Thèmes – Famille – Famille et travail

Anstossfinanzierung für Krippenplätze und Mittagstische: Bundesrat will knausern

Der Bundesrat beantragt dem Parlament für die zweite Hälfte des Impulsprogramms für familienergänzende Kinderbetreuung einen Kredit, dessen Höhe nicht einmal einen Drittel des ersten ausmacht. Für Travail.Suisse ist klar: Diese Sparübung ist ein äusserst negatives Signal für die Familien, die Frauen, aber auch die Wirtschaft und die Gesellschaft.

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PD Bundesrat will knausern.doc 39 KB

12 décembre 2005, Anna Christen, Responsable politique d’égalité Drucker-icon

8 Prozent Rendite auf die Investitionen in Familienfreundlichkeit: Arbeitgeber sollen zugreifen

Eine von Unternehmerseite angeregte Studie belegt es endlich mit harten monetären Fakten: Familienfreundliche Massnahmen sind für die einzelnen Firmen gewinnbringend. Vor allem dank Einsparungen in der Personalwiederbeschaffung und –schulung konnte eine Rendite von 8 Prozent auf entsprechende Massnahmenpakete beziffert werden. Eine Handvoll Unternehmen mit Best-Practice-Beispielen können jedoch nicht über dringend zu behebende Defizite – z.B. bei den Kinderzulagen – hinwegtäuschen. Travail.Suisse fordert die Arbeitgeber also zum Profitieren auf und die Politiker/innen, nicht von ihrer Verantwortung abzulenken.

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PD 8 Prozent Rendite auf die Investitionen in Familienfreundlichkeit.doc 45 KB

14 novembre 2005, Anna Christen, Responsable politique d’égalité Drucker-icon

Erwerbsersatz bei Mutterschaft: Keine Sparübungen auf Kosten der Frauen

Bei der Neuverhandlung von Gesamtarbeitsverträgen (GAV) stehen seit der Einführung des Erwerbsersatzes bei Mutterschaft regelmässig die Urlaubs- und Lohnfortzahlungslösungen bei Mutterschaft auf der Traktandenliste. Einige Arbeitgeber versuchen, von besseren Lösungen auf das gesetzliche Minimum zurückzukrebsen. Das ist nicht tolerierbar. Denn noch immer sind Arbeitnehmerinnen in vielen Belangen diskriminiert.

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PD Mutterschaftsurlaub in GAV.doc 39 KB

31 octobre 2005, Anna Christen, Responsable politique d’égalité Drucker-icon

Studie „Familienfreundliche Unternehmenspolitik“ – Kinderzulagen haben Priorität

Travail.Suisse, der Dachverband der Arbeitnehmenden, ist erfreut, dass die Familien auch für die Unternehmen und den Wirtschaftsminister ein Thema sind. Gleichzeitig darf für Travail.Suisse das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht von anderen aktuellen und für die Familien mindestens ebenso wichtigen Anliegen wie der dringenden Verbesserung der Kinderzulagen ablenken. mehr

Eine familienfreundliche Personalpolitik ist für viele Arbeitnehmenden wichtig. Gerade in Familien mit tiefen Einkommen sind bereits heute oft beide Elternteile erwerbstätig. Eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zum Beispiel durch das zur Verfügungstellen von Betreuungsplätzen, würde für diese Familien zwar keine finanzielle Besserstellung, aber zumindest eine bessere Betreuung der Kinder mit sich bringen.

Bedeutung von Kinderzulagen anerkannt
Erfreulich ist für Travail.Suisse auch, dass die Studie auf die Bedeutung von Kinderzulagen hinweist. Die Geburt eines Kindes belastet das Familienbudget oft gleich doppelt. Einerseits fallen höhere Ausgaben an. Andererseits sinkt gleichzeitig das Einkommen, weil viele Familien den Erwerbsumfang einschränken. Kinderzulagen entlasten das Familienbudget wirksam, und die Unternehmen werden in der Studie ermuntert, diese Zulagen über das gesetzliche Minimum hinaus zu erhöhen.

Politische Prioritäten nicht aus den Augen verlieren
Auch wenn möglicherweise einzelne Unternehmen bei den Kinderzulagen von sich aus eine Verbesserung vornehmen – bezeichnenderweise ist aber gerade bei diesem Punkt keine Best Practice ausgewiesen – ist für Travail.Suisse in diesem Bereich die Politik gefordert. Dies gilt umso mehr, als dass die entsprechenden Vorlagen weit fortgeschritten sind. Sowohl die Initiative „Für faire Kinderzulagen!“ als auch der Gegenvorschlag dazu stehen kurz vor dem Abschluss der parlamentarischen Diskussion. Beide Vorlagen bringen, wenn auch in sehr unterschiedlichem Ausmass, Verbesserungen für die Familien. Für Travail.Suisse müssen jetzt bei den Kinderzulagen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Hier liegt die politische Priorität, von der jetzt nicht abgelenkt werden darf.

31 octobre 2005, Martin Flügel, Président Drucker-icon

Sonntagsarbeit diskriminiert die Frauen und zementiert gesellschaftliche Missstände

Sonntagsarbeit betrifft vor allem die vielen im Verkauf tätigen Frauen. Was nach aussen wie eine willkommene Arbeitsgelegenheit für Familienfrauen aussieht, entpuppt sich für die Betroffenen schnell als Eigengoal: Der Druck auf die Löhne in einer traditionellen Frauenbranche mit tiefen Gehältern wird zunehmen, und die Missstände in der familienexternen Kinderbetreuung und bei den ungenügenden Kinderzulagen bleiben bestehen.

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PD Sonntagsarbeit und Frauenlöhne.doc 38 KB

16 septembre 2005, Anna Christen, Responsable politique d’égalité Drucker-icon