Thèmes – Formation

Medienkonferenz: Drei Tage obligatorische Weiterbildung für alle

Weiterbildung muss ein fester Bestandteil der Erwerbsarbeit werden. Im geplanten Weiterbildungsgesetz sind deshalb drei Tage obligatorische Weiterbildung pro Jahr für alle Arbeitnehmenden festzuschreiben. Diese Forderung hat Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, heute an einer Medienkonferenz in Bern präsentiert. mehr

Die Bedeutung der berufsorientierten Weiterbildung sowohl für die Arbeitnehmenden wie für die Wirtschaft wird kaum bestritten. Die Chancen der Arbeitnehmenden, von Weiterbildungsleistungen zu profitieren, sind indes sehr unterschiedlich. Bezüglich Weiterbildung ist die Schweiz ein geteiltes Land. Vor allem gut ausgebildete Männer in guten Positionen profitieren vom heutigen System.

In einer modernen, konkurrenzfähigen Wirtschaft ist es allerdings notwendig, dass alle Arbeitnehmenden regelmässig ihre Fähigkeiten und Kompetenzen ergänzen und vertiefen. Nur so können sie längerfristig ihre Arbeitsmarktfähigkeit erhalten und die Erwartungen am Arbeitsplatz erfüllen.

Travail.Suisse fordert daher, dass im neuen Weiterbildungsgesetz ein Obligatorium von mindestens drei Tagen Weiterbildung pro Jahr für alle Arbeitnehmenden festgeschrieben wird.

Diese Investition lohnt sich, weil

- die Arbeitnehmenden dank dem lebenslangen Lernen besser auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes antworten können

- die Wirtschaft auf leistungsfähigere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen kann

- Bildung eine der effizientesten Formen ist, um sozialen Problemen vorzubeugen

- die Chancengleichheit unter den Arbeitnehmenden verbessert wird

- die Weiterbildungsplanung wie auch der Wissenstransfer aus den Weiterbildungen in die Betriebe Innovationsprozesse auslösen können und damit die Schweizer Wirtschaft insgesamt wettbewerbsfähiger machen.

04 juin 2007, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation

Elternbildung – ein Feld mit Zukunftspotential

Viele Jugendliche seien unzuverlässig, undiszipliniert, nicht belastbar, kurz: in der Arbeitswelt nicht zu gebrauchen. So häufig der Tenor der Wirtschaft, wenn es um Lehrstellenfragen geht. Auch die öffentliche Debatte ausgelöst durch Fälle von Jugendgewalt zeichnet das Bild einer Jugend, die aus dem Ruder läuft, verwahrlost, trinkt, zuschlägt. Von links bis rechts ist man sich über den Sündenbock einig: Die Eltern kommen ihren Pflichten nicht mehr nach. Nur: Einfach jammern nützt nichts. Für Travail.Suisse ist es nun an der Zeit, im Interesse der Jugendlichen, der Wirtschaft und der ganzen Gesellschaft, etwas für die Eltern zu tun. Ein wirkungsvoller Ansatz ist eine professionelle Elternbildung.

30 avril 2007, Matthias Kuert Killer, Responsable politique sociale

Nationales Weiterbildungsgesetz: Zugang zur Weiterbildung für alle ermöglichen

Durch den neuen Bildungsrahmenartikel in der Verfassung wurde dem Bund erstmals die Aufgabe übertragen, ein nationales Weiterbildungsgesetz zu schaffen. Das ist eine grosse Chance und Herausforderung zugleich. Travail.Suisse wird sich dafür einsetzen, dass durch das neue Gesetz die Weiterbildung in der Schweiz einen quantitativen und qualitativen Schritt nach vorne macht. Gefragt ist eine Kultur des lebenslangen Lernens.

12 février 2007, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation

Weiterbildung tut Not

Weiterbildung muss je länger, je mehr ein zentrales Thema der schweizerischen Wirtschaftspolitik werden. Dies ist wichtig für die Arbeitnehmenden, die Betriebe wie auch für die Gesellschaft und den Staat. Eine ungenügende staatliche und betriebliche Weiterbildungspolitik führt auf dem Arbeitsmarkt zu einem Ungleichgewicht zwischen den angebotenen und den nachgefragten Qualifikationen und damit zu wirtschaftlichen und sozialen Problemen.

24 avril 2006, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation

Bildungsverfassung: Die Qualität zeigt sich erst bei den neuen Gesetzen

In der neuen Bildungsverfassung werden die Grundlagen zu einem kohärenten, durchlässigen und qualitativ guten Bildungsraum Schweiz gelegt. Travail.Suisse unterstützt die neue Bildungsverfassung, welche am 21. Mai 2006 zur Abstimmung gelangt. Die neue Bildungsverfassung bietet Möglichkeiten, die aber auch genutzt werden müssen. Travail.Suisse fordert, dass rasch Gesetze erarbeitet werden, welche die Chancengleichheit im Zugang zu Bildung und Weiterbildung verbessern. Ausserdem muss für den Hochschulbereich in der Gesetzgebung sicher gestellt werden, dass das Erfolgsmodell Fachhochschule seine Anbindung an die Berufsbildung beibehalten kann.

13 mars 2006, Bruno Weber-Gobet, Responsable politique de formation

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