Thèmes – Formation

Alle Studierenden des Tertiär-Bereichs sollen in vergleichbarer Art behandelt werden

Die höhere Berufsbildung ist Teil des Tertiär-Bereichs. Allerdings werden die Studierenden der höheren Berufsbildung nicht gleich behandelt wie die Studierenden der Hochschulen, die den anderen Teil des Tertiär-Bereichs bilden . Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, ist es aber notwendig, dass die Studierenden beider Bereiche in vergleichbarer Weise behandelt werden, auch in Bezug auf die Studiengebühren.

02 mai 2011, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation

Die höhere Berufsbildung braucht neue politische Regelungen

Die höhere Berufsbildung gehört bildungssystematisch wie die Hochschulen dem Tertiär-Bereich an. Die Politik behandelt sie allerdings nicht wie die Hochschulen. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, fordert, dass die höhere Berufsbildung in Zukunft in vergleichbarer Art behandelt wird wie die Hochschulen.

11 avril 2011, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation

Lehrstellenkonferenz 2010: Einführung des „Professional Bachelors“ ernsthaft prüfen

Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170‘000 Arbeitnehmenden, unterstützt das Anliegen der Lehrstellenkonferenz, die Höhere Berufsbildung im europäischen Bildungs- und Arbeitsmarkt besser zu positionieren. Dabei darf auch die Titelfrage nicht ausgeblendet werden. Travail.Suisse fordert, dass der Titel „Professional Bachelor“ für Abschlüsse der Höheren Berufsbildung ernsthaft geprüft wird. mehr

Seit der Einführung der Personenfreizügigkeit ist die Schweiz in den europäischen Arbeitsmarkt eingebunden. Wenn sich Schweizer Arbeitnehmende im Inland oder im europäischen Ausland um eine Stelle bewerben, so müssen sie sich auf dem europäischen Arbeitsmarkt behaupten. Da ist es wichtig, dass ihre Abschlüsse für den anstellenden Betrieb lesbar, verstehbar, vergleichbar und richtig bewertbar sind. Für Abschlüsse der Höheren Berufsbildung bestehen diesbezüglich Probleme.

Die Lehrstellenkonferenz benennt Massnahmen, um die Position der Abgängerinnen und Abgänger der Höheren Berufsbildung auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu stärken. Travail.Suisse fordert insbesondere, dass die Einführung des „Professional Bachelor“ ernsthaft abgeklärt wird. Für alle Bereiche der Höheren Berufsbildung, aber insbesondere für den Hotel- und Tourismus-Bereich, ist dies von zentraler Bedeutung.

Finanzierung: Transparenz herstellen – Bund in die Pflicht nehmen
Auch die zukünftige Finanzierung der Höheren Berufsbildung bedarf intensiver Diskussionen. Einerseits besteht grosse Intransparenz bei den Kosten der Lehrgänge. Wohin die vorhandenen Gelder fliessen, ist unklar. Bevor einfach mehr Geld in dieses System gepumpt wird – so wie das der Gewerbeverband fordert –, verlangt Travail.Suisse volle Transparenz über die Geldflüsse. Es muss ausgeschlossen werden können, dass Anbieter von Lehrgängen – private Schulen, Branchenverbände etc. – von Geldern profitieren, die eigentlich den Studierenden zugute kommen sollten.

Andererseits bleibt der Bund heute mit seinem finanziellen Beitrag an die Berufsbildung deutlich hinter den gesetzlichen Vorgaben zurück. Erste Priorität hat für Travail.Suisse deshalb, dass der Bund endlich die vorgesehenen 25 Prozent der Kosten der öffentlichen Hand für die Berufsbildung übernimmt. Damit wäre bereits viel erreicht und die Kantone hätten mehr Spielraum für die Finanzierung der höheren Berufsbildung.

25 octobre 2010, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation et Martin Flügel, Président

Mit einem Validierungsverfahren zu einem gleichwertigen Berufsabschluss

Erwachsene mit der erforderlichen Berufserfahrung können über ein Validierungsverfahren einen Berufsabschluss erlangen. Dieser Berufsabschluss besitzt den gleichen Wert wie ein Abschluss nach einer „ordentlichen“ Lehre. Aufgabe der zuständigen Organisationen der Arbeitwelt — d.h. der Berufsverbände und Branchenorganisationen — ist es, diese Gleichwertigkeit des Berufsabschlusses herzustellen. Sie bestimmen die Bildungsinhalte, stellen die Prüfungsexperten und nehmen Einsitz im Validierungsorgan. Damit sorgen die zuständigen Berufsverbände und Branchenorganisationen selbst für die inhaltliche Qualität ihrer Validierungsverfahren.

21 juin 2010, Angela Zihler, Responsable de projet

Ein starkes Stück

Der Bundesrat hat die neue Berufsmaturitätsverordnung verabschiedet. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, begrüsst diese neue Verordnung. Nach einem langen Suchprozess ist eine Regelung gefunden worden, welche die Berufsmaturität, das duale Berufsbildungssystem und die Fachhochschulen stärkt. mehr

Die neue Berufsmaturitätsverordnung ist gelungen. Für Travail.Suisse ist vor allem wichtig, dass sie sich klar auf den Zugang zu den Fachhochschulen hin orientiert. Wer eine eidgenössische Berufsmaturität erworben hat, ist insbesondere befähigt, „ein Fachhochschulstudium aufzunehmen und sich darin auf eine anspruchsvolle Aufgabe in Wirtschaft und Gesellschaft vorzubereiten“. So lautet das erste Ziel der Berufsmaturitätsverordnung.

In der ganzen Verordnung wird dieses Ziel durchgehalten. So werden die vorgesehenen Grundlagenbereiche, die Schwerpunktbereiche wie auch die Ergänzungsbereiche auf dieses Ziel hin ausgerichtet. Trotzdem weist das neue System gegenüber dem bisherigen mit seinen sechs starren Berufsmaturitätsrichtungen eine erhöhte Flexibilität und Durchlässigkeit aus.

Bei der Erarbeitung des Rahmenlehrplans, die nun auf der Grundlage der Berufsmaturitätsverordnung an die Hand zu nehmen ist, ist darauf zu achten, dass die Fachhochschulen in diesen Prozess wirklich eingebunden sind. Das Gesetz sieht ihre Mitarbeit vor: „An der Erarbeitung des Rahmenlehrplans sind … die Fachhochschulen beteiligt.“ Ihre Einbindung ist vollumfänglich zu begrüssen. So wird es möglich, dass die Leistungen im Rahmen der Berufsmaturitätsausbildung mit den Erwartungen der Fachhochschulen und ihren verschiedenen Richtungen optimal abgestimmt werden können. Travail.Suisse geht davon aus, dass ein solches Vorgehen die ganze Berufsbildung stärkt.

25 juin 2009, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation

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