Themen – Bildung – Berufliche Grundbildung

Eine Ressourcenverschleuderung mit hohen gesellschaftlichen Kosten

Die Diskriminierung von Jugendlichen mit ausländischer Herkunft auf dem Lehrstellenmarkt ist eine Tatsache. Das ist ineffizient, kommt einer Verschleuderung von Ressourcen gleich und wird langfristig enorme soziale Kosten nach sich ziehen. Da ein immer grösserer Anteil der Schulabgänger/innen ausländische Wurzeln hat, droht sich die Problematik zu akzentuieren. Travail.Suisse hat deshalb ein neues Instrument für Lehrbetriebe entwickelt und fordert aktives Vorgehen gegen die Diskriminierung Jugendlicher mit ausländischem Namen bei der Lehrstellensuche.

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24. November 2008, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

Zukunft statt Herkunft!

Travail.Suisse und KV Schweiz haben mit www.zukunftstattherkunft.ch ein neues Instrument entwickelt, mit dem jeder Lehrbetrieb einfach und mit wenig Aufwand sicherstellen kann, dass er Jugendliche ausländischer Herkunft bei der Lehrlingsselektion nicht diskriminiert. Anlässlich einer Medienkonferenz in Bern haben Travail.Suisse und KV Schweiz dieses Projekt heute der Öffentlichkeit vorgestellt.

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PK 201108 Text M. Flügel.doc 44 KB

PK 201108 Text M. Kuert.doc 37 KB

PK 201108 Text R. Halbright.doc 126 KB

Referat ARU gelayoutet.pdf 104 KB

Referat PKY gelayoutet.pdf 112 KB

20. November 2008, Martin Flügel, Präsident und Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Berufsmatura: Das heutige System hat sich bewährt, Optimierungen sind aber nötig

Die Berufsmatura (BM) ist eine Erfolgsgeschichte. Optimierungen sind aber notwendig, um leistungsstarke Jugendliche in Konkurrenz zum Gymnasium bei der Stange zu halten. Die Abschaffung der BM-Richtungen, wie sie vom BBT beabsichtigt wird, bringt unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen viel Unruhe, aber wenig Zusatznutzen. Vielmehr sollte das Gewicht auf einen leichten Ausbau der zur Verfügung stehenden Unterrichtszeit und auf die Möglichkeit einer lehrbegleitenden Berufsmatura für alle gelegt werden.

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25. August 2008, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Verordnung über die eidgenössische Berufsmaturität

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18. August 2008, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon

Zeit, die Ausländerdiskriminierung bei der Lehrstellenvergabe zu stoppen

Für Jugendliche mit ausländischem Pass und Namen hat sich die Situation auf dem Lehrstellenmarkt trotz der Rede von Entspannung noch kaum gebessert. Unter anderem ist dies das Resultat der Diskriminierung von ausländischen Jugendlichen bei der Lehrlingsauswahl. Für Travail.Suisse ist es höchste Zeit, dies zu ändern. mehr

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) spricht auf Grund des Lehrstellenbarometers von einer Entspannung. Das ist nur die halbe Wahrheit. Ausländische Jugendliche und Jugendliche mit fremd klingenden Namen haben nach wie vor grosse Mühe, eine Lehrstelle zu finden. Dies nicht nur, weil sie tiefere Schulqualifikationen, weniger Netzwerke oder geringere Sprachkenntnisse hätten: Verschiedene Studien zeigen eindeutig, dass Jugendliche mit fremdländisch klingenden Namen bei der Lehrlingsselektion diskriminiert werden.1 Auch wer alle Auswahlkriterien erfüllt, hat wegen Vorurteilen deutlich weniger Chancen auf eine Lehrstelle, wenn er den falschen Namen trägt.

Dies hat weit reichende Folgen: Für die Jugendlichen entsteht Frust und Perspektivlosigkeit. Ohne Ausbildung droht ihnen der gesellschaftliche Ausschluss. Die Diskriminierung ist aber nicht nur unfair, sondern auch ineffizient: Betriebe wählen aus Angst vor Problemen nicht die geeignetsten Jugendlichen. Und Staat und Gesellschaft tragen früher oder später die Folgen, indem sie für spätere Kosten von Arbeitslosigkeit und Sozialhilfe aufkommen müssen.

Es ist an der Zeit, mehr Fairness in die Lehrlingsselektion zu bringen. Die Betriebe werden sich in Zukunft die Diskriminierung auf Grund der sinkenden Lernendenzahlen nicht mehr leisten können, wenn sie noch genügend Fachkräfte ausbilden wollen. Nun braucht es gezielte Sensibilisierungsmassnahmen und Hilfestellungen für Betriebe:

- Nutzen der fairen Selektion mit guten Beispielen aufzeigen (Best Practice Kampagne)

- Leitfäden, Checklisten, Empfehlungen für Lehrbetriebe zur Verfügung stellen

- Zur Verfügung stellen von fairen Selektionsinstrumenten (z.B. Anonymisierung)

- Charta der Branchenverbände

- Thematisierung in der Aus- und Weiterbildung von Berufsbildnern

12. Juni 2008, Matthias Kuert Killer, Leiter Sozialpolitik Drucker-icon