Thèmes – Formation

Aktuelle Lehrstellensituation – Es braucht noch mehr Engagement

Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, ist beunruhigt über die aktuelle Lehrstellensituation. Sie zeigt, dass die Politik (Bund und Kantone) und die Wirtschaft (Betriebe und Organisationen der Arbeitswelt) noch mehr unternehmen müssen, um allen Jugendlichen eine Perspektive zu ermöglichen. Travail.Suisse hat selber ein Projekt gestartet zur Lehrstellenförderung in der Westschweiz. mehr

Travail.Suisse anerkennt die grosse Leistung, die Politik und Wirtschaft in den letzten Jahren zur Schaffung neuer Lehrstellen geleistet haben. Die aktuelle Lehrstellensituation zeigt aber: Die bisherigen Anstrengungen genügen nicht. Es muss noch mehr unternommen werden, damit allen Jugendlichen eine berufliche Perspektive geboten werden kann. Travail.Suisse begrüsst daher die Lehrstellenkonferenz, die unter der Leitung von Bundesrat Deiss am 10. November 05 in Luzern stattfindet. Zudem ruft Travail.Suisse die Kantone und die Organisationen der Arbeitswelt auf, noch mehr Projekte beim Innovationsfonds des Bundes einzugeben. Dort stehen Gelder für Projekte zur Lehrstellenförderung und zur Schaffung von Ausbildungsverbünden bereit. Travail.Suisse möchte sich von der Forderung, noch mehr Engagement zu zeigen, selber nicht dispensieren. Travail.Suisse hat am 1. Oktober 2005 ein Projekt zur Lehrstellenförderung in der Westschweiz gestartet.

27 octobre 2005, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation

Neues Ausländergesetz: Arbeitsbewilligungen mit der Schaffung von Lehrstellen verknüpfen

Aus bildungs- und integrationspolitischer Sicht ist es sinnvoll, das bereits bestehende Potenzial auf dem Schweizer Arbeitsmarkt möglichst gut auszuschöpfen. Zum Beispiel indem Arbeitsbewilligungen von der Schaffung von Ausbildungsplätzen abhängig gemacht werden. So können die Arbeitgeber für ihre sozialpolitische Verantwortung sensibilisiert werden.

26 septembre 2005, Denis Torche, Responsable politique environnementale, fiscale et extérieure

Projekte stärken die Berufsbildung

Kürzungen im Bildungsbereich werden üblicherweise mit dem Argument bekämpft, dass Bildungsausgaben Investitionen sind. Wer im Bildungsbereich den Rotstift ansetzt, schwächt die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit wie auch das Wachstum einer Wirtschaft und gefährdet damit die eigene Zukunft. Es gibt allerdings noch einen zweiten Grund, bei Kürzungen im Bildungsbereich vorsichtig zu sein: Kürzungen treffen meistens Projekte zugunsten von benachteiligten Gruppen oder Neuentwicklungen.

24 avril 2005, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation

Jugend ohne Arbeit: jetzt handeln!

Die Jugendlichen sind von der Arbeitslosigkeit am härtesten betroffen. Nach wie vor sind rund 30’000 Jugendliche als erwerbslos registriert, zusätzlich befinden sich 10’000 in arbeitsmarktlichen Massnahmen. In Tat und Wahrheit suchen über 60’000 Jugendliche eine Lehrstelle oder einen Job. Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert ein rasches Handeln. mehr

Für Travail.Suisse stehen folgende Massnahmen im Vordergrund:

Bereits geschaffene Instrumente besser umsetzen

Anzahl der Lehrstellenförderer erhöhen: Die Kantone sind aufgerufen, die vorhandenen Bundesmittel abzuholen, um die Anzahl der Lehrstellenförderer zu erhöhen
Bundesrätliche Kompetenzen konkreter ausnutzen: Der Bundesrat soll mit der Eidgenössischen Berufsbildungskommission klar definierte Projekte lancieren
Branchenverbände: Von ihrer Seite sind mehr Engagement und weniger Kritik gefragtIm Rahmen der ALV sind die Anzahl der Motivationssemester und der Berufspraktika, spezifisch auf erwerbslose Jugendliche ausgerichtet, massiv zu erhöhen

Weitere Massnahmen ergreifen

Brückenangebote sind mit einem Bildungsauftrag zu versehen mit dem Ziel, dass aus der „Notlösung Übergangsjahr“ ein anerkanntes und anrechenbares Bildungsjahr wird
Die Grossbetriebe, inkl. Bund und Kantone, sollen pro 100 Angestellte mindestens drei Lehrlinge ausbilden
Es sind besondere Projekte für ausländische Jugendliche zu lancieren

Was macht Travail.Suisse?


Lehrlinge ausbilden und Jugendliche anstellen
Lehrstellenförderung durch Regionalsekretär/innen und Arbeitnehmervertreter/innen
Integration von ausländischen Jugendlichen in die Berufsbildung, indem bereits laufende Projekte in die Betriebe hineingetragen werden
Forcieren und Mitarbeiten bei der Umsetzung der neu geschaffenen Instrumente

07 mars 2005, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation

Die 10 Thesen zur Lehrstellenproblematik

Auch diesen Sommer werden einige Tausend Jugendliche keine Lehrstelle antreten können. Sie werden in eine Warteschlange (Übergangsjahr, Brückenan-gebot, 10. Schuljahr) abgedrängt. In dieser Warteschlange befinden sich heute schon rund 22’000 Jugendliche. Zu Recht stellen sich die Partner der Berufsbildung (Bund, Kantone, Organisationen der Arbeitswelt), aber auch die sensibilisierten Bewohner/innen unseres Landes die Frage, was zur Verbesserung der Situation unternommen werden kann und muss. Die Meinung von Travail.Suisse zu diesem Themenbereich sei hier in zehn Thesen kurz zusammengefasst.

07 mars 2005, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation

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