Themen – Arbeit – Managerlöhne

Aktienrechtsrevision: Problem der überrissenen Managerlöhne wird mit Samthandschuhen angepackt

Knapp fünf Jahre nach der Annahme der Abzockerinitiative soll deren Forderung mit der Aktienrechtsrevision ins Gesetz gegossen werden. Die Vorschläge des Bundesrates bleiben aber bezüglich Transparenz der Managerlöhne und Stärkung der Aktionärsrechte auf halbem Weg stehen und bieten im Bereich der besonders störenden Antritts- und Abgangsentschädigungen zu einfache Umgehungsmöglichkeiten. Das Parlament ist gefordert, hier entscheidend nachzubessern, ansonsten wird sich der Unmut der Bevölkerung über die überrissenen und ungerechtfertigten Entschädigungen für die Wirtschaftselite nicht legen. mehr

Die Diskussion über die Begrenzung der Entschädigungen in den Managementetagen der Grosskonzerne ist in der Schweiz seit etlichen Jahren ein politischer Dauerbrenner. Der Unmut in der Bevölkerung über die Lohnexzesse und die Selbstbedienermentalität der Managerkaste hat der Abzockerinitiative zu einer wuchtigen Annahme durch 68% der Stimmberechtigten und sämtliche Kantone verholfen. Eine spürbare Mässigung der Managerlöhne ist seither aber nicht festzustellen. So weist die Managerlohnstudie 1 von Travail.Suisse seit 2011 – und damit der Hauptphase der parlamentarischen Beratung der Abzockerinitiative – in den untersuchten Unternehmen für zwei Drittel der CEO und sogar drei Viertel der übrigen Konzernleitungsmitglieder deutlich steigende Bezüge nach. Allein 2016 konnten sich die Manager über eine durchschnittliche Erhöhung ihrer Bezüge von stattlichen 6% freuen. Von solchen Lohnsprüngen wagen die übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen nicht einmal zu träumen. Die Lohnschere öffnete sich denn auch munter weiter: Lag das Verhältnis der durchschnittlichen Entschädigung für ein Konzernleitungsmitglied zum tiefsten Einkommen desselben Unternehmens bei den untersuchten Firmen im Jahr 2011 noch bei 1:45, hat es sich bis 2016 auf 1:51 vergrössert.

Mit der Aktienrechtsrevision soll die Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften ins Gesetz überführt werden, um so die Begehren der Abzockerinitiative endgültig umzusetzen. Die Kommission für Rechtsfragen des Nationalrates wird die Beratung der Vorschläge des Bundesrates am kommenden 3. November aufnehmen. Aus Sicht von Travail.Suisse weisen die Vorschläge des Bundesrates etliche Mängel und Schwachstellen auf. Gelingt es dem Parlament nicht, diese zu beheben, wird sich auch zukünftig kein mässigender Einfluss auf die Höhe der Managerlöhne einstellen.


h2. Transparenz bleibt ungenügend

Eines der Kernelemente der Aktienrechtsrevision ist der Auftrag an den Verwaltungsrat, jährlich einen Vergütungsbericht zuhanden der Generalversammlung zu erstellen. Damit soll Transparenz über die Entschädigungen an das Management hergestellt werden. Allerdings bleibt der Bundesrat dabei auf halbem Weg stehen: Während nämlich die Entschädigungen für die Mitglieder des Verwaltungsrates und des Beirates individuell ausgewiesen werden müssen, wird bei den Mitgliedern der Geschäftsleitung nur die höchste Einzelentschädigung sowie die Gesamtentschädigung für sämtliche Geschäftsleitungsmitglieder verlangt. Damit wird insbesondere eine Analyse der Entwicklung über die Jahre hinweg verunmöglicht, weil Wechsel, Vakanzen oder Änderungen der Gremiumsgrösse nicht abgegrenzt und berücksichtigt werden können.

Leicht zu umgehendes Verbot der Antritts- und Abgangsentschädigungen

Die Empörung über Antrittsgagen und Abgangsentschädigungen in mehrfacher Millionenhöhe bei Wechseln in den Konzernleitungen war einer der Haupttreiber der überdeutlichen Annahme der Abzockerinitiative. Folgerichtig ist ein Verbot der Antritts- und Abgangsentschädigungen ein Kernelement der Aktienrechtsrevision. Der Bundesrat schlägt aber eine wenig griffige Regelung vor, welche allzu leicht umgangen werden kann. So sollen nämlich sogenannte Antrittsprämien zulässig werden. Mit einer Antrittsprämie kann ein neu zum Unternehmen stossender Manager für wegfallende Boniansprüche bei seinem bisherigen Arbeitgeber entschädigt werden. So könnten die 14 Mio. Franken, welche Tidjane Thiam bei seinem Stellenantritt 2014 von der Credit Suisse erhalten hat, oder die 4 Mio. Franken, welche Zurich 2016 dem neuen CEO Mario Greco überwiesen hat, auch in Zukunft ausgerichtet werden.

Auch das Verbot der Abgangsentschädigung kann leicht umgangen werden. Mit Kündigungsfristen bis zu einem Jahr und mehrjährigen Konkurrenzverboten sind Lohnfortzahlungen und Karenzentschädigungen an die Manager auch nach Ausscheiden aus der Unternehmung möglich. Als weitere Umgehungsmöglichkeit bieten sich weiterlaufende Beratermandate an, bei welchen nicht transparent dokumentiert werden muss, woraus die Beratertätigkeit genau besteht. So ist beispielsweise Franz Humer nach seinem Ausscheiden als Präsident des Verwaltungsrates von Roche 2015 mit einem 5-jährigen Beratermandat und entsprechender Entschädigung beglückt worden.

Fehlende Aktionärsrechte

Ein Hauptanliegen der Abzockerinitiative war die Stärkung der Aktionärsrechte. Die vorgeschlagenen Massnahmen in der Aktienrechtsrevision greifen hier aber viel zu kurz. So müssen zwar zukünftig jährliche Abstimmungen über die Vergütungen der Manager durchgeführt werden, allerdings sind dabei gemeinsame Abstimmungen über die fixen und variablen Bestandteile der Entschädigungen ebenso zulässig wie prospektive Abstimmungen. Wird aber gemeinsam über die fixen und variablen Vergütungen abgestimmt, fehlt den Aktionären die Möglichkeit, exzessive Boni abzulehnen, ohne die gesamte Entschädigung in Frage zu stellen. Und bei einer prospektiven Abstimmung müssen die Aktionäre vor Kenntnis des Geschäftsganges und sogar vor einer Leistungserbringung durch die Manager über deren Boni entscheiden. Somit wird der Leistungsgedanken der Boni ad absurdum geführt. Gemäss der Managerlohnstudie von Travail.Suisse führt weniger als ein Drittel der untersuchten Unternehmen eine sinnvolle Abstimmungskaskade über die Entschädigungen für das Management durch, welche es den Aktionären erlauben würde, eine Kontrolle und allenfalls Korrektur von überrissenen Managerlöhnen zu erwirken.

Neben fehlenden Vorgaben zu den Abstimmungsregimes fehlt in der vorliegenden Aktienrechtsrevision auch eine Pflicht zur Festlegung des Mindestverhältnisses zwischen fixen und variablen Bestandteilen der Entschädigung in den Statuten. Es lässt sich grundsätzlich eine zu starke Fokussierung auf variable Vergütungen beobachten, was Fehlanreize für Entscheide der Manager setzt. Richten sich die Entscheide der Manager zu stark auf die kurzfristigen Kennzahlen aus, lassen sich zwar ihre Boni maximieren, aber das kann durchaus im Widerspruch zu einer nachhaltigen Geschäftsentwicklung stehen.

Hohe Managerlöhne müssen auch der Allgemeinheit nutzen

Für Travail.Suisse ist klar, dass in den angesprochenen Bereichen zwingend nachgebessert werden muss, sollen die Anliegen der Abzockerinitiative auch nur in Ansätzen umgesetzt werden. Ausserdem ist in der laufenden Aktienrechtsrevision auch der Nutzen der hohen Managerlöhne in der Schweiz für die Allgemeinheit zu vergrössern, ansonsten wird sich der Unmut in der Bevölkerung über die überrissenen und nicht gerechtfertigten Entschädigungen für die Wirtschaftselite nicht legen. Dazu bieten sich zwei Wege an. Einerseits dürfen Entschädigungen für Manager ab einer gewissen Höhe (Bsp. 1 Million Franken) nicht mehr als geschäftsmässig begründeter Aufwand zu einem Steuerabzug bei den Unternehmen führen. Stattdessen sollten sie als Gewinnausschüttung klassiert und so der Besteuerung durch die Gewinnsteuer unterstellt werden. Andererseits muss eine ernsthafte Diskussion über eine Solidaritätssteuer für sehr hohe Managerlöhne geführt werden. Die Progression bei der direkten Bundessteuer orientiert sich an einer „normalen“ Einkommensstruktur und endet bei 755‘200 Franken für Alleinstehende, resp. 895‘800 Franken für Verheiratete. Das starke Wachstum der Topsaläre für Manager und Verwaltungsräte in den letzten Jahrzehnten hat aber eine Einkommensschicht ausserhalb dieser „normalen“ Einkommensstruktur entstehen lassen. Für diese neue Einkommensschicht hat die direkte Bundessteuer nur noch einen beschränkt progressiven Charakter, was dem Grundgebot der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit widerspricht. Über eine zusätzliche Besteuerung in diesem Bereich könnten der Nutzen der hohen Managerlöhne für die Allgemeinheit vergrössert und die Akzeptanz dieser Saläre erhöht werden.


1 Die vollständigen Ergebnisse unter http://www-travailsuisse.ch/themen/arbeit/managerloehne

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16. Oktober 2017, Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Abzockerinitiative kann Bonispirale nicht stoppen

Seit über einem Jahrzehnt untersucht Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, die Entwicklung der Managerlöhne. Das Fazit der 13. Erhebung ist alarmierend: Die Chefs gewähren sich satte Lohnerhöhungen, während bei den tiefen Einkommen Lohndruck, Unsicherheit und Angst um den Arbeitsplatz zunehmen. Die Lohnschere öffnet sich trotz der angenommenen Abzockerinitiative weiter. Nun ist die Politik gefordert, mit einer griffigen Aktienrechtsrevision diese Auswüchse zu begrenzen und über einen Solidaritätsbeitrag bei hohen Einkommen den Nutzen der hohen Managerlöhne für die Allgemeinheit zu vergrössern. mehr

Bereits zum dreizehnten Mal in Folge hat Travail.Suisse die Schere zwischen den höchsten und den tiefsten Löhnen in 27 Schweizer Unternehmen untersucht. Die Analyse fördert beunruhigende Entwicklungen zu Tage.

Satte Salärerhöhungen für die Chefs – Abzockerinitiative ohne Wirkung

Die Cheflöhne sind auch 2016 deutlich stärker gestiegen als die Durchschnitts- oder Tiefstlöhne: In der Mehrheit der untersuchten Unternehmen stieg die Entschädigung für den CEO im Schnitt um 5%. Damit sind die Löhne in den Chefetagen seit 2011 um satte 17% gestiegen, während sich die normalen Arbeitnehmenden im gleichen Zeitraum mit 3.4% mehr Lohn zufrieden geben mussten. „Während oben mit der grossen Kelle verteilt wird, wird unten geknausert – so geht die Lohnschere immer weiter auseinander“, sagt Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse. Wie die Managerlohnstudie zeigt, lag die durchschnittliche Lohnschere in den Unternehmen 2011 noch bei 1:45 und hat sich bis 2016 auf über 1:51 geöffnet. Diese Entwicklung ist keinesfalls nur von den grössten Unternehmen der Finanz- und Pharmabranche geprägt, sondern lässt sich quer durch alle Branchen feststellen. Beispielhaft für die Öffnung der Lohnschere in den letzten Jahren stehen Valora mit CEO Michael Müller (von 1:23 auf 1:59), Lonza mit Chef Richard Ridinger (von 1:40 auf 1:76), Yves Serra von Georg Fischer (von 1:32 auf 1:54), Helvetia-CEO Stefan Loacker (von 1:25 auf 1:37) oder die übrigen Konzernleitungsmitglieder bei Lindt&Sprüngli (von 1:34 auf 1:52).

Gerade die Resultate seit 2011 – der Hochphase der parlamentarischen Beratungen über die Abzockerinitiative – zeigen, dass über die Initiative kein mässigender Einfluss auf die Managerlöhne erreicht wurde. Die Stärkung der Aktionärsrechte führt zwar zu Abstimmungen über die Entschädigung des Managements an den Generalversammlungen. Dabei wird aber grossmehrheitlich gemeinsam über die fixen und variablen Teile (Boni) sowie prospektiv – also im Voraus und ohne Kenntnis über den Geschäftsgang – abgestimmt. Auch Antrittsprämien, welche die Manager aus den Bonusplänen der bisherigen Arbeitgeber freikaufen, sind nach wie vor zulässig. So hat Mario Greco, der neue Chef von Zurich, zusätzlich 4.2 Millionen Franken erhalten – als Kompensation für Bonuszahlungen, die er durch seinen Wechsel zu Zurich von seinem früheren Arbeitgeber in den nächsten Jahren nicht mehr erhält.

Frauen: Mehr Verwaltungsrätinnen doch keine Fortschritte in den Konzernleitungen

Der Trend zu immer mehr Verwaltungsrätinnen hat auch 2016 angehalten. Damit hat sich zwar die Frauenquote in den letzten zehn Jahren verdoppelt, noch immer ist aber weniger als jeder vierte Sitz mit einer Frau besetzt. Geradezu dramatisch präsentiert sich das Bild bei den Konzernleitungen. Von den 204 Konzernleitungsposten waren Ende 2016 lediglich 13 durch Frauen besetzt, was einen Frauenanteil von gerade mal 6% ergibt.

Es braucht griffige Massnahmen der Politik

Die absurde Höhe der Managerlöhne und die sich weiter öffnende Lohnschere führen zu einer Entfremdung zwischen Bevölkerung und Wirtschaft. Die Annahmen von Abzocker- und Masseneinwanderungsinitiative und die Ablehnung der Unternehmenssteuerreform III zeigen die unabsehbaren politischen Kosten. Es braucht also dringend vertrauensbildende Massnahmen durch die Politik und einen grösseren Nutzen der hohen Managerlöhne für die Allgemeinheit. Handlungsbedarf sieht Travail.Suisse in folgenden Bereichen:

Griffige Aktienrechtsrevision: Mit der angenommenen Abzockerinitiative sollten die Aktionärsrechte gestärkt werden. Ein dämpfender Effekt auf die Managerlöhne ist aber nicht feststellbar und es bestehen weiterhin Schlupflöcher und Umgehungsmöglichkeiten für Antritts- und Abgangsentschädigungen. In der anstehenden Aktienrechtsrevision müssen hier zwingend griffigere Massnahmen eingeführt werden. Auch kann nur mit einer Frauenquote eine sinnvolle Verteilung der Sitze in den Konzernleitungen auf die beiden Geschlechter erreicht werden.
Steuertransparenz und Solidaritätsbeitrag bei hohen Einkommen: Da die Begrenzung der hohen Saläre politisch nicht mehrheitsfähig ist und die Stärkung der Aktionärsrechte das Problem nicht lösen wird, muss der Nutzen der hohen Saläre für die Gesellschaft erhöht werden. Es braucht Steuertransparenz für hohe Einkommen und eine politische Diskussion über einen Solidaritätsbeitrag.
Löhne und Arbeitsplätze schützen: Die Vorstellung, dass oben die Saläre munter steigen und unten Lohndruck, Arbeitsbelastung und Angst vor Arbeitsplatzverlust zunimmt, trägt wesentlich zum Unbehagen in der Bevölkerung bei. Es braucht einen besseren Schutz der Löhne und der Arbeitsplätze.
Gegenfinanzierung der Ausfälle durch die Unternehmenssteuerreform: Auch mit der Steuervorlage 17 werden umfassende Steuersenkungen in Milliardenhöhe für die Unternehmen ermöglicht. Die vom Bundesrat vorgeschlagene Gegenfinanzierung ist unzureichend. Sie vergrössert die Kluft zwischen Bevölkerung und Wirtschaft. Es braucht eine Korrektur dieser Steuerpolitik.

Weitere Informationen:
• Adrian Wüthrich, Präsident Travail.Suisse, 079 287 04 93
• Jacques-André Maire, Nationalrat und Vizepräsident Travail.Suisse, Tel. 078 709 48 50
• Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Travail.Suisse, 076 412 30 53

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22. Juni 2017, Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Drucker-icon

Managerlohnstudie zeigt: Abzockerinitiative wirkt nicht

Zum 13. Mal führt Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, die Managerlohnstudie durch. Die ersten Resultate zeigen, dass die Topmanager der untersuchten Unternehmen auch 2016 wieder immense Summen erhielten. An mehreren Generalversammlungen wurde denn auch Kritik laut, aber absurde Abstimmungspraktiken verhindern noch immer, dass die Aktionäre die Gehälter der Topmanager nach ihrer Leistungen messen können. mehr

2013 wurde mit der Annahme der Abzockerinitiative der Grundstein gelegt um endlich gegen exorbitante Managerlöhne vorzugehen. Ende des letzten Jahres hat der Bundesrat den Entwurf der Aktienrechtsrevision veröffentlicht, welche die 2014 in Kraft gesetzte Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften (VegüV) ins Gesetz überführen soll. Bei der Umsetzung der Abzockerinitiative wurde der Fokus auf die Stärkung der Aktionärsrechte gelegt: Aktionäre sollen in bindenden Abstimmungen über die Löhne des Managements entscheiden können. Diese Wahl bei der Umsetzung lässt sich generell in Frage stellen und wie die Realität zeigt, sind auch die gewählten Instrumente grösstenteils wirkungslos. So werden die Anträge an den Vergütungsabstimmungen mit durchschnittlichen Zustimmungsquoten von über 90 Prozent zumeist schnell und kritiklos abgehandelt.

Tiefere Zustimmungsquoten an Generalversammlungen

Im Vorfeld der diesjährigen Generalversammlung geriet die Credit Suisse von verschiedener Seite unter Druck: Bedeutende Aktionäre und Stimmrechtsberater kritisierten die CS-Spitze und deren Vergütungen scharf, forderten die Ablehnung des Vergütungsberichtes und stellten sich unter anderem auch gegen die Wiederwahl von Verwaltungsratspräsident Rohner. Doch nicht nur bei der Credit Suisse, sondern auch bei Georg Fischer, ABB und Novartis wurde die Kritik lauter. Damit stellt sich die Frage, ob die Abzockerinitiative endlich Wirkung zeigt und Aktionäre ihre Rolle als Korrektiv endlich wahrnehmen. Und tatsächlich zeigen die Resultate der Vergütungsabstimmungen in den genannten Unternehmen ein anderes Bild als in den letzten Jahren: Die Untersuchung der Vergütungsabstimmungen in Schweizer Unternehmen im Rahmen der jährlich durchgeführten Managerlohnstudie zeigt, dass die Aktionäre von Credit Suisse, Novartis und ABB die Vergütungsberichte mit jeweils nur rund 60 Prozent annahmen, während die Aktionäre von Georg Fischer den Vergütungsbericht gar mit 55 Prozent ablehnten.

Doch es wäre voreilig aus diesen Resultaten zu schliessen, dass die Umsetzung der Abzockerinitiative endlich Früchte trägt. Zum einen sind die Abstimmungen über den Vergütungsbericht ausschliesslich konsultativ und haben somit keinerlei bindende Konsequenzen. Folglich ist es schlicht irrelevant ob ein Vergütungsbericht mit den sonst üblichen rund 90 oder „nur“ mit 60 Prozent angenommen wird. Auch im Falle einer Ablehnung, wie bei Georg Fischer, sind die Konsequenzen begrenzt. Der Konzern gab in einer Medienmitteilung nach der Generalversammlung lediglich bekannt, dass er erneut das Gespräch mit grösseren Aktionären und den Stimmrechtsberatern aufnehmen werde. Zum andern zeigt sich der Effekt der aufkommenden Kritik an den Vergütungsmodellen ausschliesslich in den konsultativen Abstimmungen zum Vergütungsbericht. Die bindenden Abstimmungen zu den Vergütungen des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung werden in den von Travail.Suisse untersuchten Unternehmen mit einer durchschnittlichen Zustimmungsrate von rund 90 Prozent 1 weiterhin praktisch kritiklos durchgewinkt. Auch eine Studie von Hostettler & Company (HCM) 2 , welche die Vergütungsabstimmungen in 242 Schweizer Unternehmen analysiert, zeigt, dass die durchschnittliche Zustimmungsquote bei den bindenden Abstimmungen bei über 90 Prozent liegt und auch die konsultativen Abstimmungen im Durchschnitt eine Zustimmung von 86 Prozent aufweisen.

Besonders kritisch ist zu werten, dass in nur gerade 4 von 22 Unternehmen im Nachhinein über die variable Vergütung abgestimmt wird. Das führt zu der paradoxen Situation, dass die Aktionäre im Vornherein schon über zukünftige Boni und somit über Leistungen ihrer Geschäftsleitung entscheiden müssen. Solange diese absurden Abstimmungspraktiken weiterbestehen und variable Vergütungen auf Basis einer Bewertung der tatsächlichen Leistung eines Topmanagers verunmöglichen, kann man nicht von einer erfolgreichen Umsetzung der Abzockerinitiative sprechen. Auch im Rahmen der Aktienrechtsrevision wird sich gemäss der Botschaft des Bundesrats vom November 2016 3 nichts an dieser Situation ändern. Prospektive Abstimmungen über variable Vergütung sollen weiterhin erlaubt sein – lediglich an die Bedingung geknüpft, dass nach Abschluss des Geschäftsjahres konsultativ über den Vergütungsbericht abgestimmt wird. Doch dass Konsultativabstimmungen nur begrenzt wirkungsvoll sind, wurde bereits erläutert.

Antrittsentschädigungen weiterhin gang und gäbe

Auch in einem weiteren Punkt wird klar, dass die Aktienrechtsrechtsrevision wichtige Elemente vernachlässigt und somit relativ wirkungslos bleiben wird. Eine zentrale Forderung im Rahmen der Abzockerinitiative war die Abschaffung der sogenannten Antrittsentschädigungen. Bei diesen Entschädigungen handelt es sich faktisch um Kompensationszahlungen des neuen Unternehmens für Boni, die der entsprechende Manager eventuell in der Zukunft bei seinem bisherigen Arbeitgeber erhalten hätte. Das „hätte“ und das „eventuell“ in diesem Satz zeigt bereits die Absurdität der ganzen Sache. Wieso sollte jemand für Boni für Leistungen, die er oder sie eventuell in der Zukunft erbracht hätte, „kompensiert“ werden? Der Bundesrat verpasst jedoch die Chance im Rahmen der Aktienrechtsrevision Antrittsentschädigungen ein für alle Mal zu unterbinden. Zudem verzichtet der Bundesrat darauf, einen klaren Nachweis zu fordern, dass eine Prämie einen nachweisbaren finanziellen Nachteil kompensiert.

Im letzten Jahr sorgte Tidjane Thiam, der neue CEO von Credit Suisse, mit einer Antrittsentschädigung in der Höhe von 14 Mio. CHF für Aufsehen. Doch auch aktuell wurden wieder Antrittsprämien in Millionenhöhe verteilt. Ein Beispiel ist die Versicherung Zurich Insurance, die ihren Neuzugängen in der Geschäftsleitung Antrittsentschädigungen im Wert von insgesamt 10.1 Mio. CHF in Form von Zahlungen und Aktienzuteilungen zusprach. Davon gingen 4.2 Mio. CHF an den neuen CEO Mario Greco, der im März 2016 die Geschäftsleitung übernahm. 4

Abschliessend lässt sich also festhalten, dass die Abzockerinitiative trotz der aufkommenden Kritik an den Vergütungssystemen verschiedener Unternehmen kaum Wirkung zeigt. Die entscheidenden, bindenden Abstimmungen über die Vergütungen des Topmanagements werden an den Generalversammlungen weiterhin praktisch kritiklos durchgewinkt. Ausserdem wurde das eigentliche Ziel der Initiative, nämlich gegen exorbitante Managerlöhne vorzugehen, nicht erreicht – im Gegenteil – die Managerlöhne sind seit dem Ja zur Abzockerinitiative nicht etwa gesunken, sondern weiter angestiegen!

Ohne auf die Grundsatzfrage einzugehen, ob eine Stärkung der Aktionärsrechte ein sinnvolles Instrument zur Verhinderung exorbitanter Vergütungen darstellt, kritisiert Travail.Suisse deshalb den Verzicht des Bundesrats auf wichtige und von Travail.Suisse geforderte Massnahmen, wie etwa sinnvolle Abstimmungspraktiken an den Generalversammlungen, wirksame Verbote von Antritts- und Abgangsentschädigungen, sowie eine Offenlegungspflicht der Vergütungen der einzelnen Geschäftsleitungsmitglieder.


1 Eigene Berechnung, Travail.Suisse
2 HCM (2017): http://www.hcm.com/en/news-publications/
3 Botschaft Bundesrat: https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2017/399.pdf
4 Geschäftsbericht Zurich 2016: https://annualreports.zurich.com/2016/de/geschaeftsbericht/

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12. Juni 2017, Miriam Hofstetter, Mitarbeiterin Managerlöhne Drucker-icon

Frauen in Führungspositionen – Fortschritte auf tiefem Niveau

Im Rahmen der jährlich durchgeführten Managerlohnstudie untersucht Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, auch den Frauenanteil in den Verwaltungsräten und Geschäftsleitungen von Schweizer Unternehmen. Die Zahlen der Studie zeigen, dass die Frauenvertretung in den Geschäftsleitungen nach wie vor auf einem sehr tiefen Niveau stagniert. Der Frauenanteil in den Verwaltungsräten hingegen entwickelt sich auf den ersten Blick in eine erfreuliche Richtung. Im Vergleich mit anderen westeuropäischen Staaten nimmt die Schweiz jedoch eine der letzten Positionen ein. Dies zeigt einmal mehr, dass die Diskussion über eine Quotenregelung dringend notwendig ist. mehr

Der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen der von Travail.Suisse untersuchten Unternehmen belief sich 2016 auf 6 Prozent. Betrachtet man die untenstehende Grafik, zeigt die Entwicklung der letzten Jahre eine Stagnation im Bereich zwischen 4 und 6 Prozent. Es lässt sich also keine klare Entwicklung in Richtung der von verschiedenster Seite geforderten 20 Prozent erkennen. Insbesondere kritisch zu werten ist, dass 15 der 26 untersuchten Unternehmen Geschäftsleitungen ohne jegliche Frauenbeteiligung aufweisen. Dies entspricht einem Anteil von rund 60 Prozent reiner Männergremien. Der Frauenanteil in den Verwaltungsräten belief sich 2016 auf 24 Prozent. Dies bestätigt den kontinuierlichen Anstieg der letzten Jahre, ist jedoch noch immer deutlich unter den geforderten 30 Prozent der laufenden Aktienrechtsrevision.

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Abbildung 1: Frauenanteil in Verwaltungsrat und Geschäftsleitung 2002-2016, Quelle: Eigene Darstellung, Travail.Suisse

Eine Tatsache, die mit Blick in die Zukunft hoffen lässt, ist, dass im Jahr 2016 13 Prozent der Neuzugänge in den Geschäftsleitungen und 28 Prozent der Neuzugänge in den Verwaltungsräten der von Travail.Suisse untersuchten Firmen Frauen waren. Die aktuellsten Zahlen des Schillingreports 2017 1 bestätigen diese positive Entwicklung, zeigen jedoch ebenfalls klar auf, dass der Frauenanteil in Führungspositionen weiterhin bedenklich tief ist. In diesem Sinne lohnt sich ein Blick über die Grenzen hinaus, denn insbesondere im europäischen Vergleich hinkt die Schweiz noch immer deutlich hinterher und es besteht ein grosser Aufholbedarf.

Die Schweiz als Schlusslicht im europäischen Vergleich

Gemäss Daten des Peterson Institute for International Economics 2 belegte die Schweiz 2016 im Bezug auf die Frauenvertretung in Geschäftsleitungen den erschreckenden 56. Rang von 59 untersuchten Ländern. Während Norwegen einen Frauenanteil von rund 40 Prozent vorweisen kann, liegt die Frauenvertretung in Ländern wie Italien, Schweden und Finnland zumindest über 20 Prozent. Die Schweiz hingegen fällt gemäss der Studie mit 8 Prozent deutlich ab.

In den Verwaltungsräten zeigt sich ein ähnliches Bild. Gemäss den Zahlen des Schillingreports 2017 3 und einer Studie der Credit Suisse 4 belegt die Schweiz im europäischen Vergleich auch hier einen der letzten Plätze im Bezug auf die Frauenvertretung. Spitzenreiter ist wiederum Norwegen mit einem Frauenanteil von über 40 Prozent. Auch Frankreich, Schweden, Italien, Finnland und neu auch Deutschland weisen Werte um 30 Prozent oder mehr auf, während die Schweiz gemäss der Credit Suisse Studie mit einem Frauenanteil von 13.4 Prozent klar unter dem europäischen sowie auch dem globalen Durchschnitt liegt. 5 So befindet sich die Schweiz in Punkto Frauenvertretung näher bei Ländern wie Indien und Thailand, als bei ihren europäischen Nachbarn.

Diese erschreckende Tatsache ist insbesondere auf die bemerkenswerten Fortschritte vieler europäischer Staaten in den vergangenen Jahren zurückzuführen. In Norwegen, Belgien, Frankreich, Italien, der Niederlande und Deutschland sind Frauenquoten in den Verwaltungsräten grosser Unternehmen heute Realität. Während in Norwegen bei Nichterfüllung harte Strafen drohen, sind in den meisten anderen Ländern keine Sanktionen vorgesehen. Besonders interessant aus Sicht der Schweiz ist der Vergleich mit Deutschland, wo 2016 eine Frauenquote von 30 Prozent für den Verwaltungsrat eingeführt wurde. Fünf Monate nach der Einführung lag der Frauenanteil bereits bei über 30 Prozent und knapp zwei Drittel der DAX-Unternehmen erfüllten die vorgeschriebene Quote. 6

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Abbildung 2: Frauenanteil in Geschäftsleitung und Verwaltungsrat, Quelle: Credit Suisse Research 2016

Frauenquote muss auch in der Schweiz Realität werden

Im Rahmen der Aktienrechtsrevision, welche bald ins Parlament kommt, schlägt der Bundesrat eine Frauenquote von 30 Prozent in Verwaltungsräten und 20 Prozent in Geschäftsleitungen börsenkotierter Firmen vor. Griffige Kontrollmechanismen und Sanktionen, welche Travail.Suisse im Vorfeld gefordert hatte, sind jedoch nicht vorgesehen. Die Firmen wären lediglich verpflichtet sich bei einer Nicht-Einhaltung der Quoten nach dem „comply or explain“-Prinzip zu erklären. Obwohl die Vorlage ohne konkrete Sanktionsmöglichkeiten relativ zahnlos scheint, so wäre sie in Anbetracht des riesigen Aufholbedarfs der Schweiz doch ein Schritt in die richtige Richtung. Die Vorlage wird nicht nur von linker Seite unterstützt. Auch bürgerliche Rechtsexperten erkennen, dass im Rahmen des verfassungsmässigen Auftrags zur Gleichstellung etwas getan werden muss und sprechen sich für die Einführung einer Frauenquote im Zuge der laufenden Aktienrechtsrevision aus. 7

Travail.Suisse unterstützt die Vorlage als wichtigen, wenn auch zu zaghaften, Schritt in Richtung eines ausgeglichenen Geschlechterverhältnisses in Führungspositionen. Die Zeit, in der ein Grossteil der Unternehmen in den Händen reiner Männergremien liegt, muss endlich der Vergangenheit angehören. Das Beispiel des Kantons Basel-Stadt zeigt, was möglich ist: Innerhalb nur eines Jahres wurde in der Stadt Basel eine Frauenquote von 33 Prozent in öffentlichen und staatsnahen Betrieben erreicht. An diesem und am oben erwähnten Beispiel Deutschlands wird klar, was die Einführung von Quoten bewirken kann und was es in der Schweiz nun zu tun gilt, um das Ziel einer besseren Vertretung von Frauen in der Wirtschaft zu erreichen.


1 http://www.schillingreport.ch/de/home
2 PIIE (2016): https://piie.com/publications/working-papers/gender-diversity-profitable-evidence-global-survey
3 Schillingreport 2017 (Medienmitteilung): http://www.schillingreport.ch/de/home
4 Credit Suisse Research (2016): https://www.credit-suisse.com/ch/de/about-us/media/news/articles/media-releases/2016/10/de/gender-3000.html
5 Die Studie der Credit Suisse und der Schillingreport 2017 weisen bei der Frauenvertretung in Verwaltungsräten eine deutlich tiefere Zahl aus als die Studie von Travail.Suisse. Dies lässt sich durch die unterschiedliche Zusammensetzung der untersuchten Betriebe erklären.
6 NZZ (13.6.2016): https://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschaftspolitik/gleichstellung-in-unternehmen-deutschland-erreicht-frauenquote-ld.88581
7 Tages-Anzeiger (22.4.2017): An der Frauenquote schneiden sich Männergeister

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08. Mai 2017, Miriam Hofstetter, Mitarbeiterin Managerlöhne Drucker-icon

Wem nützen die hohen Managerlöhne?

Der Nationalrat hat heute eine Motion (15.3100) von Jacques-André Maire abgelehnt, welche eine Steuertransparenz für hohe Managerlöhne forderte. Die Politik zeigt damit wenig Gehör für das Ärgernis der überhöhten Entschädigungen für Manager. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist dies eine verpasste Chance, die Diskussion der Managerlöhne zu versachlichen und aufzuzeigen, dass die hohen Managerlöhne auch einen gesellschaftlichen Nutzen haben. mehr

Mit dieser Motion hätte eine Öffentlichkeit über das Steuerregister der direkten Bundessteuer für die Manager mit sehr hohen Salären eingeführt werden sollen. Öffentliche Steuerregister auf kantonaler Ebene entsprachen über Jahre hinweg schweizerischer Tradition. Erst in den letzten Jahren wurde die Einsicht ins Steuerregister mehr und mehr beschränkt, resp. abgeschafft. „Eine Transparenz über die Steuerzahlungen der Topmanager, würde helfen, den Nutzen dieser Saläre – sprich die hohen Steuerzahlungen – für die Allgemeinheit aufzuzeigen“, sagt Jacques-André Maire, Vizepräsident von Travail.Suisse.

Abzockerproblem nach wie vor ungelöst

Die exorbitanten Löhne der Topmanager sind in der Schweiz seit längerem ein Thema, welches die Bevölkerung empört. Dies führt zu einer Entfremdung und Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Wirtschaft. Deutlich zeigt sich dies bei der Annahme der Abzocker- und Masseneinwanderungsinitiative sowie der Ablehnung der Unternehmenssteuerreform III. Aus der Managerlohnstudie von Travail.Suisse wird deutlich, dass die Entwicklung der Managerlöhne auch in den letzten Jahren nicht gebremst wurde. Seit 2011 sind die Bezüge für zwei Drittel der CEO’s und gar für drei Viertel der übrigen Konzernleitungsmitglieder gestiegen – und zwar durchschnittlich um 21% für die Chefs und um 15 % für den Rest der Konzernleitung. „Die angenommene Abzockerinitiative stellt kein wirksames Instrument gegen die horrenden Managerlöhne dar – zu zahlreich sind die Umgehungsmöglichkeiten und zu wenig zielführend die Vergütungsabstimmungen“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. „ Mit der heute abgelehnten Motion, macht die Politik deutlich, dass sie nicht wirklich gewillt ist, das Abzockerproblem in den Griff zu bekommen“, so Fischer weiter.

Für weitere Informationen:
Jacques-André Maire, Vizepräsident Travail.Suisse, 078 709 48 50
Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Travail.Suisse, 076 412 30 53

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27. Februar 2017, Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Drucker-icon

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Donnerstag, 23. November 2017, 9.30 Uhr, Welle 7 (Deck 4, Raum-Nummer 4.13), Schanzenstrasse 5, Bern

Thema:
Barometer Gute Arbeit Qualität der Arbeitsbedingungen aus der Sicht der Arbeitnehmenden – repräsentative Ergebnisse für die Jahre 2015 bis 2017

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