungen in dieser Grössenordnung können die Arbeitnehmenden, wie die Berechnungen des BFS und auch Daten von Travail.Suisse beweisen, nur träumen. Obwohl die Produktivität massiv gesteigert werden konnte und auch die Zukunftsaussichten gut sind, stagnieren die Löhne. Dies hat zur Folge, dass die Lohnschere in den Unternehmen immer weiter auseinanderdriftet. Der Präsident von Travail.Suisse, Nationalrat Hugo Fasel, fordert deshalb: “Jetzt muss die ausgezeichnete Gewinnsituation der Wirtschaft in massiv höhere Löhne für die Angestellten umschlagen; jetzt sind endlich die Arbeitnehmenden dran!”.

30 avril 2007, Susanne Blank, Responsable politique économique

Der Aufschwung gehört auch uns!

Die Wirtschaft läuft so gut wie seit Jahren nicht mehr. Es ist an der Zeit, dass die Arbeitnehmenden entschieden und mit neuem Selbstbewusstsein auftreten und ihren Anteil am wachsenden Wirtschaftskuchen einfordern. Jetzt müssen klare Verbesserungen bei den Löhnen, bei den Ferien, in der Weiterbildung und in der Zweiten Säule durchgesetzt werden.

25 avril 2007, Hugo Fasel, président Travail. Suisse jusqu'à 2008

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