Themen – Sozialpolitik – AHV

11. AHV-Revision im Nationalrat: Totalschaden im Nationalrat

Travail.Suisse ist empört über den heutigen Entscheid des Nationalrates, auf jeglichen sozialen Ausgleich der Rentenalterflexibilisierung zu verzichten. Dieser Entscheid zeugt von völligem Realitätsverlust des Parlamentes. Das Referendum ist ohne Korrektur im Ständerat beschlossene Sache und das Nein der Stimmbevölkerung so gut wie sicher. mehr

Für Travail.Suisse, den Dachverband der Arbeitnehmenden, ist eine moderne und leistungsfähige AHV ein zentrales Anliegen. Dazu gehört für Travail.Suisse die Möglichkeit einer Pensionierung vor 65 Jahren, die auch Arbeitnehmenden mit harter Arbeit und tiefen Einkommen offen steht. Dafür muss die Flexibilisierung des Rentenalters mit einem sozialen Ausgleich im Umfang von 400 Mio. Franken kombiniert werden.

Mit seiner heutigen Ablehnung eines sozialen Ausgleichs zementiert der Nationalrat die vorzeitige Pensionierung als Privileg der Gutverdienenden. Zudem wird die 11. AHV-Revision zu einer reinen Sparvorlage, die vor allem die Frauen schlechter stellt. Ohne massive Korrekturen im Ständerat wird Travail.Suisse gegen diese Revision das Referendum ergreifen und die Abstimmung gewinnen.

18. März 2008, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

11. AHV-Revision im Nationalrat: AHV-Revision nur mit sozialem Ausgleich

In der dritten Sessionswoche wird der Nationalrat über die 11. AHV-Revision beraten. Für Travail.Suisse ist klar, dass diese Revision nur Sinn macht, wenn darin ein flexibilisiertes Rentenalter mit sozialem Ausgleich enthalten ist. Nur mit einem sozialen Ausgleich kann das Ziel eines flexibilisierten Rentenalters erreicht und die Erhöhung des Rentenalters für die Frauen akzeptiert werden.

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PD AHV-Revision nur mit sozialem Ausgleich.doc 57 KB

10. März 2008, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

Flexibilisierung des Rentenalters ohne sozialen Ausgleich: Ungerecht und sozialpolitisch sinnlos

Für Travail.Suisse ist eine Flexibilisierung des Rentenalters ohne sozialen Ausgleich ungerecht und sozialpolitisch sinnlos. Der Beschluss der SGK des Nationalrates, das Rentenalter der Frauen auf 65 Jahre zu erhöhen, ohne einen sozialen Ausgleich der Rentenalterflexibilisierung einzuführen, zeugt von völligem Realitätsverlust. Ohne Verbesserungen ist die 11. AHV-Revision damit bereits vor dem Start abgestürzt.

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PD Ungerecht und sozialpolitisch sinnlos.doc 50 KB

25. Februar 2008, Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

11. AHV-Revision: Absturz vor dem Start

Travail.Suisse ist empört über den Beschluss der SGK des Nationalrates, das Rentenalter der Frauen auf 65 Jahre zu erhöhen, ohne einen sozialen Ausgleich der Rentenalterflexibilisierung einzuführen. Dieser Beschluss zeugt von völligem Realitätsverlust. Die 11. AHV-Revision ist damit bereits vor den Verhandlungen im Parlament abgestürzt. mehr

Im Mai 2004 hat die Stimmbevölkerung die 11. AHV-Revision mit 68 Prozent Nein abgelehnt. Eine blosse Erhöhung des Rentenalters für die Frauen ohne sozialen Ausgleich bei der Flexibilisierung des Rentenalters war für die grosse Mehrheit der Bevölkerung inakzeptabel.

Aus diesem Grund wollte sogar Bundesrat Couchepin in der Neuauflage der 11. AHV-Revision von Anfang an die Erhöhung des Rentenalters für die Frauen mit einer Art sozialem Ausgleich bei der Flexibilisierung des Rentenalters kombinieren. Das hat die Kommission des Nationalrates nun schroff abgelehnt. Damit bleibt die Pensionierung vor 65 Jahren ein Privileg der Gutverdienenden, die bereits heute zum einem grossen Teil vor 65 in Pension gehen.

Falls das Parlament nicht noch Änderungen vornimmt, wird Travail.Suisse diese Revision verhindern. Eine reine Abbauvorlage, die die bestehenden Ungerechtigkeiten bei der Pensionierung zementiert, wird vor dem Volk auch ein zweites Mal keinen Bestand haben.

15. Februar 2008, Hugo Fasel, Präsident Travail.Suisse bis 2008 und Martin Flügel, Präsident Drucker-icon

AHV-Revision in der SGK des Nationalrates: Travail.Suisse fordert Flexibilisierung des Rentenalters mit sozialem Ausgleich

Die Flexibilisierung des Rentenalters ist und bleibt das Kernstück der 11. AHV-Revision. Damit das flexibilisierte Rentenalter allen Arbeitnehmenden offen steht, braucht es aber einen sozialen Ausgleich. Dafür sind mindestens 400 Mio. Franken einzusetzen. Sonst bleibt die Pensionierung vor 65 Jahren den gut betuchten Arbeitnehmenden vorbehalten. Das macht weder sozialpolitisch noch wirtschaftspolitisch Sinn. mehr

Die SGK hat ein Modell für ein flexibles Rentenalter mit sozialem Ausgleich erarbeitet und wird an der Sitzung vom 13. bis 15. Februar weitere Entscheidungen fällen. Travail.Suisse unterstützt das Modell grundsätzlich, da es einfach umsetzbar und zielgenau ist. Damit dieses Modell die gewünschte sozial- und wirtschaftspolitische Wirkung entfaltet, müssen aber genügend Mittel eingesetzt werden.

Netto 400 Mio. für sozialen Ausgleich

Ohne sozialen Ausgleich können sich nur Personen mit guten Einkommen und gut dotierter zweiter Säule eine Pensionierung vor 65 Jahren leisten und damit von einer Flexibilisierung des Rentenalters in der AHV profitieren. Das macht weder sozialpolitisch noch wirtschaftspolitisch Sinn. Denn es sind ja vor allem Personen mit tieferen und mittleren Einkommen, die oft vor 65 Jahren gesundheitliche Probleme bekommen oder am Arbeitsmarkt keine Chance mehr haben. Travail.Suisse fordert deshalb den Einsatz von 400 Mio. Franken für einen sozialen Ausgleich, damit auch Arbeitnehmende mit tieferen und mittleren Einkommen finanziell die Möglichkeit bekommen, sich vor 65 pensionieren zu lassen.

Die Bevölkerung will den sozialen Ausgleich der Rentenalterflexibilisierung. Das beweist das Scheitern der letzten AHV-Revision in der Referendumsabstimmung. Deshalb wird auch die laufende AHV-Revision nur dann eine Chance haben, wenn der soziale Ausgleich realisiert wird. Wer die Flexibilisierung mit sozialem Ausgleich ablehnt, politisiert am Volk vorbei und blockiert damit auch die Weiterentwicklung der AHV.

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PK 110208 AHV Dokument M. Fluegel.doc 69 KB

PK 110208 Prognoserückblick AHV.doc 33 KB

PK 110208 AHV Dokument H. Fasel.doc 69 KB

PK 110208 Beispiele.doc 43 KB

Druck-FH-AHV 9-8-2007 mit-ohneGold d1.pdf 11 KB

11. Februar 2008, Hugo Fasel, Präsident Travail.Suisse bis 2008 und Martin Flügel, Präsident Drucker-icon