Thèmes – Formation

Netzwerk Berufsbildung der Arbeitnehmenden: Projektorganisation zur Umsetzung des neuen Berufsbildungsgesetzes

Travail.Suisse und der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) haben ein Projekt zur Umsetzung des neuen Berufsbildungsgesetzes in Angriff genommen. Die Projektorganisation ist aufgebaut und der Name steht: „Netzwerk Berufsbildung der Arbeitnehmenden mehr

Am 1. Januar 2004 ist das neue Berufsbildungsgesetz in Kraft getreten. Um die Ziele des neuen Gesetzes zu erreichen, fördert das BBT die gezielte Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt. Vor diesem Hintergrund finanziert das BBT die Projektorganisation „Netzwerk Berufsbildung der Arbeitnehmenden“, welche von den Gewerkschafts-Dachverbänden Travail.Suisse und Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB) getragen wird.

In der strategischen Leitung des Projekts nehmen je drei Mitglieder von Travail.Suisse und SGB Einsitz. Es sind dies Nationalrat Hugo Fasel, Anna Christen und Bruno Weber-Gobet (Travail.Suisse) sowie Nationalrat Paul Rechsteiner, Daniel Oesch und Peter Sigerist (SGB). Die strategische Leitung wird von Hugo Fasel (Travail.Suisse) präsidiert und hat eine Pro-jektleitungsgruppe eingesetzt, welche aus Peter Sigerist (Vorsitz; SGB), Bruno Weber-Gobet (Travail.Suisse), den Projektverantwortlichen Heinrich Summermatter (SGB) und Matthias Kuert Killer (Travail.Suisse) sowie Vertreter / innen weiterer interessierter Verbände besteht.

Das „Netzwerk Berufsbildung der Arbeitnehmenden“ nimmt eine Vermittlungsposition zwischen dem BBT und den Arbeitnehmenden-Verbänden ein. Es hat zum Ziel, Bildungs- und Informationsarbeit zu betreiben, welche die Verbände der Arbeitnehmenden über den Geist des neuen Gesetzes und die geltenden Regelungen (Gesetz, Verordnungen, Vorgaben, Projektabläufe, Entscheidungen, etc.) in Kenntnis setzen und sie dadurch befähigen, ihren Beitrag zu einer qualitativ hoch stehenden Berufsbildung zu leisten. Das Netzwerk unterstützt die Verbände bei spezifischen Fragestellungen und im Kontakt mit Bund und Kantonen, beispielsweise bei der Erarbeitung von Bildungsverodnungen und im Rahmen von Vernehmlassungen. Die Informations- und Beratungsdienstleistungen stehen nicht nur den Mitgliederverbänden der Dachorganisationen Travail.Suisse und SGB zur Verfügung, sondern allen Verbänden der Arbeitnehmenden, die in die Umsetzung des neuen Berufsbildungsgesetzes involviert sind.

Gemeinsam werden ein Internetauftritt (www.bildungsgewerkschaften.ch) erarbeitet, Öffentlichkeitsarbeit betrieben und Qualitätssicherungsaufgaben wahrgenommen. Daneben betreuen die beiden Projektleiter auch je eigene Teil-Projekte von Travail.Suisse und SGB, immer jedoch in Absprache und unter Nutzung von Synergien zwischen den Projektpartnern.

15 novembre 2005, Matthias Kuert Killer, Responsable politique sociale

Rückblick auf die Lehrstellenkonferenz: Guter Wille und Engagement, aber ungenügendes Ergebnis

Am 10. November trafen sich 21 Vertreter/innen von Bund, Kantonen, Organisationen der Arbeitswelt und der Betriebe in Luzern zur ersten nationalen Lehrstellenkonferenz. Unter der Leitung von Bundesrat Deiss wurden verschiedenste Massnahmen zur Verbesserung der Lehrstellensituation diskutiert. Es war bei allen Beteiligten viel guter Wille und Engagement spürbar. Aus Sicht von Travail.Suisse werden zwar die vorgesehenen Massnahmen positive Effekte entwickeln, aber keine grundsätzliche Verbesserung bringen.

14 novembre 2005, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation

Lehrstellenkonferenz:Es müssen sofort 5’000 neue Lehrstellen geschaffen werden

Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert, dass in den nächsten drei Jahren je mindestens 5’000 neue Lehrstellen geschaffen werden. Bereits ausbildende Betriebe sollen dazu bewogen werden, zusätzliche Lehrstellen anzubieten. Für jede zusätzliche Stelle sollen sie jährlich mindestens 10’000 Franken erhalten. Diese Forderung hat Travail.Suisse im Rahmen der heute in Luzern stattfindenden Lehrstellenkonferenz beim Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) eingegeben. mehr

Der Lehrstellenbarometer vom August 2005 zeigt: Die Situation auf dem Lehrstellenmarkt hat sich noch einmal verschärft. Die bisherigen Anstrengungen zur Schaffung neuer Lehrstellen genügen nicht. Weitere Massnahmen und Ideen sind absolut notwendig, damit allen Jugendlichen eine berufliche Perspektive geboten werden kann. Diese Massnahmen müssen sofort ergriffen und realisiert werden können. In den nächsten drei Jahren (2006, 2007 und 2008) müssen je mindestens 5’000 zusätzliche Lehrstellen vergeben werden können.

10’000 Franken für jede zusätzliche Lehrstelle
Travail.Suisse schlägt in diesem Zusammenhang vor, bereits heute ausbildende Betriebe zu motivieren, in den nächsten drei Jahren zusätzliche Lehrstellen anzubieten. Für jede zusätzliche Lehrstelle sollen sie jährlich mindestens 10’000 Franken erhalten. Weil sich dieser Vorschlag an ausbildungsbewährte Betriebe richtet, kann er schnell und ohne den Aufbau neuer, teurer Strukturen umgesetzt werden. Zudem müssen diese Lehrstellen auch nicht langfristig erhalten werden. Angesichts der demografischen Entwicklung ist davon auszugehen, dass ab etwa 2010 die Anzahl der Lehrstellensuchenden sukzessive wieder abnehmen wird.

Travail.Suisse begrüsst im Weiteren den Vorschlag des BBT, die bisher verfolgten Massnahmen weiterzuführen und auszubauen. Dazu gehören insbesondere die Lehrstellenförderung durch sogenannte „Klinkenputzer“ sowie der Aufbau von Lehrvertriebsverbünden. Nach Ansicht von Travail.Suisse müssen sich zwei Personen im BBT voll dem Ausbau dieser Massnahmen widmen. Travail.Suisse fordert zudem dem Bundesrat auf, die vom National-rat überwiesene Motion, wonach die Lehrlingsausbildung als Vergabekriterium für öffentliche gelten soll, so schnell als möglich umzusetzen.

10 novembre 2005, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation

Neues Ausländergesetz: Arbeitsbewilligungen mit der Schaffung von Lehrstellen verknüpfen

Aus bildungs- und integrationspolitischer Sicht ist es sinnvoll, das bereits bestehende Potenzial auf dem Schweizer Arbeitsmarkt möglichst gut auszuschöpfen. Zum Beispiel indem Arbeitsbewilligungen von der Schaffung von Ausbildungsplätzen abhängig gemacht werden. So können die Arbeitgeber für ihre sozialpolitische Verantwortung sensibilisiert werden.

26 septembre 2005, Denis Torche, Responsable politique environnementale, fiscale et extérieure

Projekte stärken die Berufsbildung

Kürzungen im Bildungsbereich werden üblicherweise mit dem Argument bekämpft, dass Bildungsausgaben Investitionen sind. Wer im Bildungsbereich den Rotstift ansetzt, schwächt die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit wie auch das Wachstum einer Wirtschaft und gefährdet damit die eigene Zukunft. Es gibt allerdings noch einen zweiten Grund, bei Kürzungen im Bildungsbereich vorsichtig zu sein: Kürzungen treffen meistens Projekte zugunsten von benachteiligten Gruppen oder Neuentwicklungen.

24 avril 2005, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation

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