Themen – Arbeit – Löhne

Medienkonferenz Löhne 2007: Fordern, was gut tut

Die Schweizer Wirtschaft läuft glänzend. Das BIP wird im laufenden Jahr voraussichtlich um bis zu drei Prozent wachsen. Angesichts dieser Voraussetzungen fordert Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, substantielle Lohnerhöhungen. mehr

Die Schweizer Wirtschaft befindet sich in einer blendenden Verfassung, die BIP-Prognosen belaufen sich für das laufende Jahr auf bis zu drei Prozent. Das Wirtschaftswachstum ist nicht nur stark, sondern auch breit abgestützt. Die Teuerung bleibt moderat bei etwas über einem Prozent. Auf Unternehmensebene läuft es ausgezeichnet, die Firmen verzeichneten im letzten Jahr wieder Rekordgewinne. Auch im 2006 sind die Auftragsbücher voll und die Kapazitätsauslastungen so hoch wie schon seit langem nicht mehr. Von den Rekordgewinnen profitierte bisher vor allem das Topmanagement. Seine Lohnerhöhungen beliefen sich auf 10 bis 20 Prozent, während die Arbeitnehmenden im vergangenen Jahr eine Reallohneinbusse von 0.2 Prozent hinnehmen mussten.

Forderungen für die Lohnrunde 2007
Jetzt sind die Arbeitnehmenden dran! Travail.Suisse, die Dachorganisation der Arbeitnehmenden, und die Gewerkschaften Syna, Hotel & Gastro Union und transfair fordern:

- Der Wirtschaft geht es blendend: Jetzt ist der Zeitpunkt für generelle Lohnerhöhungen gekommen.

- Voller Teuerungsausgleich: Die Kaufkraft muss erhalten bleiben.

- Reallohnerhöhungen: Je nach wirtschaftlicher Situation und unter Berücksichtigung der Resultate der vergangenen Lohnrunden sind Reallohnerhöhungen von 1 bis 3 Prozent gerechtfertigt.

- Lohnschere schliessen: Die Bandbreite zwischen Höchst- und Tiefstlöhnen muss verkleinert, die Löhne der Arbeitnehmenden müssen angehoben werden. Das bedeutet: Zurückhaltung bei individuellen Lohnmassnahmen zugunsten von generellen, realen Lohnerhöhungen für die ganze Belegschaft.

- An den Produktivitätsgewinnen beteiligen: In den vergangenen Jahren wurden massiv Stellen abgebaut und die Arbeitsproduktivität wurde erhöht. Diese Produktivitätsgewinne sind an die Arbeitnehmenden weiterzugeben.

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03. August 2006, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Medienkonferenz: Anständige Lohnabschlüsse, aber steigender Druck auf die Arbeitsbedingungen

Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, beurteilt die Lohnabschlüsse 2006 als mehrheitlich zufrieden stellend. Damit ist die Voraussetzung für einen robusten Konsum und ein steigendes Wirtschaftswachstum gegeben. Trotzdem besteht für die Arbeitnehmenden kein Grund zur Euphorie: Die Beschäftigungssituation bleibt trüb, die Lohnungleichheit innerhalb der Unternehmen klafft immer weiter auseinander und der Druck auf die Arbeitsbedingungen steigt. mehr

Die Resultate der Lohnrunde 06 lassen sich sehen: Die Erhaltung der Kaufkraft wurde erreicht, und die Mehrheit der Arbeitnehmenden kann fürs nächste Jahr mit einer Reallohnerhöhung rechnen. Die Lohnerhöhungen in der Pharma- und Chemiebranche und gewissen Bereichen der Maschinenindustrie, im Gewerbe und im Detailhandel belaufen sich auf zwischen 1 bis 2 Prozent real. Erfreulich ist, dass im Industrie- und Dienstleistungssektor vermehrt generelle Lohnerhöhungen, auch in Form von Sockelbeiträgen gewährt werden.
Ungenügend sind hingegen der blosse Teuerungsausgleich im Gastgewerbe und die Regelung für das Bundespersonal.

Kein Grund zur Euphorie
Trotz positiver Lohnresultate verschlechtert sich die Situation für die Arbeitnehmenden.

- Der Graben innerhalb der Unternehmen zwischen Höchst- und Tiefstlöhnen nimmt massiv zu. Die Chefetage muss zur Vernunft kommen, ihre Selbstbedienungsmentalität ist unanständig und höchst demotivierend. Gegen eine weitere Spreizung der Lohnschere muss eingeschritten werden.

- Die Beschäftigungssituation ist trüb, die Erwerbslosenzahlen sind hoch. Die Arbeitsbelastung der Personen mit Stelle steigt. Eine weitere Aufspaltung des Arbeitsmarktes in Erwerbslose und überarbeitete Angestellte muss verhindert werden. Die Unternehmen mit ihren vollen Auftragsbüchern sind aufgefordert, neue Stellen zu schaffen.

- Die Mehrbelastung erzeugt Stress. Wer ständig den Druck auf die Arbeitnehmenden erhöht, darf sich nicht wundern, wenn die Druckstelle bricht. Die Folgen davon sind eine höhere Invaliditätsrate und mehr Sozialhilfebezüger. Der zunehmende Verschleiss der Arbeitnehmenden schadet unserer Volkswirtschaft und muss gestoppt werden.

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20. Dezember 2005, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Medienkonferenz Löhne 2006: Es braucht klare Signale

Im ersten Halbjahr 2005 hat sich bestätigt, dass der private Konsum für das schweizerische Wirtschaftswachstum von grosser Bedeutung ist. Basis einer starken Konsumnach-frage sind Reallohnerhöhungen. Allerdings waren die vergangenen zwei Lohnrunden für die Mehrheit der Arbeitnehmenden wenig zufrieden stellend. Für 2006 sind deshalb klare Signale gefragt. Auch der wachsenden Kluft zwischen Höchst- und Tiefstlöhnen muss entgegen getreten werden. mehr

Dank dem privaten Konsum konnte der Schwächeanfall der schweizerischen Wirtschaft im ersten Halbjahr 2005 abgefangen werden. Damit der private Konsum auch weiterhin seine Funktion als Wachstumsmotor ausüben kann, braucht es fürs kommende Jahr satte Reallohnerhöhungen. Diese sind gerechtfertigt, denn in den Jahren 2004 und 2005 waren die Lohnergebnisse trotz anziehender Konjunktur und steigenden Unternehmensgewinnen für die Mehrheit der Arbeitnehmenden wenig zufrieden stellend und reichten kaum über den Teuerungsausgleich hinaus.

Forderungen für die Lohnrunde 2006
Die Rechnung muss für die Mehrheit der Arbeitnehmenden wieder aufgehen. Travail.Suisse, die Dachorganisation der Arbeitnehmenden, und die Gewerkschaften Syna, Hotel & Gastro Union und transfair fordern:

- Voller Teuerungsausgleich: Die Kaufkraft muss erhalten bleiben.

- Reallohnerhöhungen: Je nach wirtschaftlicher Situation und unter Berücksichtigung der Resultate der vergangenen Lohnrunden sind Reallohnerhöhungen von 1 bis 3 Prozent gerechtfertigt.

- Lohnschere schliessen: Das Lohngefüge innerhalb vieler Unternehmen ist in Schieflage geraten. Die Bandbreite zwischen Höchst- und Tiefstlöhnen muss verkleinert, die Löhne für die Belegschaft angehoben werden.

- Stabile Gesamtarbeitsverträge: Sie bieten solide Arbeitsbedingungen und gleich lange Spiesse für alle Marktteilnehmenden. Sie sind ein wichtiges Instrument im Rahmen des freien Personenverkehrs.

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04. August 2005, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Lohnrunde 2005: „mässig“ zufrieden stellend

Die Mehrheit der Arbeitnehmenden wird im nächsten Jahr real nicht mehr Geld im Portemonnaie haben als bisher. Der unstabile Arbeitsmarkt und die Angst vor weiterem Stellenabbau haben trotz guter Ertragslage in verschiedenen Branchen die Ergebnisse der Lohnverhandlungen gedrückt. Für Travail.Suisse, den Dachverband der Arbeitnehmenden, ist die Lohnrunde 05 ein schlechtes Signal für den stagnierenden privaten Konsum. Sie sorgt nicht für den Optimismus, den es für eine stärkere Konjunktur braucht. mehr

Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, und seine Verbände Syna, transfair und Hotel & Gastro Union haben heute in Bern anlässlich einer Pressekonferenz die Ergebnisse der Lohnrunde 05 kommentiert.

Schlechtes Signal für Wirtschaftswachstum
Im Überblick müssen die Ergebnisse der Lohnrunde 05 als „mässig“ eingestuft werden. Für die Mehrheit der Arbeitnehmenden konnte der Teuerungsausgleich – rund ein Prozent mehr Lohn – erreicht werden. Statt durch Reallohnerhöhungen, die die gute Ertragslage vieler Branchen abbilden, senden die Lohnabschlüsse ein schwaches Signal für den privaten Kon-sum und das Wirtschaftswachstum aus.

Gewerkschaft Syna: Die Mindestforderung des Teuerungsausgleichs wurde mehrheitlich erreicht. Trotzdem schmälern steigende Krankenkassen- und Nichtberufsunfallprämien sowie Veränderungen in der beruflichen Vorsorge die Kaufkraft der Arbeitnehmenden. Positiv ist, dass vorab im Gewerbesektor die tieferen Lohnkategorien durch Festlegung von Sockelbeträgen mehr an den Lohnerhöhungen partizipieren können.
Hotel & Gastro Union: Der ausgehandelte Teuerungsausgleich deckt den Kaufkraftverlust kaum. Die Branche hat weiter mit tiefen Mindestlöhnen und mit strukturellen Überkapazitä-ten zu kämpfen. Ziel ist, den 13. Monatslohn auch für die Arbeitnehmenden in der Gastrobranche von Anstellungsbeginn an verbindlich einzuführen.
Gewerkschaft transfair: Die Lohnergebnisse sind zufrieden stellend. Doch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind düster: Der Bund macht massive Sparprogramme; die Swisscom baut weiter Stellen ab und die Post lagert Bereiche aus. Sorgen bereitet auch die Entwicklung der beruflichen Vorsorge.

Verteilungskampf weiterführen
Die Verbände sind sich einig: Der Verteilungskampf ist weiter zu führen. Das Lohngefüge vieler Firmen und Branchen ist zu verändern. Gegen eine weitere Spreizung der Lohnschere muss eingeschritten werden.

12. Dezember 2004, Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik Drucker-icon

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Donnerstag, 23. November 2017, 9.30 Uhr, Welle 7 (Deck 4, Raum-Nummer 4.13), Schanzenstrasse 5, Bern

Thema:
Barometer Gute Arbeit Qualität der Arbeitsbedingungen aus der Sicht der Arbeitnehmenden – repräsentative Ergebnisse für die Jahre 2015 bis 2017

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