Thèmes – Formation – Formation professionnelle supérieure

Forumtheater „I Girl I Boy I Phone“

„Identitätsfindung junger Menschen in Zeiten der Globalisierung, der Digitalisierung und der Migration“ – so lässt sich das Thema der neuen Forumtheaterproduktion von Maralam zusammenfassen. Die Premiere des Forumtheaters „I Girl I Boy I Phone“ findet am 20. November 2017 in Zusammenarbeit mit der Berufsfachschule BBB (BerufsBildungBaden) in Baden statt. Träger des Projektes ist Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden. mehr

Von Bruno Weber-Gobet, Produktionsleiter des Forumtheaterprojekts und Leiter Bildungspolitik Travail.Suisse und Peter Braschler, Projektleiter MARALAM

Die neue Forumtheaterproduktion nimmt die teilnehmenden Schulklassen mit auf eine Reise durch Fragen der Identitätsfindung junger Menschen in Zeiten der Globalisierung, der Digitalisierung (Industrie 4.0) und der Migration. Inhaltlich bedeutsam sind die unterschiedlichen Frauen- und Männerbilder, mit denen junge Menschen in der heutigen Zeit in ihrem familiären, schulischen, beruflichen, religiösen und gesellschaftlichen Umfeld konfrontiert werden. Besonders beachtet wird dabei die Rassismusdebatte, die durch Migrations- und Integrationsfragen wie auch durch die starke Vernetzung über die sozialen Medien angefacht wird.

Intensive Recherchearbeit

Die Grundlage für die Erarbeitung des Forumtheaters bilden intensive Recherchearbeiten in und mit Berufsschulklassen und Betrieben. Die Theatermacher wollten verstehen, was heutige Berufslernende beschäftigt, wie sie mit Globalisierung, Digitalisierung und Migration umgehen und in welche Identitätskonflikte sie als Frauen oder Männer verwickelt sind. Daraus sind konfliktreiche Szenen entstanden, auf welche die Teilnehmenden reagieren können.

Interaktion wird gross geschrieben

Das Forumtheater ist eine besondere Theaterform. Sie setzt auf Interaktion. Die Szenen thematisieren Konflikte und fordern die Teilnehmenden heraus, aktiv ins Bühnengeschehen einzugreifen und ihre Vorschläge zur Lösung der Konflikte spielerisch einzubringen. Die Erfahrung zeigt, dass dieser Prozess des konkreten Ausprobierens von Lösungen für die Teilnehmenden spannend und befreiend ist – es wird viel gelacht. Begleitet wird das Forumtheater durch didaktisch-pädagogische Materialien zur Vor- und Nachbereitung. Während das Forumtheater eher eine ganzheitliche, auch die Emotionen und die Ästhetik einschliessende Form darstellt, werden mit den Materialien zur Vor- und Nachbereitung eher theoretisches, analytisches und mehr-perspektivisches Wissen zum Themenfeld aufgebaut. Es ermöglicht eine vertiefte und breite Reflexion des Themenfeldes.

Smartphone on

Identitätsfindung findet nicht im luftleeren Raum statt, sondern in der realen Welt, zu der heute auch die digitale Welt gehört. Das Smartphone als Teil der digitalen Welt und ständiger Begleiter der meisten Jugendlichen (und Erwachsenen) gehört daher auf die Bühne, sonst wird die heutige Welt nicht richtig abgebildet. Für die SchauspielerInnen wie auch für die Schulklassen heisst es daher „Smartphone on“. In den Szenen soll präsent sein, dass die digitale Welt unsere Beziehungen prägt, über sie Werte vermittelt werden, ihre richtigen (?) oder falschen (?) Informationen Wirklichkeiten mit zum Teil weitreichenden Folgen schafft und die Berufe und die Berufsbildung beeinflusst.

Der Start eines längeren Projektes

Mit der Premiere in Baden startet ein längerfristig angelegtes Projekt. Zur Premiere sind daher auch die Verantwortlichen der anderen Berufsfachschulen eingeladen. Sie sollen durch die Visionierung entscheiden können, ob sie das Forumtheaterprojekt „I Girl I Boy I Phone“ auch an ihrer Schule durchführen wollen. Das Vorgängerprojekt von „I Girl I Boy I Phone“ – „Rookie – verschiedene Nationalitäten im Lehrlingsalltag“, das ebenfalls von Travail.Suisse und Maralam initiiert wurde – hat zwischen 2007 und 2014 mehr als 20‘000 Berufslernende erreicht. Das neue Projekt wird auch in der französischsprachigen und italienischsprachigen Schweiz durchgeführt. Die Premierenorte sind schon festgelegt und die Verträge mit den jeweiligen Theatergruppen unterzeichnet. Alle weiteren Informationen sind auf der Homepage www.Igirlboyphone.ch zu finden.

Abspann

Das Forumtheaterprojekt „I Girl I Boy I Phone“ wird getragen von Travail.Suisse in Partnerschaft mit der SDK, Schweizerische Direktorinnen- und Direktorenkonferenz der Berufsfachschulen und dem SVABU, Schweizerischer Verband für allgemeinbildenden Unterricht.

Für die Premierenserie in der Deutschschweiz besteht eine Kooperation mit der Berufsfachschule BBB (BerufsBildungBaden). Die Produktion wird unterstützt durch die Schweizerische Eidgenossenschaft, Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI und dem
Industrieverband „*Swissmem*“.

Durchgeführt wird es durch das Theater Maralam, das seit Jahren mit spezifischen Produktionen für Berufsschulen erfolgreich ist – stufengerecht, doch herausfordernd. www.maralam.net

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13 novembre 2017, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation Drucker-icon

Die Berufsbildung von morgen – heute angedacht

Das Berufsbildungssystem der Schweiz ist top. Das haben aktuell die Weltmeisterschaften der Berufsbildung (worldskills) in Abu Dhabi gezeigt: 20 Medaillen, davon 11 goldene, haben sich die jungen Berufsleute aus der Schweiz erkämpft. Damit die Berufsbildung ihre hohe Qualität halten kann, darf sie nicht ruhen, sondern muss kluge und neue Antworten auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen finden. Das wird mit einer neuen Strategie „Berufsbildung 2030“ angestrebt. mehr

Was bedeuten Digitalisierung, Globalisierung, Migration oder erhöhte Anforderungen des Arbeitsmarktes für die Berufsbildung? Wie kann die Berufsbildung den schnellen technologischen Wandel bewältigen? Wie kann die Berufsbildung die Erwachsenen, auch die älteren Arbeitnehmenden, besser ins Berufsbildungssystem integrieren? Solche und ähnliche Fragen werden seit mehr als einem Jahr in der Berufsbildung intensiv diskutiert. Entstanden ist ein erstes Leitbild.

Ein verheissungsvolles Leitbild

Das erarbeitete Leitbild verlangt zum Beispiel, dass die Berufsbildung „individuelle Lernwege und Laufbahnentwicklungen“ fördert. Das ist eine Verheissung für Erwachsene und bedeutet, dass die Berufsbildung besser mit der persönlichen Lebenssituation vereinbart werden können soll. Mit Hilfe der Digitalisierung soll die Bildung ort- und zeitunabhängiger werden. Die Hürden bei einer beruflichen Neuorientierung sollen minimiert werden. Das sind alles Ideen, die es den Erwachsenen vereinfachen sollen, ihre beruflichen Kompetenzen auf aktuellem Stand zu halten und notwendige Berufswechsel durchzuführen. Denn niemand weiss, ob es seinen oder ihren Beruf in der jetzigen Form in Zukunft noch gibt und ob die bereits erworbenen beruflichen Kompetenzen in Zukunft noch benötigt werden. Da ist es gut, wenn die Berufsbildung sich so weiterentwickelt, dass Anpassungen einfacher möglich sind.

Eine dornige Umsetzung?

Solche Ideen müssen nun in konkrete Massnahmen umgesetzt werden. Das wird nicht einfach werden. Denn ein Leitbild zu formulieren, ist das eine. Es wirklich umzusetzen, ein anderes. Aber schon dieses Jahr sollen erste Schritte dazu gemacht werden. Am 13. November 2017 findet das Spitzentreffen der Berufsbildung statt. Bundesrat Johann Schneider-Ammann, die Spitzen der Kantone und der Wirtschaft, darunter auch der Präsident von Travail.Suisse, Adrian Wüthrich, werden das Leitbild miteinander diskutieren und – hoffentlich – auch erste Entscheidungen im Hinblick auf die Umsetzung treffen. Dazu gehört zum Beispiel die Prioritätensetzung und die Entscheidung, welche Ideen und Leitsätze als erstes umgesetzt werden sollen.

Die Forderungen von Travail.Suisse

Travail.Suisse war von Beginn weg eng in den Strategieprozess Berufsbildung 2030 involviert und hat seine Forderungen eingebracht. Im Fokus stehen insbesondere folgende Punkte:

a) In allen Diskussionen und Entscheidungen müssen immer alle Bereiche der Berufsbildung, also die berufliche Grundbildung, die Berufsmaturität, die Höhere Berufsbildung sowie die berufsorientierte Weiterbildung mitgedacht werden und nicht nur die berufliche Grundbildung.
b) In allen Diskussionen und Entscheidungen sollen nicht nur die Anliegen und Bedürfnisse der Jugendlichen, sondern immer auch die Anliegen und Bedürfnisse der Erwachsenen, auch der über 50-jährigen Personen, berücksichtigt werden.
c) Bei allen Diskussionen und Entscheidungen soll immer nach dem Informations- und Beratungsbedarf der verschiedenen Zielgruppen gefragt werden. Weiter muss der Zugang zu Leistungen der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung für alle möglichst vereinfacht werden.
d) In allen Diskussionen und Entscheidungen darf nicht nicht von einem einengenden Bild der Verbundpartnerschaft ausgehen. Wichtig ist es, immer wieder zu fragen, wer bei dem besprochenen Thema an den Diskussions- und Verhandlungstisch gehört, um sachgerechte und zukunftsfähige Lösungen zu finden.

Wird die Strategie „Berufsbildung 2030“ in griffige und konkrete Massnahmen umgesetzt, so kann sie den Weg ebnen, dass Jugendliche wie auch Erwachsene den Wechsel in die digitalisierte Arbeitswelt erfolgreich schaffen. Damit dies gelingt, sind Politik wie Wirtschaft gleichermassen gefordert.

>> Zur Strategie

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17 10 30 Die Berufsbildung von morgen d.docx 16 KB

30 octobre 2017, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation Drucker-icon

Travail.Suisse weist die Verordnung zu den höheren Fachschulen zurück

Morgen endet die Vernehmlassungsfrist zur Totalrevision der Verordnung des WBF über die Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen (MiVo-HF). Die Totalrevision hat zum Ziel, die höheren Fachschulen zu stärken. Leider ist mit dem Entwurf das Gegenteil der Fall. Deshalb weist ihn Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, zur Überarbeitung zurück. mehr

Am Freitag, 31. März 2017, läuft die Vernehmlassungsfrist zur Totalrevision der Verordnung über die MiVo-HF ab. Obschon Travail.Suisse den Zielen dieser Revision weitestgehend zustimmt, kritisiert der Dachverband die Vorschläge, wie diese Ziele erreicht werden sollen. „Die neue MiVo-HF mit ihren Vorschlägen und ihrer Ausgestaltung schwächt die höheren Fachschulen statt sie zu stärken“, ist Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik bei Travail.Suisse, überzeugt.

Neue Regelungen schwächen höheren Fachschulen

Problematisch ist die Streichung der acht Fachbereiche, welche die heutige MiVo-HF kennt. In der neuen MiVo-HF sollen sie als Struktur- und Ordnungsprinzip verschwinden. Befragungen zeigen aber, dass das heutige System bei den Akteuren breit abgestützt ist, und eine Studie empfiehlt, grundsätzlich daran festzuhalten und nur punktuelle Anpassungen vorzunehmen 1 . Trotzdem schlägt das SBFI das Gegenteil vor, und das obwohl die Fachbereiche ein wichtiger Teil der Qualitätskultur des HF-Systems sind. Kritisch ist auch, dass die Kantone in der neuen MiVo-HF marginalisiert und aus der Rolle der Aufsicht, die ihnen das Gesetz Art. 29.5 BBG zuspricht, gedrängt werden. Auch hier zeigt sich, dass die Zusammenarbeit zwischen den Verbundpartnern zu wenig durchstrukturiert ist.

Travail.Suisse fordert das Departement von Bundesrat Johann Schneider-Ammann auf, die vorgelegte neue MiVo-HF zurückzuziehen, sie grundsätzlich zu überarbeiten und sie vor einer weiteren Vernehmlassung mit den Spitzen der Verbundpartner zu diskutieren.

zur Stellungnahme von Travail.Suisse: http://www.travailsuisse.ch/aktuell/vernehmlassungen

Mehr Informationen:
Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Travail.Suisse, Mobile: 079 348 71 67

1 Miriam Frey, Harald Meier, Andrea Oswald, Revision MiVo-HF: Bereiche, Fach- und Vertiefungsrichtungen, Schlussbericht, Dezember 2015.

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2017 03 30 MiVo-HF d.docx 46 KB

30 mars 2017, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation Drucker-icon

Eine neue Verordnung schwächt die Höheren Fachschulen

Gegenwärtig läuft die Vernehmlassung zur Verordnung über die Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien der höheren Fachschulen (MiVo-HF). Sie dauert noch bis zum 31. März 2017. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, warnt vor einer Schwächung des Bildungsbereichs der Höheren Fachschulen. Der Verordnungsentwurf in seiner jetzigen Form ist abzulehnen. mehr

Die Höheren Fachschulen HF produzieren Abschlüsse mit grosser Arbeitsmarktnähe. Personen mit einem solchen Abschluss weisen nach Erlangung des Diploms prozentual die geringste Arbeitslosenquote und eine hohe Bildungsrendite aus. Der Bildungsbereich der Höheren Fachschulen musste aber in den letzten Jahren hart kämpfen. Nach dem Aufbau der Fachhochschulen mussten sich die Höheren Fachschulen im Bildungsmarkt neu positionieren. Dies wurde insbesondere erreicht durch:

- die Positionierung der Höheren Fachschulen auf Tertiärstufe
- die Einführung von Fachbereichen
- der Einführung von Rahmenlehrplänen für die Fachbereiche
- den Aufbau von neuen Strukturen (Trägerschaften der Rahmenlehrpläne, Aufbau der Konferenz HF und der Teilkonferenzen)
- die Verabschiedung der interkantonalen Vereinbarung über Beiträge an die Bildungsgänge der höheren Fachschulen (HFSV), welche eine neue Finanzierung und die Freizügigkeit für die Studierenden brachte
- die Einführung englischer Titel für die Bildungsgänge, nicht aber für die Nachdiplomstudien NDS
- die Einbindung in den nationalen Qualifikationsrahmen Berufsbildung NQR.

An dieser Neupositionierung muss aber noch weitergearbeitet werden. In dieser Hinsicht macht es Sinn, eine Revision der MiVo-HF anzustreben und die Stärken auszubauen und die Schwächen zu korrigieren. Aber der vorliegende Entwurf schwächt eher die Stärken und korrigiert die Schwächen nicht. Drei Beispiele:

Es fehlt ein Begriffsschutz für die Höheren Fachschulen

Im heutigen Anerkennungsverfahren nach MiVo-HF werden nur die Bildungsgänge, nicht aber die Höheren Fachschulen anerkannt. Das hat zur Folge, dass der Name „Höhere Fachschule“ nicht geschützt ist. Das ist eine der Schwächen des HF-Systems und erschwert die Positionierung der Höheren Fachschulen national und international. Für die Stärkung der Identität der Höheren Fachschulen ist daher folgende Bestimmung vorzusehen: Ein Bildungsanbieter kann sich Höhere Fachschule nennen, wenn er mindestens einen eidgenössisch anerkannten Bildungsgang führt. Eine Zuwiderhandlung wird geahndet.

Es besteht ein Ungleichgewicht zwischen den Wirtschaftsorganisationen und den Bildungsanbietern als gemeinsame Träger der Rahmenlehrpläne

In der gegenwärtigen MiVo-HF sind die Bildungsanbieter zuerst genannt. Dieser Vorreiterrolle entspricht zwar vielfach der gegenwärtigen Realität, indem das finanzielle und personelle Engagement der Bildungsanbieter bei der Erarbeitung der Rahmenlehrpläne oftmals grösser ist als dasjenige der Wirtschaftsorganisationen. Aber für das HF-System würde es eine Aufwertung bedeuten, wenn die Wirtschaftsorganisationen mehr Verantwortung übernehmen würden. Eine echte Partnerschaft in personeller und finanzieller Hinsicht zwischen den beiden Akteuren müsste das Ziel der neuen MiVo-HF sein. Der neue MiVo-Vorschlag kehrt nun aber einfach die Rollen um und überträgt den Wirtschaftsorganisationen die Hauptrolle. Damit wird die eigentlich treibende Kraft im HF-System, die von den Bildungsanbietern ausgeht, ohne Not abgewertet. Um die gemeinsame Verantwortung der Wirtschaftsorganisationen und der Bildungsanbieter besser abzusichern, braucht es eine neue Formulierung in der MiVo-HF, welche die gemeinsame Verantwortung betont: Die Rahmenlehrpläne werden von den Wirtschaftsorganisationen und den Organisationen der Bildungsanbieter gemeinsam entwickelt und erlassen. Dazu schaffen sie sich eine geeignete Organisation.

Die Aufhebung der Fachbereiche schwächt das HF-System

Die heutige MiVo-HF kennt acht Fachbereiche. In der neuen MiVo-HF sollen sie als Struktur- und Ordnungsprinzip verschwinden. Obwohl Befragungen von Fachpersonen zeigen, „dass das heutige System bei den Akteuren breit abgestützt ist“ und eine Studie empfiehlt, „grundsätzlich daran festzuhalten“ 1 und nur „punktuelle Anpassungen“ 2 vorzunehmen, schlägt das SBFI das Gegenteil vor.

Die Einteilung in Fachbereiche, die übrigens auch die Universitäten und Fachhochschulen kennen, ist ein wichtiges Struktur- und Ordnungsprinzip. Für Bildungsinteressierte ist sie ein Suchfilter, für die Wirtschaftsorganisationen und die Höheren Fachschulen ein Zugehörigkeitsmerkmal und für die Statistiken ein Auswertungskriterium. Aber nicht nur das: Es schafft Synergien und eine sinnvolle Kostenteilung unter den Trägern des Rahmenlehrplans eines Fachbereiches, was vor allem auch für die kleineren Bereiche ein Vorteil ist. Zerfallen diese Strukturen, geht viel Effizienz und Effektivität im System verloren, aber auch Qualität, weil die Auseinandersetzung innerhalb der Fachbereiche ein wichtiger Teil der Qualitätskultur des HF-Systems ist. Die Fachbereiche sind daher unbedingt zu erhalten:


h2. Schlussbemerkung

Zwei Jahre wurde an der neuen MiVo-HF gearbeitet. Zwei Studien wurden in Auftrag gegeben. Travail.Suisse und viele andere Organisationen haben viel Zeit investiert in Dutzende von Arbeitssitzungen und Workshops. Und am Schluss wird ein Entwurf präsentiert, der zu einer Schwächung statt zu einer Stärkung der Höheren Fachschulen führt. Travail.Suisse hofft, dass das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF von Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann noch einmal über die Bücher geht und den Verbundpartnern eine Vorlage präsentiert, welche nicht zu einer Schwächung, sondern zu einer Stärkung der Höheren Fachschulen führt.


1 Miriam Frey, Harald Meier, Andrea Oswald, Revision MiVo-HF: Bereiche, Fach- und Vertiefungs-richtungen, Schlussbericht, Dezember 2015, S. viii
2 Ebd. S. 48.

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2017 02 13 Verordnung Hoehere Fachschulen d.docx 18 KB

13 février 2017, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation Drucker-icon

Ergänzungsprüfung für die Zulassung von Inhaber/innen eines eidg. Berufsmaturitätszeugnisses zu den universitären Hochschulen

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2016 05 18 Anhörung Fachmittelschulen Travail.Suisse.pdf 101 KB

26 mai 2016, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation Drucker-icon

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