Themen – Bildung – Weiterbildung

Berufsorientierte Weiterbildung: Das Obligatorium – eine Win-Win-Situation für alle Seiten

Drei Tage obligatorische Weiterbildung für alle, finanziert durch die Arbeitgeber: Diese Forderung von Travail.Suisse, der Dachorganisation der Arbeitnehmenden, schafft Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmende. Hier drei Beispiele aus dem Berufsalltag.

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08. Oktober 2007, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Drei Tage obligatorische Weiterbildung: Obligatorium bietet den Arbeitnehmenden viele Vorteile

Ein Obligatorium in der berufsorientierten Weiterbildung ist eine grundsätzlich neue Forderung. Und auch für die Arbeitnehmenden eine Herausforderung. Travail.Suisse ist überzeugt, dass ein Weiterbildungsobligatorium den Arbeitnehmenden grosse Vorteile bringt.

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24. September 2007, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Berufsorientierte Weiterbildung: Selbstverantwortung dank Obligatorium

Drei Tage obligatorische Weiterbildung für alle, finanziert durch die Arbeitgeber: Diese Forderung von Travail.Suisse, der Dachorganisation der Arbeitnehmenden, stösst auf Seiten der Arbeitgeber in ersten Reaktionen auf Ablehnung. Der Grundkonflikt liegt dabei im Verständnis und der Bedeutung der Selbstverantwortung für die Weiterbildung.

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10. September 2007, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Drei Tage obligatorische Weiterbildung: Notwendig und gerecht

Drei Tage obligatorische Weiterbildung für alle, finanziert durch die Arbeitgeber: Diese Forderung von Travail.Suisse, der Dachorganisation der Arbeitnehmenden, wird durch die neusten, am 31. August 2007 auf der Homepage des Bundesamtes für Statistik publizierten Daten, gestützt. mehr

Die neusten Zahlen des Bundesamtes für Statistik1 (BFS) zeigen, dass die Teilnahme der Erwerbstätigen zwischen 25 und 64 Jahren an Weiterbildungskursen seit 1999 von 45.8 Prozent auf 35.5 Prozent gesunken ist. Eine beunruhigende Entwicklung, wenn man bedenkt, wie wichtig für eine moderne Wirtschaft gut und aktuell ausgebildete Arbeitnehmende sind.

Die Zahlen zeigen aber auch das typische Bild einer gespaltenen Gesellschaft, in der nur ein Teil von Weiterbildung profitiert, nämlich vor allem die gut ausgebildeten Personen. So ist zum Beispiel die Teilnahme von Personen mit einem Abschluss auf Tertiärstufe 4,5 mal grösser (54.8 Prozent) als jene von Personen ohne nachobligatorische Ausbildung (11.9 Prozent).

Die höhere Teilnahme ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Arbeitgeber mehr in die höher qualifizierten Personen investieren. Insgesamt finanzieren die Arbeitgeber 69 Prozent der berufsorientierten Weiterbildung vollständig (63 Prozent) oder teilweise (6 Prozent). Berufsorientierte Weiterbildung findet also vor allem dann statt, wenn die Arbeitgeber (mit)finanzieren. Die höher qualifizierten Personen finanzieren nur einen kleinen Teil ihrer Weiterbildungstätigkeit (21 Prozent) selbständig. Bei den weniger qualifizierten Personen liegt dieser Wert bei 23 Prozent.

Bei der Weiterbildung geht es, wie bei vielen gesellschaftlichen Fragen, um Chancengleichheit oder –ungleichheit. Heute herrscht bezüglich Weiterbildung in der Schweiz eine grosse Chancenungleichheit. Das zeigt die neuste Untersuchung des BFS deutlich. Die Forderung von Travail.Suisse nach drei Tagen obligatorischer Weiterbildung für alle ist deshalb neben der wirtschaftlichen Notwendigkeit auch eine Frage der Gerechtigkeit.

03. September 2007, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon

Weiterbildung: Obligatorium – na klar!

Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert, dass die Arbeitgeber ihren Angestellten obligatorisch mindestens drei Tage Weiterbildung pro Jahr ermöglichen und finanzieren. Diese Forderung soll im neu zu schaffenden Weiterbildungsgesetz verankert werden. Sie steht im Gegensatz zum heute prägenden Standpunkt, dass Weiterbildung allein Sache des Einzelnen ist. Travail.Suisse ist überzeugt, dass die Auseinandersetzung über diese zwei unterschiedlichen Positionen zeigen wird, dass für die Einführung eines minimalen Obligatoriums viele gute Gründe sprechen, gerade auch im Hinblick auf die Stärkung der Selbstverantwortung.

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25. Juni 2007, Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Drucker-icon